"Das war ein Eigentor, Jungs!"

Fans kritisieren EHC-Besuch der Schweinsteigers

Bastian Schweinsteiger, Tobias Schweinsteiger und Sebastian Rode im Olympia-Eisstadion am Oberwiesenfeld beim EHC Red Bull München.

München - Mit so einer Reaktion haben die Schweinsteiger-Brüder wohl nicht gerechnet. Nach einem Facebook-Post vom Besuch beim EHC RB München gehen die Fans auf die Barrikaden.

Auch wenn er aktuell selbst nicht aktiv auf dem Fußballplatz stehen kann, so ist Bastian Schweinsteiger trotzdem nah am Sportgeschehen dran. Am Samstag verfolgte er noch seinen FC Bayern in der Allianz Arena (2:0 gegen den VfB Stuttgart), am Sonntag dann ging es in den Olympiapark. Dort besuchte der neue Kapitän der Nationalmannschaft zusammen mit seinem Bruder Tobias (32) und Kollege Sebastian Rode (23) das erste Heimspiel der Eishockey-Cracks des EHC Red Bull München - sie sahen einen grandiosen Sieg der Hausherren. Diese Unternehmung hielt Tobias Schweinsteiger mit einem Foto auf Facebook fest: "Heute hab ich mit Bastian Schweinsteiger und Sebastian Rode das Spiel des EHC Red Bull München gegen die Schwenninger Wild Wings besucht. Super Saisonheimauftakt! 7:0 ist ne Ansage!"

Bastian Schweinsteiger am Spielfeldrand.

Doch einige der Facebook-Fans gehen genau deswegen nun auf die Barrikaden. Denn diejenigen Anhänger, die die Traditionen im Sport hochhalten wollen und Investoren ablehnen, sehen in dem Besuch am Oberwiesenfeld und der Unterstützung des EHC einen Verrat der Bayern-Kicker. Immer wieder ist unter dem Foto "Scheiß RB" zu lesen. User Ra-Fa M. kommentiert: "Das war ein Eigentor, Jungs!" Und Moritz B. wendet sich direkt an den älteren der Schweinsteiger-Brüder: "Hey Tobi, Du liebst doch Sport?! Ich denke ja, also boykottiere Red Bull." Richtig heftig reagiert Andi G.: "Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte, wenn ich sehen muss, wie zwei super Spieler vom FC Bayern diesen scheiß Drecks Kommerz unterstützen. Ich bin sowas von sauer!", schreibt er.

Und einige regen an, dass sich die Schweinsteigers doch an die Traditionsvereine aus ihrer Umgebung halten sollen. Genannt werden die Starbulls Rosenheim, der ERC Ingolstadt oder auch die Augsburger Panther.

Schweinsteiger sieht EHC-Kantersieg: Bilder

Schweinsteiger sieht EHC-Kantersieg: Bilder

Die Investitionen des Brauseherstellers in den Sport werden von vielen Anhängern heftig kritisiert. Neben dem Münchner Eishockey-Team betreibt Red Bull ein weiteres in Salzburg. Hinzu kommen noch unter anderem die beide Fußball-Mannschaften FC Red Bull Salzburg, RB Leipzig und die Red Bulls New York, sowie zwei Formel-1-Teams.

Der EHC München gehört seit der Saison 2013/2014 dem österreichischen Konzern und bereits seit 2012 den Geldgeber im Namen.

fw

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