Mögliche Verstärkung für die Abwehr

Chelsea-Star im Visier der Bayern?

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Branislav Ivanovic kam im Januar 2008 von Lokomotive Moskau an die Stamford Bridge.

München - Es gibt nur sehr wenige Schwachstellen in Bayerns Kader. Wenn überhaupt, gibt es in der Defensive Anlass für eine Kaderauffrischung. Dazu passt die Meldung, wonach Pep Guardiola ein Auge auf einen Chelsea-Verteidiger geworfen hat.

Spätestens, als Dante beim Gastspiel in Hannover nach einer halben Stunde und dem Stellungsfehler vor dem 1:0 der 96er vorzeitig vom Feld musste, war klar: Pep Guardiola ist nicht zu 100 Prozent überzeugt von den Qualitäten des Brasilianers. Stefan Effenberg wertete die Auswechslung als Fingerzeig für Dantes (nicht vorhandene) Zukunft an der Säbener Straße. "Beim FC Bayern wird das Kapitel Dante im Sommer beendet sein, wenn man so reagiert nach 30 Minuten", urteilte der Sky-Experte.

Guardiola will Ivanovic als Dante-Ersatz

Ohne Ersatz wird man Dante allerdings sicherlich nicht ziehen lassen. Wie der englische "Daily Star" berichtet, hat Guardiola die Angel nach Branislav Ivanovic ausgeworfen. Der 31-jährige Serbe steht noch bis Sommer 2016 beim englischen Tabellenführer FC Chelsea unter Vertrag. Neben den Bayern ist auch Paris St. Germain an den Diensten des Serben interessiert. Angeblich liegt Chelseas Schmerzgrenze jenseits der 20-Millionen-Euro-Grenze.

Der groß gewachsene Ivanovic kann sowohl im Abwehrzentrum als auch auf der rechten Verteidigerposition mit Drang nach vorne spielen. Herausstechende Merkmale des Serben: Zweikampfstärke, Kompromisslosigkeit, herausragendes Kopfballspiel sowie fulminante Freistöße.

Chelsea-Coach Jose Mourinho würde Ivanovic zwar gerne behalten, er schätzt die Dienste des rustikalen Verteidigers, auch als Vorbild für die jüngeren Spieler im Team. Die Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung liegen allerdings auf Eis. Sollten die "Blues" noch Geld für ihren Abwehrmann kassieren wollen, wäre ein Transfer im Sommer fällig. Darüber hinaus halten sich hartnäckig die Meldungen, wonach Mourinho seinen einstigen Schützling Raphael Varane von Real an die Stamford Bridge locken will.

Badstuber und Boateng - und dann?

Klar ist: In der Bayern-Abwehr herrscht Handlungsbedarf. Zwar besitzt der Rekordmeister mit Jerome Boateng und Holger Badstuber zwei herausragende Defensivleute, doch dahinter wird die Luft schon dünn. Medhi Benatia, vergangenen Sommer für viel Geld vom AS Rom verpflichtet, bringt zwar das Element des starken Zweikämpfers und kopfballstarken Verteidigers ein, scheint aber immer noch nicht im System von Guardiola angekommen. Zudem plagen den Marokkaner immer wieder kleinere Verletzungen - ein Indiz, dass er mit dem Tempo und Spielrhythmus des FC Bayern (noch) überfordert sein könnte.

Offen ist außerdem, wie der langzeitverletzte Javi Martinez nach seinem Quasi-Totalschaden im Knie wieder zurückkommt. Falls er zu seiner Bestform zurückfindet, wäre der Spanier sicherlich auch ein Anwärter auf einen Platz in der Abwehrzentrale - und der FC Bayern könnte sich einen zweistelligen Millionenbetrag für einen 31-jährigen Verteidiger sparen.

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