Noten für Mittelfeld und Angriff

FCB-Abschlusszeugnis: So schneiden Götze und Co. ab

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Bastian Schweinsteiger (l.) und Mario Götze lieferten in der abgelaufenen Saison unterschiedliche Leistungen ab.

München - Die Bayern-Spieler befinden sich längst im wohlverdienten Urlaub. Wir werfen aber noch einmal einen Blick zurück auf die abgelaufene Saison. Das großes Abschlusszeugnis für die Bayern-Stars. Heute: Mittelfeld und Angriff.

Die abgelaufene Bundesliga-Spielzeit hat der FC Bayern mit dem Gewinn der 25. Deutschen Meisterschaft abgeschlossen. In Pokal und Champions League scheiterte der deutsche Rekordmeister jeweils erst im Halbfinale. Sport-Vorstand Matthias Sammer bewertete die Saison mit einer 2+. Wie schaut's mit den Noten der einzelnen Spieler aus? Wir haben die Leistung der einzelnen Akteure unter die Lupe genommen und benotet. Heute geht es um Mittelfeld und Angriff. Teil II mit Abwehr und Torwart folgt in den kommenden Tagen.

Philipp Lahm: Den Kapitän setzte eine Sprunggelenkfraktur von November bis März außer Gefecht. Eine Zäsur in seiner bis dahin starken Saison. Die WM-Strapazen ließ sich der 31-Jährige nie anmerken und präsentierte sich als echter Leader. Doch nach dem Comeback musste er der langen Pause Tribut zollen. Seinen Aktionen fehlte die gewohnte Leichtigkeit – nicht nur beim Elfmeter-Ausrutscher im Pokal gegen den BVB. Immerhin fand Lahm nach einer Pendler-Saison zwischen Abwehr und Mittelfeld diesmal in der FCB-Schaltzentrale seine neue Heimat. Note: 2-

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Sebastian Rode: 35 Saisoneinsätze hätten dem ehemaligen Frankfurter in seiner ersten Bayern-Saison wohl nur wenige Fans zugetraut. Dabei profitierte der 24-Jährige auch vom Verletzungspech der namhaften Teamkollegen im defensiven Mittelfeld. Er verrichtete seinen Job unaufgeregt und souverän. Rode ist laut eigener Aussage "rundum zufrieden" - wir eigentlich auch. Note: 2-

Xabi Alonso: Mit großem Tamtam präsentierte der FCB den Weltmeister von 2010 als Zugang. Akklimatisierung scheint für den 33-Jährigen ein Fremdwort zu sein – Alonso funktionierte auf dem Feld vom ersten Tag an. Mit neuen Rekordwerten in Sachen Ballaktionen ließ er Fachleute und Fans staunen, am 6. Spieltag beim 2:0 in Köln war der Ex-Real-Profi satte 204 Mal an der Kugel. In der Rückrunde baute er deutlich ab, patzte etwa bei der 1:3-Pleite in Porto schwer und vergab seinen Elfer im Pokal gegen Dortmund leichtfertig. Note: 2-

Bastian Schweinsteiger: Kein anderer Bayern-Profi hatte so sehr mit den Nachwirkungen der WM zu kämpfen. Erst Ende November bestritt der "Vize-Kapitän" sein erstes Pflichtspiel – vorher hatten ihn Patellasehnenprobleme mattgesetzt. Der 30-Jährige fand denn auch nie zu seiner brillanten Form von Brasilien, musste dennoch - in Lahms Abwesenheit - Verantwortung übernehmen. Mit seinen wichtigen Toren in Mainz und gegen Hertha BSC unterstrich Schweinsteiger einmal mehr, dass der Rekordmeister auf ihn zählen kann - gerade wenn's drauf ankommt. Note: 3

Thiago Alcantara: Die Saison des Spaniers mit brasilianischen und italienischen Wurzeln begann erst, als die Meisterschaft quasi eingetütet war. Seine Sternstunden erlebte der 24-Jährige in der Champions League gegen Porto: Im Hinspiel erzielte er das wichtige Auswärtstor, den rauschenden Abend sechs Tage später beim 6:1 leitete Thiago mit einem Kopfballtreffer (!) ein. Note: 2-

Pierre-Emil Höjbjerg: Das dänische Mittelfeld-Talent stagnierte in der Entwicklung und kam trotz aller Verletzungsprobleme im FCB-Mittelfeld kaum zum Zug. Nur zweimal beorderte Pep Guardiola den 19-Jährigen in die Startelf. In der Rückrunde ließ sich Höjbjerg nach Augsburg ausleihen, um Spielpraxis zu sammeln. Er steht nun vor seiner persönlichen Saison der Wahrheit an der Säbener Straße. Note: 3-

Gianluca Gaudino: Schon beim Supercup in der Saisonvorbereitung zauberte Pep Guardiola den Sohn des ehemaligen Nationalspielers Maurizio Gaudino aus dem Hut. Der 18-Jährige dankte es dem Trainer anschließend mit ansprechenden Leistungen. Von seiner Statur her kann er ein Lieblingsspieler des Katalanen werden. Den ersten Schritt hat der U19-Nationalspieler bereits gemacht. Note: 3+

