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Auftakt am Montag

Erpresser-Prozess: Muss Uli Hoeneß aussagen?

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Schwere Zeiten: Uli Hoeneß mit seiner Frau Susi.

München - Für den Ex-Bayern-Boss beginnt am Montag ein weiteres unangenehmes Kapitel: Vor Gericht steht der Mann, der Uli Hoeneß und seine Familie im Mai mit einem Drohbrief erpresst haben soll.

Für Uli Hoeneß (62) gibt es derzeit gute Nachrichten: Weihnachten darf er trotz Haft mit seiner Familie in Bad Wiessee feiern. Im neuen Jahr arbeitet er als Freigänger wohl wieder beim FC Bayern. Nun beginnt für den Ex-Bayern-Boss aber ein weiteres unangenehmes Kapitel: Vor Gericht steht ab Montag der Mann, der Hoeneß und seine Familie im Mai mit einem Drohbrief erpresst haben soll. Muss nun auch Susi Hoeneß in den Zeugenstand treten? Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen zum Gerichtsverfahren:

Worum geht’s im Prozess?

Die Staatsanwaltschaft wirft Thomas S. (51) versuchte Erpressung vor. Er soll am 8. Mai einen mehrseitigen Brief zur Hoeneß-Villa nach Bad Wiessee geschickt haben. Laut Anklage des Landgerichts forderte er 215 000 Euro vom Ex-Bayern-Boss, dessen Haftantritt in der JVA Landsberg kurz bevorstand. S. drohte Hoeneß nach tz-Informationen mit Gewalt im Knast, wenn er nicht zahle. Er schrieb auch, dass die Haftzeit für Hoeneß kein Zuckerschlecken werde – und dass er Einfluss auf den Haftverlauf habe. Angeblich drohte er auch, dass Ehefrau Susi und die Hoeneß-Kinder Probleme kriegen würden, wenn kein Geld fließt. Dafür muss sich S. nun verantworten.

Wer ist der mutmaßliche Täter? Thomas S. (51) ist schon länger polizeibekannt und saß auch selbst bereits in Haft. „Ich bin zwar kriminell, aber fair“, soll er im Erpresser-Brief geschrieben haben. Laut Polizei stammt S. aus Fürstenried, zuletzt wohnte er aber in der Allescherstraße in Solln. Nur wenige hundert Meter entfernt wollte er das Schutzgeld an der Bushaltestelle Leutstettener Straße entgegennehmen und wartete in der Nähe mit seinem Fahrrad. Dort schnappte ihn die Polizei!

Sagen Uli oder Susi Hoeneß aus?

Offiziell bestätigt wurde das nicht. Dass Susi Hoeneß in den Zeugenstand treten muss, ist aber sehr wahrscheinlich. Denn sie war es, die den Erpresserbrief aus dem Briefkasten fischte, ihn zuerst las und danach die Polizei alarmierte. Laut der Nachrichtenagentur dpa wird ihr Gatte aber nicht vor Gericht erwartet, obwohl Thomas S. den Erpresser-Brief an ihn gerichtet hatte.

Wie lange wird verhandelt?

Das Landgericht München II hat vier Prozesstage terminiert. Auftakt ist heute um 9.30 Uhr. Danach wird täglich weiter verhandelt, das Urteil fällt voraussichtlich am Donnerstag.

A. Thieme/fw

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