Kooperation mit anderem Verein als Lösung?

FC Bayern: Was ein Abstieg der U23 für den Rekordmeister bedeuten würde

Armindo Sieb hat sich in der 3. Liga entwickelt.
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Armindo Sieb hat sich in der 3. Liga entwickelt.

Der Abstieg der U23 des FC Bayern in die Regionalliga wäre ein großer Rückschritt. Eine Kooperation mit einem ausländischen Klub könnte den Absturz abfedern.

München – Noch gibt es einen letzten Strohhalm, an den sich die Amateure des FC Bayern klammern. Nach dem 2:2 im Derby gegen den TSV 1860 beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer drei Punkte. Bei einem verbliebenen Spieltag in der 3. Liga sind die Chancen auf den Klassenerhalt also äußerst gering. Unsere Zeitung erklärt, was der Abstieg in die Regionalliga Bayern für den Unterbau des deutschen Rekordmeisters bedeuten würde.

Vor knapp zwei Jahren war der Jubel im Grünwalder Stadion riesengroß, der FC Bayern* hatte nach acht Jahren die Rückkehr Regionalliga in die dritthöchste Spielklasse perfekt gemacht. Der damalige Präsident Uli Hoeneß sagte: „Es ist unheimlich wichtig für uns, dass die zweite Mannschaft jetzt wieder in der 3. Liga spielt, weil der Sprung zu den Profis nicht mehr so groß ist. Das ist für die Entwicklung der Jungs ein wichtiger Schritt.“

FC Bayern II: Abstieg in die Regionalliga wäre ein Rückschritt

Dementsprechend wäre der Absturz in die Regionalliga ein klarer Rückschritt für den Club. Vielversprechende Talente wie Christopher Scott, Armindo Sieb oder Torben Rhein (alle 18) konnten sich in der 3. Liga gegen teils sehr erfahrene Kicker an den körperlich anspruchsvollen Erwachsenenfußball gewöhnen. Ob diese Spieler auch eine Etage tiefer adäquat gefördert würden, ist zumindest fraglich. 

Wohl auch deshalb dachten die Münchner über eine Kooperation mit dem österreichischen Erstligisten SKN St. Pölten nach. Nach Infos unserer Zeitung war eine Zusammenarbeit ein realistisches Szenario. Noch ist aber unklar, ob die Niederösterreicher in Österreichs höchster Spielklasse bleiben. Als Tabellenletzter muss der Club in die Relegation. Das scheint den VfL Wolfsburg nicht zu stören: Vor einer Woche beschlossen die Wölfe eine Kooperation mit St. Pölten. Für Bayern ist die Tür damit zu.

Sucht der FC Bayern nach einem Kooperationspartner in Österreich?

Der österreichische Fußball hat stark an Ansehen gewonnen. Bayerns Campus-Leiter Jochen Sauer schätzt die Liga auch wegen seiner Vergangenheit bei RB Salzburg (2012 bis 2017). Ihm gefällt, dass es in Österreich keine U 19 gibt, sondern die Nachwuchskicker nach der U 18 in den Herrenbereich aufrücken. Davon profitierte einst auch Bayern-Neuzugang Dayot Upamecano* (für 42,5 Millionen Euro von RB Leipzig*). Der Verteidiger absolvierte in Salzburg bereits mit 18 Jahren zahlreiche Partien.

Nicht auszuschließen, dass sich die Bayern nach einem anderen Kooperationspartner in Österreich umschauen. Aktuell spielen mit Taylor Booth (19, St. Pölten) und Alex Timossi Andersson (20, Austria Klagenfurt) bereits zwei FCB-Talente leihweise im Nachbarland. (jau, pk)

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