Mitchell Weiser: Im Frühjahr teilten die FCB-Bosse dem Sohn des Ex-Bundesligaprofis Patrick Weiser mit, dass er im Sommer Servus sagen müsse. Zu selten hatte der 21-Jährige sein Talent unter Beweis stellen können. Das vermeintliche Aus in München beflügelte Weiser jedoch so richtig. In der Liga beackerte er in den letzten sieben Spielen die rechte Außenbahn, war beim Pokal-Aus gegen Dortmund 120 Minuten auf dem Platz. Die Hoffnung auf einen neuen Vertrag lebt. Note: 3

Mario Götze: Der WM-Final-Held verzückte die Bayern-Fans Spiel für Spiel – allerdings nur bis Anfang November. Neun Tore erzielte Götze in seinen ersten 15 Einsätzen nach dem furiosen Brasilien-Trip. Doch seither ist der Wurm drin. In der Rückrunde wirkte es teilweise, als habe sich sein kleiner Bruder Felix ins Profi-Trikot verirrt – wobei der ebenfalls hochtalentierte 17-Jährige in der FCB-Jugend kickt. Die Dribblings des 22-Jährigen trieben keinem Gegenspieler mehr Schweißperlen auf die Stirn, zu vorhersehbar waren Götzes Aktionen. Selbst in der größten Verletzungsnot des FC Bayern blieb ihm teilweise nur die Jokerrolle. Gegen Barca durfte er 14 Minuten mitmischen. Wie lange läuft seine persönliche FCB-Uhr noch? Note: 3,5

Franck Ribery: Der kleine Franzose erlebte eine Spielzeit zum Vergessen. Zunächst streikte seine Patellasehne, zu Jahresbeginn bereitete der Oberschenkel Probleme und seit Mitte März setzt das schmerzende Sprunggelenk den 32-Jährigen außer Gefecht. Ribery äußerte zuletzt öffentlich, dass ihn seine Lage frustriere. Denn wie und wann er auf den Platz zurückkehren kann, ist nicht abzusehen. Ach ja: In seinen 23 Saisoneinsätzen war er an 19 Treffern direkt beteiligt. Chapeau! Note: 2-

Xherdan Shaqiri: Der kleine Kraftwürfel aus der Schweiz blieb auch in seiner dritten Saison in München klar im Schatten von Arjen Robben und Franck Ribery. Dass ihm das nicht schmeckte, ließ er Verantwortliche und Fans mehrmals via Interviews wissen. Im Winter brach der 23-Jährige schließlich seine Zelte beim FCB ab und wechselte zu Inter Mailand. Note: 4-

Sinan Kurt: Für Schlagzeilen sorgte der U19-Nationalspieler vor allem, weil er seinen Transfer aus Gladbach im vergangenen Spätsommer öffentlich forcierte. Dafür verlief seine Saison an der Säbener Straße deutlich unaufgeregter. Trainer Pep Guardiola brachte Kurt nur beim 1:0 über Hertha BSC für eine Hälfte. Ansonsten verdingte sich der 18-Jährige seine Zeit in der Regionalliga und bei den Junioren. Keine Bewertung

Arjen Robben: Es hätte sein Jahr werden können. In allen Wettbewerben trumpfte der pfeilschnelle Niederländer auf – trotz leichter Wehwehchen nach der WM. Mit 17 Treffern bis zum 23. Spieltag war Robben auf dem besten Weg, sich die Torjägerkanone zu sichern. Doch dann riss ein Bauchmuskel und beim Comeback im Pokal gegen Dortmund nach wenigen Minuten eine Muskelfaser in der linken Wade. Ein Schock für den 31-Jährigen, aber auch für den ganzen Verein. Das Aus in der Champions League erlebte er von der Tribüne und wurde auf dem Feld schmerzlich vermisst. Note: 1,5

Thomas Müller: Der Müller funktioniert immer! Während sich nahezu jeder FCB-Profi mit mindestens einer Verletzung herumplagte, fehlte der 25-Jährige nur beim 0:2 in Leverkusen – weil Trainer Pep Guardiola seinen Dauerrenner schonte. In der Champions League gelang dem gebürtigen Weilheimer ein Meilenstein: Mit aktuell 27 Treffern steht er an der Spitze aller deutschen Spieler. Der 6:1-Gala-Abend gegen Porto trägt dank eines Treffers und zwei Torvorlagen auch seine Handschrift. Allein in der Bundesliga sammelte Müller 27 Scorer-Punkte, schnürte einen Dreier- und zwei Doppelpacks. Note: 1,5

Robert Lewandowski: So kann es weitergehen. 17 Bundesliga-Treffer bedeuten für den Polen gemeinsam mit Arjen Robben Platz eins in der vereinsinternen Torschützenliste. Dabei stand Lewandowski aber immerhin 31 Mal auf dem Platz. Dass er nicht nur den Gegnern einschenken, sondern auch einstecken kann, bewies der frühere Dortmunder ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein. Beim Pokal-K.o. hielt der 26-Jährige trotz einiger Gesichtsfrakturen nach einer unbeabsichtigten Faustattacke von Mitch Langerak durch und meldete sich auch in den folgenden Partien einsatzbereit. Stark! Note: 1,5

Claudio Pizarro: Der Oldie im Team gab mehr denn je den Standby-Profi. Ganze zwei Startelf-Einsätze gönnte Trainer Pep Guardiola dem Peruaner. Sein einziges Tor gelang Pizarro beim 4:1 in der ersten Pokalrunde bei Preußen Münster. Note: 4

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