Jungstar wechselt nicht - mittelmäßige Leistung gegen VfB

Kein Hudson-Odoi und keine Stabiliät - Bayern „nicht souverän genug“

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Gegen Stuttgart trat der FC Bayern nicht immer souverän auf.

Der FC Bayern muss sich in den kommenden Wochen stabilisieren, um seine hohen Ziele zu erreichen. Ob sich bis zum Transferschluss noch etwas tut, ist weiter offen.

München - Uli Hoeneß zuckte mit den Schultern, als er nach möglichen Transfers gefragt wurde. "Ich weiß nichts", sagte der Präsident des FC Bayern auf dem Weg durch die Mixed Zone. Sportdirektor Hasan Salihamidzic wollte die anhaltenden Gerüchte um Chelseas Jungstar Callum Hudson-Odoi ebenfalls nicht weiter kommentieren.

Hudson-Odoi wechselt nicht

Dabei sollen die Münchner ihr Angebot für den 18-Jährigen laut englischer Medien inzwischen auf rund 46 Millionen Euro erhöht haben. Hudson-Odoi habe sogar schriftlich um seine Freigabe bei den Blues gebeten, hieß es weiter. Die Londoner selbst wollen ihren Jungstar aber nicht ziehen lassen. Englischen Medienberichten zufolge hat Chelsea einem Winterwechsel des Flügelspielers am Montag eine Absage erteilt. Bis Donnerstag, wenn das Transferfenster schließt, muss Klarheit herrschen - so oder so.

Für die Stars des deutschen Fußball-Rekordmeisters war nach dem 4:1 (1:1) gegen den VfB Stuttgart erst einmal unerheblich, ob der (Luxus-)Kader noch weiter verstärkt wird. Sie hatten genug mit der Analyse eines Südderbys zu tun, das nur zum Teil nach Wunsch verlaufen war.

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„Wir müssen uns steigern“

"In den kommenden Wochen kommen andere Gegner, da müssen wir uns steigern. Wir müssen weiter hart arbeiten, um die nötige Sicherheit zu bekommen", sagte Nationalspieler Leon Goretzka. Positiv bewertete er immerhin, "dass wir das Spiel deutlich gewonnen haben. In der Hinrunde hätten wir vielleicht unentschieden gespielt." Deshalb, so die Erkenntnis des 23-Jährigen, "ist eine Entwicklung zu erkennen".

In der Tabelle wirkt sich das trotz des siebten Ligasiegs in Folge noch nicht entscheidend aus. Nach wie vor beträgt der Rückstand der Bayern auf Spitzenreiter Borussia Dortmund sechs Punkte. Dazu kommt eine um acht Treffer schlechtere Tordifferenz. Allzu sehr, mahnte Torjäger Robert Lewandowski an, sollte man aber nicht auf den BVB achten, "wir müssen auf uns schauen - darauf, was wir spielen wollen und sollen".

Das sah gegen den krisengeplagten VfB zunächst ganz gut aus. Doch nach der Führung durch Thiago (5.) habe sein Team "35 Minuten überhaupt nicht stattgefunden", kritisierte Trainer Niko Kovac. Das dürfe "nicht passieren", monierte auch Joshua Kimmich, "wir sind noch nicht souverän genug, um unser Spiel 90 Minuten durchzuziehen. Es fehlt die Dominanz, klar zu zeigen, dass wir nachlegen wollen."

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Leverkusen wartet

So mussten die Bayern nach dem Ausgleich durch Anastasios Donis (26.) unnötig zittern, bis VfB-Kapitän Christian Gentner mit einem Eigentor (55.), Goretzka (71.) und Lewandowski (85.), der zuvor einen Foulelfmeter an den Pfosten gesetzt hatte, schließlich doch noch für klare Verhältnisse sorgten. "Abhaken, weiter geht's", sagte Kovac.

Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) geht es für den Rekordmeister bei den wiedererstarkten Leverkusenern weiter. Dies könnte auch mit Blick auf das Hammer-Achtelfinale in der Champions League gegen den FC Liverpool einige wichtige Fingerzeige bieten. Eins ist für Kimmich schon jetzt klar: "Wir müssen jedes Spiel gewinnen. Wenn wir noch mal Punkte liegen lassen, ist es wahrscheinlich schon vorbei."

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Kehren Robben und Ribéry zurück?

Entscheidend könnte bei der Aufholjagd in der Liga, aber auch in der Königsklasse sein, ob es Kovac gelingt, die Stimmung in der Mannschaft hoch zu halten. Gegen den VfB saßen erneut Jerome Boateng, James und Serge Gnabry auf der Bank, Sandro Wagner gar nur auf der Tribüne. In Leverkusen kehren möglicherweise die Altstars Franck Ribery und Arjen Robben zurück und verschärfen den Konkurrenzkampf zusätzlich.

Noch ist die Lage halbwegs ruhig. Er könne "nicht von schlechter Stimmung sprechen", sagte Goretzka am Sonntag. Alle seien "sehr erfolgsorientiert". Ab Donnerstag kann er das möglicherweise auch über Callum Hudson-Odoi berichten.

sid

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