Katalonien: Madrid will Regionalregierung absetzen

Katalonien: Madrid will Regionalregierung absetzen

Lewandowski und Müller sollen bleiben

Ancelottis Forderungen an Bayern - bei Alaba könnte es eng werden

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Pep Guardiola geht im Sommer, Carlo Ancelotti übernimmt beim FC Bayern.

München - Guardiola verlässt im Sommer den FC Bayern in Richtung England. Nicht nur Fans fürchten, dass der Spanier einige Stars zu ManCity lockt. Auch Nachfolger Ancelotti will einen Ausverkauf verhindern.

Als Carlo Ancelotti im Februar in München weilte, ging es natürlich nicht nur darum, eine passende Unterkunft für den Italiener zu finden, der ab Sommer das Traineramt beim FC Bayern übernimmt. Während des Treffens mit dem FCB-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge soll "Carletto" dem Bayern-Boss auch übermittelt haben, wie er sich den Kader des Rekordmeisters in der kommenden Saison vorstellt. Offenbar hat auch der Italiener Befürchtungen, dass Pep Guardiolas Abgang eine mehr oder minder große Abwanderungswelle nach sich ziehen könnte.

Rummenigge zerstreute Ancelottis Befürchtungen

Wie die spanische Zeitung Mundo Deportivo berichtet, soll Ancelotti während der Zusammenkunft mit Rummenigge gefordert haben, Robert Lewandowski und Thomas Müller auf jeden Fall zu halten und nicht an Real Madrid beziehungsweise Manchester United zu verkaufen. Die beiden seien zentrale Bausteine des Systems, mit der er künftig bei Bayern spielen lassen wolle. In Sachen Knipser-Duo soll Rummenigge aber schnell die Ängste des Trainers zerstreut haben. "Bayern ist kein Verkäufer-Verein, ganz im Gegenteil", wird der Vorstandsboss zitiert.

Zuletzt wurden Spekulationen laut, wonach Torjäger Lewandowski auf dem Weg zu Real Madrid sei. Zudem wurde Pep Guardiola unterstellt, er wolle Welttorwart Manuel Neuer zu Manchester City locken. Und dass Müllers mitunter unkonventionelle, aber stets erfolgreiche Fußballkünste auf der Insel gefragt sind, ist ebenfalls kein Geheimnis.

Doch sollte Rummenigge tatsächlich die zitierte Aussage getätigt haben, darf Ancelotti nicht nur auf den Verbleib der Topstars rechnen, sondern sogar noch neue dazu holen. Allerdings, so Mundo Deportivo, bestehe nicht bei den Genannten die größte Gefahr auf einen Abgang, sondern bei David Alaba.

Spanier sehen Alaba auf dem Sprung zum FC Barcelona

Der junge Österreicher, der aufgrund seiner Flexibilität, seines überragenden Spielverständnisses und seiner körperlichen Vorzüge (herausragender linker Fuß, starkes Zweikampfverhalten) bei so ziemlich allen europäischen Topklubs auf dem Wunschzettel steht, soll nachhaltig vom spanischen Tabellenführer fC Barcelona umworben werden. Zuletzt saß Barca-Sportdirektor Ariedo Braida beim Liga-Gipfel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern auf der Tribüne des Signal Iduna Parks. Angeblich sei die Zuversicht bei den Katalanen gestiegen, dass Alaba demnächst zusammen mit Lionel Messi auf dem Platz steht. Woraus sich die Zuversicht nährt, verschweigen die Spanier allerdings. Dafür wollen sie die Schmerzgrenze des FC Bayern im Fall Alaba kennen: Nicht unter 60 Millionen Euro Ablöse will der Rekordmeister demnach kassieren.

Die Vertragsverhandlungen zwischen dem Klub und Alaba über eine vorzeitige Verlängerung des aktuell bis 2018 gültigen Vertrags sind ins Stocken geraten. Der Spieler hatte zuletzt mehrfach betont, dass er lieber im zentralen Mittelfeld spiele statt auf der Außenbahn oder in der Innenverteidigung. Gleichzeitig erklärte der 24-Jährige: "Jeder, der mal bei Bayern war, weiß, wie gut der Klub ist. Dass man sich hier wie in einer Familie fühlt. Jeder Spieler hier ist dankbar, für Bayern spielen zu dürfen. München ist ein sehr, sehr gutes Pflaster für mich."

Sieht also alles so aus, als könnte Carletto ab Sommer beim FC Bayern  tatsächlich mit seinem Wunschkader arbeiten.

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