Chilene kontert Kritik mit Treffer

Sänger Vidal: "Es gibt schon Unterschiede zu Juve"

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Standhaft, aber kein Standfußballer: Vidal bejubelt sein erstes Bundesligator für den FCB mit Sebastian Rode und Kingsley Coman.

München - Arturo Vidal wurde von Franz Beckenbauer gerügt, in Darmstadt gab er die Antwort auf seine Weise: mit dem ersten Bundesligator im Bayern-Trikot. Ob eine Gesangseinlage des Chilenen im Mannschaftskreis dazu beitrug?

Auf dem Feld gibt Arturo Vidal gern den harten Hund, privat steht der Chilene mehr auf die sanften Töne. Am Vortag der Partie in Darmstadt lud Xabi Alonso ein Video hoch, das den Iro-Mann beim Trällern der Latino-Schmusenummer El perdón von Nicky Jam und Enrique Iglesias zeigte – ein Aufnahmeritual, wie er der tz verriet: „Das Lied ist bei uns in der Mannschaft hoch im Kurs. Die neuen Spieler müssen immer singen. Es macht mich glücklich zu sehen, dass die Stimmung so gut ist.“

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Und auch wenn der eine oder andere Ton noch nicht so recht saß, die Nummer brachte Vidal Glück, der in Darmstadt seine erste Bundesligakiste im Dress des FCB schoss. „Ich bin sehr glücklich, nicht nur wegen meines Tores, sondern weil wir gewonnen haben“, so der 28-Jährige. „Es war ziemlich weit weg, aber Costa hat einen guten Spielzug gemacht und als ich den Ball dann unter Kontrolle gebracht hatte, dachte ich nur daran, alles reinzulegen in den Ball.“

Den Distanzknaller aus 25 Metern dürfte wohl auch Franz Beckenbauer registriert haben, der Vidal beim 3:0-Triumph in Piräus noch als „Standfußballer“ bezeichnet hatte. „Ich habe das Arturo erklärt. Dass der Franz alles gewonnen hat und ihm diese Kritik zusteht. Aber hier liegt Franz falsch“, sagte Matthias Sammer. „Arturo hat die Copa América gespielt und trotz wenig Pause überragende Laufwerte.“ Auch der Kaiser ruderte darauf etwas zurück: „Beim Piräus-Spiel habe ich mich halt geärgert, dass Vidal in einigen Situationen ein bissl wenig gelaufen ist. Diesen Satz habe ich aus der Emotion heraus gesagt“, sagte Beckenbauer der Bild. „Natürlich ist Vidal ein wertvoller Spieler. Aber wenn ich ihn mit der Bemerkung gereizt habe, sodass er trifft, dann ist doch alles in Ordnung.“

Und Vidal? Der konzen­triert sich lieber aufs Wesentliche. „Bisher läuft es sehr gut für mich. Ich bin glücklich, dass ich so viel spielen konnte“, so der Copa-América-Sieger zur tz. „Es gibt schon Unterschiede zu Juventus. Die Mannschaft hier ist spielerisch sehr stark und verfügt über tolle Einzelspieler, in Italien ist alles taktischer.“

José Carlos Menzel López

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