Verlässt er wirklich Barcelona?

Bericht: Messi will wechseln - spielt Guardiola eine Rolle?

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Lionel Messi hat in Spanien derzeit große Probleme - mit seinem Knie und der Steuerfahndung.

München - Lionel Messi und der FC Barcelona - diese Kombination gehört zusammen wie München und das Oktoberfest. Doch offenbar gilt diese Weisheit nicht mehr. Laut einem Medienbericht denkt der Superstar über einen Wechsel nach.

Jeder halbwegs informierte Fußballfan kennt Lionel Messi und seine Geschichte. Dass er als Kind nach Barcelona kam, weil der katalanische Klub die Rechnungen für seine teure Wachstumshormonbehandlung bezahlte. Dass der argentinische Zauberfloh bei den "Blaugrana" unter ihrem damaligen Trainer Pep Guardiola zum absoluten Weltstar aufstieg, der mit seinen Tricks, seinen Toren und seiner Bescheidenheit Millionen Fans rund um den Erdball begeistert. Dass Messi und der FC Barcelona einfach zusammengehören, eine Liaison für die Ewigkeit gewissermaßen.

Drei Klubs an Messi dran?

Doch glaubt man den Angaben eines Berichts der englischen Zeitung "The Sun", könnte nun auch diese eigentlich unumstößliche Weisheit bald Geschichte sein. Denn laut "Sun" denkt Messi darüber nach, den FC Barcelona zu verlassen. Allerdings gilt die "Sun" nicht als sonderlich seriöses Medium, sondern hat auf der Insel eher den Ruf eines Revolverblattes.

2001 kam der "Zauberfloh" im Alter von 14 Jahren zu den Katalanen. Nun, 14 Jahre später, scheint ein Ende der erfolgreichen Zusammenarbeit möglich. Angeblich haben bereits drei Premier-League-Klubs Kontakt zum vierfachen Weltfußballer des Jahres aufgenommen, einer davon sogar zwei Mal in dieser Woche: Manchester City, Manchester United und der FC Chelsea. Drei Topklubs, die auch über das nötige Kleingeld verfügen, um Messi zu bezahlen. Und der Argentinier soll einem Wechsel nicht abgeneigt sein, sondern Bereitschaft geäußert haben, sich die Angebote genauer anzuhören.

Hat Messi keine Lust mehr auf Spanien?

Der derzeit am Knie verletzte Superstar hat in Spanien große Probleme mit dem Finanzamt. Er und sein Vater sollen Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben. Nachdem die Staatsanwaltschaft den Fußballprofi zunächst nicht zur Verantwortung ziehen wollte, haben sich nun Ermittlungsrichter in die Causa eingeschaltet. Dem 28-Jährigen droht im Falle einer Verurteilung sogar eine Hafstrafe. Gut möglich, dass der Zauberdribbler langsam die Lust auf Spanien und den FC Barcelona verliert.

In Barcelona steht Messi noch bis 2018 unter Vertrag, im Kontrakt steht eine - wie in Spanien üblich - festgeschriebene Ablösesumme. In Messis Fall beträgt die Ablöse überirdische 250 Millionen Euro. Eine Summe, die selbst die Mäzene aus der finanzkräftigen Premier League wohl nicht bezahlen wollen. Dazu käme ja auch noch Messis astronomisches Gehalt.

Daher, so spekuliert die "Sun", soll ein Wechsel frühestens 2017 zustande kommen. Dann wäre Messi 30 Jahre alt und die Ablösesumme ein Jahr vor dem Auslaufen des Vertrages in der Realität sicher nicht mehr ganz so hoch. Bei seinen Freunden Sergio Agüero (ManCity) und Cesc Fabregas (Chelsea) erkundet sich Messi laut "Sun" regelmäßig nach der Premier League.

Unter Pep Guardiola erlebte Messi seine beste Zeit

Spielt in Messis Überlegungen auch Pep Guardiola eine Rolle? Unter dem derzeitigen Bayern-Trainer erlebte der Argentinier seine beste Zeit. "Unter ihm bin ich als Fußballer am meisten gewachsen", sagte Messi im Mai. Gemeinsam gewannen sie mit Barca unter anderem drei Mal die spanische Meisterschaft, zwei Mal die Champions League und zwei Mal den spanischen Pokalwettbewerb.

Guardiola zögert seit Monaten mit einer Verlängerung seines 2016 bei Bayern auslaufenden Vertrages. Immer wieder wird der spanische Starcoach mit Manchester City in Verbindung gebracht, wo mit Txiki Begiristain und Ferran Soriano zwei alte Bekannte aus gemeinsamen Barca-Zeiten am Ruder sind.

Kommen Messi und Guardiola also in naher Zukunft wieder bei Manchester City zusammen? Sicher eine These, die mit äußerster Vorsicht zu genießen ist, mit vielen "Wenns" und Abers". Andererseits aber auch eine These, über die Fußballfans eifrig diskutieren können.

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