Hohe Ablöse und irres Gehalt

Über 100 Millionen! Steigt Bayern aus di-Maria-Poker aus?

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Sein Fußballherz hat einen teuren Preis: Angel di Maria.

München - Der Millionendeal mit Douglas Costa ist in trockenen Tüchern. Die Transferaktivitäten des FC Bayern sind aber noch nicht beendet. Objekt der Begierde: Angel di Maria von Manchester United. Doch der Argentinier kostet Unsummen.

Klar, Superstars sind nicht billig. Es sei denn, man zieht sie im eigenen Nachwuchs heran. Dann kosten die Topspieler eben "nur" ein hohes Gehalt. Doch wenn man, wie der FC Bayern aktuell, seinen hochkarätigen Kader weiter verbessern will, muss man tief in die Tasche greifen. Siehe Douglas Costa: Der brasilianische Neuzugang von Schachtjor Donezk kostete den deutschen Rekordmeister allein 30 Millionen Euro an Ablöse. Hinzu kommen noch die Gehaltskosten für die kommenden fünf Jahre - bis 2020 läuft das Arbeitspapier des 24-jährigen Flügelspielers.

Gesamtpaket für di Maria würde über 100 Millionen kosten

Ein anderes Kaliber stellt Angel di Maria dar. Der Argentinier gilt als einer Wunschspieler der Bayern-Bosse, der Technische Direktor Michael Reschke erkundigte sich bereits bei di Marias aktuellem Arbeitgeber Manchester United nach den Konditionen, die einen Transfer des 27-Jährigen nach München möglich machen könnten. Wie die "Bild" berichtet, würde ein Transfer des auf beiden Außenbahnen einsetzbaren Topstars mindestens 50 Millionen Euro Ablöse kosten. Drunter machen es die ManU-Bosse nicht. Vize-Präsident Ed Woodward, der bei den Engländern das Transfergeschehen bestimmt, ist gar nicht so scharf drauf, di Maria, den er vor einem Jahr für 75 Millionen Euro von Manchester United loseiste, wieder abzugeben. Schlechte Karten also für die Bayern, um den Preis zu drücken.

Zu den 50 Millionen "Schmerzensgeld" für den abgebenden Verein müssten die Münchner auch noch einen ordentlichen Batzen Gehaltskosten stemmen. Angeblich möchte di Maria gerne 14 Millionen verdienen - pro Jahr, versteht sich. Das macht bei einem anvisierten Vierjahresvertrag also nochmal 56 Millionen Euro. Insgesamt würde der Argentinier damit mehr als 100 Millionen Euro kosten - und diesen Wahnsinn wollen die Bayern-Bosse offenbar nicht mitmachen.

Leistung und Preis stimmen nicht überein

Erstens tummeln sich unter den Bayern-Stars bereits sieben Akteure, die im zweistelligen Millionenbereich kassieren. Und Rummenigge und Co. wollen diese Zahl der Topverdiener eigentlich nicht noch steigern.

Zweitens entspricht die hohe Ablösesumme nicht wirklich den aktuellen Leistungen di Marias. Zwar trumpft er derzeit bei der Copa America mit Argentinien auf, traf unter anderem doppelt im Halbfinale gegen Paraguay. Doch in der abgelaufenen Saison erzielte er in 27 Ligaspielen lediglich drei Treffer, ManU-Coach Louis van Gaal ist unzufrieden mit den Vorstellungen des Topstars, bei laut transfermarkt.de angeblich sogar einen Marktwert von 65 Millionen Euro haben soll.

Sieht also ganz aus, als würde sich der FC Bayern aus dem Transferpoker verabschieden und di Marias Zukunft nicht an der Säbener Straße liegen. Es sei denn, die Engländer geben bei ihren finanziellen Forderungen noch entscheidend nach...

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