"Weil er mich nicht wollte"

Böser Aussetzer: Vidal nennt Sportdirektor "Ar***loch"

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"From Arturo with love" - für Sportdirektor Pantaleo Corvino hatte Bayerns Arturo Vidal wenig Herzerwärmendes parat.

München - Seine sportliche Qualität ist unbestritten, doch abseits des Platzes hat sich Arturo Vidal bereits den ein oder anderen Fehltritt erlaubt. Wie nun bekannt wurde, zeigte der Chilene im Rahmen seines Wechsels zum FC Bayern ein weiteres Mal schlechtes Benehmen.

Bei der Vorstellung von Arturo Vidal geriet Matthias Sammer regelrecht ins Schwärmen: "Wie er Fußball spielt, finde ich beeindruckend, es ist was Besonderes." Speziell von den spielerischen Qualitäten des Neuzugangs ist der Sport-Vorstand des FC Bayern angetan. "Arturo Vidal verkörpert die Komplexität in Person. Er ist physisch stark, hat Kraft in seinem Spiel, ist taktisch flexibel."

Für 37 Millionen hatten die Münchner den 28-jährigen Chilenen im Sommer von Juventus Turin verpflichtet. Zwar hatte Ehrenpräsident Franz Beckenbauer Vidal zwischenzeitlich als "Standfußballer" bezeichnet, doch an der sportlichen Qualität des zweikampfstarken Mittelfeldspielers gibt es keine Zweifel.

"Für das Arschloch, das sich überzeugen ließ, mich nicht zu verpflichten"

Pantaleo Corvino.

Abseits des Platzes ist Vidal allerdings gerne mal für den ein oder anderen Fehltritt gut. Aktuell ist eine neue negative Episode aufgetaucht, erzählt von Pantaleo Corvino. Der ist aktuell Sportdirektor beim Serie-A-Klub FC Bologna. In einem Interview mit der "Gazzetta dello Sport" plaudert der 65-jährige Italiener einige schöne Anekdoten aus seiner langen Zeit als Manager im italienischen Fußball aus - allerdings auch eine unschöne über Vidal. Corvino berichtet, dass er in seiner Zeit als Manager des AC Florenz (2005 bis 2012) einst Vidal von Bayer Leverkusen in die toskanische Hauptstadt locken wollte. Der Chilene war sogar bereits bei Corvino zuhause, doch dann platzte der Deal in letzter Minute.

Offenbar hatte Vidal an diesem gescheiterten Transfer ordentlich zu knapsen, wie folgendes Verhalten laut Corvino zeigt: "Als er zu Bayern wechselte, hat er nochmal einen draufgesetzt: Er ließ mir ein Trikot seines neuen Klubs zukommen mit einer speziellen Widmung: 'Für das Arschloch, das sich überzeugen ließ, mich nicht zu verpflichten'."

Vidals Eskapadenliste ist lang

Nicht gerade die feine englische - aber mitnichten der erste Aussetzer Vidals: So sorgte er im Sommer bei der Copa America für negative Schlagzeilen, als er während des Turniers bei einer Alkoholfahrt mit 1,2 Promille seinen 250.000 Euro teuren Ferrari zerlegte.

Weitere "kleine Sünden" des Topstars: 2011 wurde er kurz aus der Nationalmannschaft rausgeworfen, weil er mit Mannschaftskollegen zu spät zum Training gekommen war. In der vergangenen Saison kassierte er bei Juventus eine Rekordstrafe von 100.000 Euro, weil er in eine Schlägerei vor einem Nachtklub in Turin verwickelt gewesen sein soll und mehrfach betrunken und zu spät zum Training oder offiziellen Klubterminen erschienen war.

Bleibt zu hoffen, dass sich Vidal ab sofort voll auf seine Aufgaben auf dem Fußballplatz konzentriert...

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