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Timo Kern schenkt Aufstieg noch nicht ab: „Wir müssen auch mal 1:0 gewinnen“

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Von: Dominik Mittermaier

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U23-Bayern-Kapitän Timo Kern im Interview.
U23-Bayern-Kapitän Timo Kern im Interview. © Sven Leifer/Imago

Der FC Bayern II hat in allen fünf Regionalligen mit 73 Toren nach 24 Spielen die meisten Tore erzielt. Kann die Bayern-Tormaschinerie Bayreuth noch vom Thron stürzen?

München - 3,04 Tore pro Spiel. Das ist die atemberaubende Offensiv-Bilanz des FC Bayern München* II zur Winterpause. Nur der Tabellendritte Schweinfurt hat mit 69 Toren eine annähernd starke Offensiv-Power. Trotzdem führt die SpVgg Bayreuth aktuell die Regionalliga Bayern an. Grund dafür sind die wenigen Gegentreffer, die der Tabellenerste bisher fangen musste. Acht Gegentore weniger kassierte die ‚Oldschdod‘. Auch wenn die Münchner die beste Tordifferenz besitzen, steht Bayreuth mit vier Zählern vor den Bayern.

Mittelfeld-Routinier Timo Kern erklärt gegenüber dem BFV, warum Bayreuth momentan noch die Nase vorn hat: „Sie spielen einfach oft zu null und gewinnen auch gut und gerne mal dreckig“. Die Anzahl der Gegentore sei bisher der größte Makel gewesen. Es sei aber auch völlig normal, dass bei einem so jungen Team die individuelle und kollektive Leistung Schwankungen erfährt, weil sich die Gegner im Laufe der Zeit auf die Spielweise einstellen. Dennoch glaubt die Nummer zehn der Amateure, dass der Titelkampf noch lange nicht abgeschrieben ist. „Wenn wir an unseren Schwächen arbeiten und weiterhin unseren Fußball spielen, glaube ich, dass wir jedes Spiel gewinnen können“, gibt sich der 31-Jährige selbstbewusst.

„So viele Fehler machen, wie sie wollen.“

Timo Kern erklärt das Offensivspiel der kleinen Bayern.

Die Spielidee von Trainer Martín Demichelis sei auch ein entscheidender Faktor für die offensive Durchschlagskraft gewesen. Dominierender Ballbesitzfußball und mutiges Spiel nach vorne sei der Schlüssel zum Erfolg. Mit Ball dürfen die Akteure auf dem Feld „so viele Fehler machen, wie sie wollen“, solange die Bereitschaft besteht, diese mit der nötigen Gier wieder zu korrigieren, betont der Argentinier laut Kern immer wieder. Dennoch muss in der Rückrunde mehr Konzentration darauf gelegt werden, dass hinten die Null steht: „Wir müssen und dürfen auch mal nur 1:0 gewinnen“.

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Für die Toreflut waren unter anderem die 18-jährigen Youngster Gabriel Vidovic und Nemanja Motika verantwortlich. Die meisten Scorerpunkte holte bisher Oliver Batista Meier, der die Münchener im neuen Kalenderjahr in Richtung Dresden verlassen hat. Damit fehlt den Bayern zukünftig eine essenzielle Stammkraft, die jede Menge Tore garantierte. Der 20-Jährige verpasste keine einzige Partie und erzielte dabei 12 Treffer sowie zehn Vorlagen. Für Kern jedoch kein Grund zur Sorge: „Wir fungieren als Team.“ (Dominik Mittermaier) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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