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Rummenigge ätzte gegen Skandalkicker

Alkohol, Lügen, Pöbeleien: Wie passt Arturo Vidal zu Bayern?

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Arturo Vidal zählt sicherlich zu den streitbarsten Profikickern in Europa.

München - Arturo Vidal soll kurz vor dem Wechsel von Juventus Turin zum FC Bayern stehen. Beim Rekordmeister könnte er Bastian Schweinsteiger ersetzen. Doch passt das "Enfant terrible" überhaupt zu Deutschlands Vorzeigeklub?

Sportlich gibt es keine Zweifel an der Qualität von Arturo Vidal. Der Chilene, der kurz vor einem Wechsel zum FC Bayern München stehen soll, gehört zu den besten zentralen Mittelfeldspielern der Welt. Er ist zweikampfstark, technisch versiert, verfügt über großes taktisches Verständnis und ist darüber hinaus torgefährlich. Vidal geht auf dem Platz voran, gibt keinen Ball verloren, wandelt dabei aber immer an der Grenze zum Platzverweis.

Vidal: Auf dem Platz hui - daneben oft pfui

Nicht zuletzt verfügt der Mittelfeldstratege über ein gesundes Selbstbewusstsein. Im vergangenen Jahr erklärte er beispielsweise in einem Interview: "Es gibt viele Spieler, die auf dieser Position versuchen so zu spielen wie ich - und mich ein bisschen imitieren. Aber ich bleibe dabei: Ich bin in dieser Rolle der Beste, weil keiner so gut wie ich verteidigt und zudem auch noch so viele Tore schießt." Mit dem 28-Jährigen würde sich der FC Bayern also sportlich definitiv verbessern.

Vidals 250.000 Euro teurer Ferrari war nach dem Crash Schrott.

Doch es gibt auch die andere Seite des Arturo Vidal. Auf ihr dominieren Alkohol, Lügen, Prügeleien und Pöbeleien. Vidals Temperament, das ihm auf dem grünen Rasen häufig zu Gute kommt, wirkt sich im Privatleben immer wieder negativ aus. Die jüngste Eskapade leistete sich das 1,80 Meter große Kraftpaket bei der Copa America im Juni. Am Rande der Südamerikameisterschaft lieferte der sportlich überragende Chile-Kapitän einen handfesten Skandal, als er mit 1,2 Promille im Blut mit seinem Ferrari einen Unfall baute. Die Polizei setzte ihn eine Nacht lang fest und kassierte seinen Führerschein.
"Ich war im Casino. Ich hatte zwei Drinks, ich hatte einen Unfall, ich habe das Leben meiner Frau und das von vielen anderen Menschen riskiert. Es tut mir sehr leid“, erklärte Vidal später mit Tränen in den Augen seinen Fehltritt.

Es war beileibe nicht das erste Mal, dass der Ex-Leverkusener für Negativschlagzeilen sorgte. 2011 wurde er kurz aus der Nationalmannschaft rausgeworfen, weil er mit Mannschaftskollegen zu spät zum Training gekommen war. In der abgelaufenen Saison brummte ihm Juventus eine Rekordstrafe von 100.000 Euro auf, weil er in eine Schlägerei vor einem Nachtklub in Turin verwickelt gewesen sein soll und mehrfach betrunken und zu spät zum Training oder offiziellen Klubterminen erschienen war.

Rummenigge 2011: Spieler wie Arturo Vidal möchte ich nicht beim FC Bayern haben

Auch der FC Bayern hat Vidal eigentlich in sehr schlechter Erinnerung. 2011 wollten die Münchner den Chilenen unbedingt von Bayer Leverkusen verpflichten. Doch "der Krieger" unterschrieb stattdessen bei Juventus Turin. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge schäumte damals vor Wut, bezichtigte Vidal der Lüge und ließ kein gutes Haar an ihm. ""Solche Spieler möchte ich nicht beim FC Bayern haben. Er hat Jupp Heynckes (dem damaligen Bayern-Trainer; Anmerk. d. Red.) x-mal versprochen, nur zu Bayern zu wechseln", ärgerte sich der Vorstandsvorsitzende damals: "Hätte der Spieler zu seinem Wort gestanden und Charakter gezeigt wie Neuer oder Boateng, wäre er ein Mann mit Moral, wäre er heute bei uns."

Für den Wortbrecher und seinen aufnehmenden Verein hatte Rummenigge damals nur Hohn und Spott übrig: "Ich möchte ihm gratulieren: Er hat sich für den besten Klub entschieden, der zu ihm passt. Angesichts der sportlichen Erfolgen und juristischen Probleme von Juve in den letzten Jahren (wegen Wettmanipulationen verlor der italienische Rekordmeister seine Meistertitel 2005 und 2006, musste sogar zwangsweise absteigen; Anmerk. d. Red.) ist damit alles gesagt."

Sollte Vidal also nun tatsächlich an der Säbener Straße anheuern, käme Rummenigge in einige Erklärungsnot, um seine Kehrtwende zu erklären. Und der eigentlich schon zu den Akten gelegte "FC Hollywood" bekäme mit Skandalnudel Vidal einen neuen Hauptdarsteller...

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