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„Jungs, ich hab’ euch was zu sagen“ - Neue Amazon-Doku zeigt Flick-Abschied vom FC Bayern

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Der FC Bayern ist nach eigenem Selbstverständnis eine große Familie. Mit der neuen Amazon-Doku werden aber auch alle Fans angesprochen, die nicht mit dem Rekordmeister fiebern.

München - Den Stars und Verantwortlichen des FC Bayern wurde am Montagabend im Arri Kino der rote Teppich ausgerollt. Vor Ort waren u.a. Thomas Müller, Manuel Neuer, Präsident Herbert Hainer, Vorstands-Boss Oliver Kahn, Sportvorstand Hasan Salihamidzic, Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Ex-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

Grund: Die Weltpremiere von „FC Bayern - Behind the Legend“. Ab 2. November ist die sechsteilige Dokumentation über den deutschen Rekordmeister bei Amazon Prime zu sehen.

Manuel Neuer (l.) und Thomas Müller stehen vor einer Sponsorenwand und lachen
Gut gelaunt zur Premiere: Manuel Neuer (l.) und Thomas Müller vertraten die Mannschaft des FC Bayern im Arri Kino. © imago images/Sven Simon

Amazon-Doku über FC Bayern: Hainer verspricht „tiefen Einblick in Klub“

„Ich kann nur jedem raten, sich die Doku anzugucken. Ich finde es unheimlich interessant und spannend. Man kriegt einen tiefen Einblick in den FC Bayern, wie er entstanden ist, wie er funktioniert, wo dieses Mia san Mia herkommt“, betonte Präsident Herbert Hainer.

Schon im Vorfeld sind schon einige Szenen durchgesickert. Wie beispielsweise der Abschied von Trainer Hansi Flick. „Jungs, ich hab’ euch was zu sagen“, sagt ein blasser Flick an jenem 17. April 2021 in der Wolfsburger Kabine zu seiner Bayern-Mannschaft und blickt in fragende Gesichter. Er sei, meint Flick, „wie soll ich sagen, am Ende“. Die Stars wirken geschockt.

Der überraschende Abschied des Trainers von seinen Spielern ist die erste Szene der neuen TV-Doku, die den FC Bayern so privat wie noch nie zeigen will. Das liegt am Anspruch der Macher um Regisseur Simon Verhoeven („Männerherzen“), Chefkameramann Nepomuk V. Fischer und Produzent Quirin Berg („Das Leben der Anderen“).

Amazon-Doku über FC Bayern: Analyse auf dem Platz und Torjägertipps auf polnisch

Ausgehend vom totalen Triumph mit dem Triple 2020 gehen sie in der darauffolgenden Spielzeit 2020/21 der Frage nach: „Was ist der FC Bayern?“ Interessant auch für Zuschauer, die es nicht mit dem FC Ruhmreich halten, sind die Blicke ins Allerheiligste. Wenn die Stars nach dem sechsten Titel bei der Klub-WM noch auf dem Platz in die Analyse gehen. Wenn Co-Trainer Miroslav Klose in der Kabine Robert Lewandowski Tipps auf Polnisch gibt. Oder wenn der frisch gekürte Weltfußballer mit seiner Mama („Ruh’ dich aus!“) telefoniert.

Kameramann Fischer war täglich bei der Mannschaft. „Es ist, als wärst du der Neue in der Schule“, sagt er über die ersten Tage. Bald aber sei er nicht mehr der Filmemacher gewesen, „sondern ein Mensch - und das sind zwar alles Stars, aber auch keine Maschinen“.

Mehrere Bayern-Spieler sind im Fitnessraum und reißen die Arme hoch
Blick hinter die Kulissen: Der FC Bayern hat einen Kameramann für eine Amazon-Doku ins Allerheiligste vorgelassen. © Screenshot Amazon

Amazon-Doku über FC Bayern: Klub will mit Serie „weltweite Reichweite“ steigern

Und so will sie Regisseur Verhoeven auch zeigen. „Der FC Bayern war sehr mutig, Nepomuk kam sehr, sehr nah ran“, sagt er. Manchmal habe er die Kamera zwar „bewusst runtergenommen“, es seien aber auch „ungeschliffene Momente“ zu sehen - wie bei Hasan Salihamidzic, den die Macher für das Spiel gegen Dortmund verkabelten. Der FC Bayern erhofft sich, mit der Reihe seine „weltweite Reichweite, Relevanz und Strahlkraft“ zu steigern. (pk, bok)

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