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Robben nach Auswechslung: „Entscheidung des Trainers muss man nicht akzeptieren, aber...“

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Von: Andreas Knobloch

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01.09.2018, Fussball 1. Bundesliga: Stuttgart - Bayern München
Arjen Robben mit Trainer Kovac. © MIS / Renate Feil/M.i.S.

Der FC Bayern München ist gut aus den Startlöchern gekommen. Trainer Niko Kovac hat ein Luxusproblem: Viele Spieler, zu wenig Kaderplätze. Stiftet das Unruhe?

Stuttgart - Die Bayern haben einen makellosen Saisonstart hingelegt. Mit dem 3:0 in Stuttgart (Ticker zum Nachlesen) hat Niko Kovac die Münchner auf die gewohnt souveräne Spur gebracht. Im Gegensatz zu den Konkurrenten aus Schalke oder Leverkusen dürfte also heile Welt sein in der Landeshauptstadt. Oder nicht? Den mit tollen Ergebnissen gehen auch knallharte Entscheidungen des Trainers einher. Denn nicht jeder kann spielen und muss auch mal für einen Mitspieler weichen. 

„Wir haben Weltklasse-Spieler, es ist jede Woche schwer, Spieler zu Hause zu lassen. Jede Entscheidung tut mir weh, aber ich kann nicht jeden spielen lassen. Als Trainer muss ich Entscheidungen treffen. Aber wir werden noch so viele Spiele haben. Für jeden einzelnen tut es mit leid, aber es werden viele Spieler ihre Spiele machen“, so Kovac nach dem Match. Sandro Wagner und Renato Sanches durften gar nicht erst mit. Arjen Robben und Franck Ribéry wurden ausgewechselt und waren damit überhaupt nicht einverstanden. 

FC Bayern: Arjen Robben: „Die Entscheidung des Trainers muss man nicht akzeptieren“

„Wir hatten heute 18 Spieler im Kader und zwei, drei zu Hause, sie alle können spielen und meinen, dass sie spielen müssen. Die Entscheidung des Trainers muss man nicht akzeptieren, man darf ruhig nicht einverstanden sein, aber man muss sie respektieren“, findet der Niederländer deutliche Worte in der Montagsausgabe des Kicker, relativiert sie aber: „Das hat man doch gesehen, es ist alles okay. Auch mit mir und dem Trainer ist alles okay“. Auch wenn es immer wieder Enttäuschungen gäbe, sei die Einstellung der Spieler super. „Das wird nicht einfach, aber wir müssen da zusammenhalten“, so Robben. 

Sein Gegenüber auf der anderen Seite ist Ribéry, der auch sichtlich enttäuscht von seiner Auswechslung war. Kovac sieht dabei allerdings kein Problem mit dem Franzosen. „Franck zieht eine ernste Miene auf und du denkst, der ist richtig sauer, aber kurze Zeit später lacht er schon wieder. Er ist ein Scherzkeks“, so der Trainer. 

Die Saison ist bekanntlich noch lang und es werden alle Spieler gefordert sein. Das betont auch Kovac immer wieder. Die Torschützen Thomas Müller und Leon Goretzka finden den Konkurrenzkampf wichtig. „Bei der Konkurrenzsituation bei uns muss jeder liefern. Man ist heiß zu zeigen, welche Qualitäten man hat“, so Müller. „Es gibt schon eine Hierarchie in der Mannschaft und das ist wichtig. Aber ich kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen. Die haben mich super aufgenommen und nur wenn man sich wohlfühlt, kann man auch Leistung bringen“, sagt Goretzka, der sein erstes Pflichtspiel-Tor im Bayern-Dress schoss

ank

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