Reaktionen zum 0:3 in Barcelona

"Wir sind an unsere Grenzen gestoßen"

Barcelona - Nach der 0:3-Pleite in Barcelona sind die Spieler und Verantwortlichen des FC Bayern München zurecht frustriert. Die Reaktionen im Überblick.

Update vom 11. Mai 2015: Insgesamt sechs Gründe haben wir für Sie, warum es der FC Bayern in der Champions League doch noch schafft und im Halbfinal-Rückspiel gegen den FC Barcelona gewinnt. Hier geht es zu den mehr oder weniger ernst gemeinten Thesen.

Manuel Neuer erklärte bei Sky die Entstehung des ersten Gegentors: "Das erste Tor haben wir selber verursacht. Wir haben eigentlich Abstoß. Viele Spieler waren mit dem Schiedsrichter beschäftigt, da hätten wir das Spiel schnell machen können. Wir wollen natürlich unbedingt ein Tor erzielen, damit tut man sich später leichter."

Die Chancen im Rückspiel sieht der Welttorhüter nicht besonders gut: "Man hat das gegen Porto gesehen, aber wir spielen jetzt gegen eine anderen Mannschaft. Wir haben heute nicht viele Chancen bekommen, das müssen wir jetzt sehen."

„Wir haben uns dreimal auskontern lassen. Das ist bitter. Wir hatten unsere Chancen, machen es ihnen aber zu einfach. Das darf uns nicht passieren“, sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm am ZDF-Mikrofon.

Kein Vorwurf an Bernat

Rückkehrer Pep Guardiola kommentierte die herbe Niederlage nüchtern. „Wir waren lange Zeit gut unterwegs, aber dann hat Messi halt mal wieder seine Klasse gezeigt. Er hat schon viele dieser Situationen hervorgerufen, er nutzt seine Chancen. Herzlichen Glückwunsch an Barcelona“, sagte der Bayern-Coach: „Wir werden jetzt mit allen vereinten Kräften in München unser Bestes geben.“ Das Rückspiel findet am kommenden Dienstag statt.

Enttäuscht verlassen die Bayern-Spieler das Spielfeld im Camp Nou.

Matthias Sammer nahm Juan Bernat in Schutz, der vor dem ersten Gegentor den Ball verloren hatte: "Bernat ist ein junger Spieler. Wir sind glücklich, dass er bei uns ist. Aber er hat heute auch gesehen, wo das absolute Weltniveau ist. Aber das muss man einem solchen Spieler auch zugestehen." Überhaupt wirkte der Sportvorstand nach dem Spiel trotzdem sehr ruhig, fast schon entspannt. Brachte da einer gerade die Saison innerlich bereits zum Abschluss? „Ich weiß, was dieses Jahr passiert ist“, sagte der Sportvorstand mit Blick auf die Verletztenmisere. „Ich bin nicht glücklich über dieses Resultat, aber ich bin Realist. Wir sind heute an unsere Grenzen gestoßen. Wir sind jetzt unserem Publikum alles schuldig, aber ich will jetzt nicht irgendwelche Parolen raushauen.“

Drei Fünfer, vier Vierer: Bilder und Noten zur Bayern-Pleite

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Dennoch zeigte sich Sammer frustriert angesichts der hohen Niederlage: "Das ist das einzige, was mich ein bisschen ärgert. Barcelona ist einfach in Topform. Man hat gesehen, dass sich alle bemüht haben, das Ergebnis ist ein bisschen ärgerlich."

Auch ein enttäuschter Thomas Müller äußerte sich am Sky-Mikrofon: "Wir haben gegen eine Mannschaft, die so gute offensive Spieler hat, lange sehr gut verteidigt. Ich hatte das Gefühl, dass wir in der zweiten Halbzeit eher das Heft in der Hand hatten. Auch wenn wir zugeben müssen, dass wir zu wenige Torchancen hatten. Ein 3:0 hab ich lange nicht gesehen. Ich hatte eigentlich kein schlechtes Gefühl. Jetzt müssen wir zusammenstehen und schauen, dass wir uns nicht den schwarzen Peter zuschieben. Dass es so läuft wie gegen Porto ist nicht zu erwarten, aber wir werden bis zur letzten Sekunde in München alles geben."

Die Partie im Ticker nachlesen!

sr/dpa/sid

Rubriklistenbild: © MIS

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