Bleibt er oder geht er?

Fast perfekte Hinrunde: Folgt jetzt Peps "Ja"?

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Nach dem Spiel in Hannover wollen Pep Guardiola und Karl-Heinz Rummenigge über die Zukunft reden.

München - Bayern München sehnt sich im Moment nach zwei Dingen. Zum einen nach der Winterpause und zum anderen nach einer Entscheidung in der Causa Guardiola, die in wenigen Tagen ansteht.

Für den Arbeitssieg gegen Darmstadt 98 interessierte sich schon kurz danach kaum noch jemand. Das, was Bayern München gerade umtreibt, ist die Sehnsucht nach ein wenig Erholung - und die Hoffnung auf ein „Ja“ ihres Trainers Pep Guardiola. „Ich kann nicht in ihn reinschauen“, sagte Torwart Manuel Neuer nach dem weitgehend schmucklosen 1:0 (1:0) im DFB-Pokal-Achtelfinale zur Hängepartie um den im Sommer auslaufenden Vertrag des Spaniers: „Ich bin gespannt auf die Entscheidung.“

Die spanische Zeitung Marca vermeldete am Mittwoch, dass der Erfolgscoach seine Zelte an der Isar am Saisonende abbrechen werde. Eine Bestätigung für die Information gab es jedoch nicht. Dass sie sich beim Fußball-Rekordmeister praktisch ausnahmslos eine Zukunft mit Pep wünschen, ist seit Wochen weithin bekannt.

Nun nähert sich endlich der Tag, an dem sich Guardiola erklären wird - so oder so. Nach dem Auswärtsspiel bei Hannover 96 am Samstag (15.30 Uhr/Sky) soll es soweit sein. Zu Mutmaßungen will sich gleichwohl keiner der Spieler hinreißen lassen. „Ich habe alles gesagt. Was ich glaube, ist völlig wurscht“, sagte Kapitän Philipp Lahm, der vor einer Weile Guardiola unter vier Augen und danach auch öffentlich bezirzt hatte.

Schuster adelt Guardiola nach Pokal

Dabei ist davon auszugehen, dass die Münchner insgeheim durchaus spüren, was ihr Coach vorhat - nur offenlegen will das keiner. Und es ist ebenso unwahrscheinlich, dass die Respektsbekundung von Darmstadts Trainer Dirk Schuster Wirkung bei Guardiola entfaltet. „Er ist ein Welttrainer, der der Bundesliga gut tut“, sagte Schuster bei der Pressekonferenz und blickte dabei lächelnd nach links hinüber zum Umworbenen.

Einstweilen gilt es für die Münchner, am Wochenende zum Jahresabschluss noch einmal die Pobacken zusammenzukneifen. „Wir werden uns aufrappeln und noch einmal alles geben, dass wir die drei Punkte aus Hannover mitnehmen, auch wenn wir nicht mehr allzu viele Spieler übrig haben“, sagte Thomas Müller.

Gegen Darmstadt waren es wieder sieben Stars, die fehlten und außerdem war spürbar, dass den Über-Bayern gerade das Über etwas abhandengekommen ist. „Der Zustand der Spieler ist nicht perfekt, wir konnten wenig rotieren in den letzten Wochen. Das merkt man der Mannschaft an“, sagte Lahm. Und nochmal Müller: „Klar, man sehnt sich nach der Winterpause, wir tun uns jetzt ein bisschen schwer.“

Müller kritisch: "Keine Galavorstellung"

Wie gut, dass es reicht, wenn die außergewöhnliche Qualität der Bayern zumindest vereinzelt aufblitzt. Gegen die Lilien war es ein grandioser Weitschuss von Xabi Alonso (40.), der für den standesgemäßen Viertelfinaleinzug sorgte und auch den Triple-Traum weiter leben lässt. „Das war keine Galavorstellung, aber wir können gut damit leben“, sagte Müller, und Neuer fügte hinzu: „Darmstadt wollte nur zerstören, da ist es schwer, das eine oder andere Tor mehr zu schießen.“

Der hessische Außenseiter schien sich dabei noch nicht einmal mit der winzigen Chance auf ein Weiterkommen befasst zu haben. „Als wir die Auslosung gesehen haben, war eigentlich klar, dass wir ausscheiden werden“, sagte Kapitän Aytac Sulu.

Für Trainer Schuster war deshalb vor dem Jahresausklang bei Borussia Mönchengladbach am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) auch der generelle Eindruck wichtiger: „Wie haben Bayern das Leben schwer gemacht. Ich bin stolz, wie sich die Mannschaft nach dem 0:4 gegen Hertha präsentiert hat.“

SID

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