Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

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"Irgendwann fällt mal so ein Elfer ab…“

Aufregung nach  Hecking-Spruch - tz fragt Ex-Schiri Heynemann

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Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking.

München - Nach dem Spiel gegen Darmstadt folgten jede Menge kritische Worte von Seiten des Gegners in Richtung Schiedsrichter, und es gab einen Generalverdacht: Zu Hause wird der FCB bevorteilt.

Der FC Bayern hat in Darmstadt wieder einmal keinen Zweifel zugelassen. Spätestens nach dem 1:0 durch Arturo Vidal nahmen die Dinge den Lauf, den man beim Rekordmeister gewohnt ist. Enge Spiele gab es bislang nur zwei in dieser Saison: das 2:1 in Hoffenheim und das 2:1 gegen den FC Augsburg vor eigenem Publikum. Vor allem der Heimsieg gegen den kleinen Nachbarn hallte allerdings gehörig nach, immherin fiel das entscheidende Tor durch einen unberechtigten Elfmeter in der letzten Spielminute. Es folgten jede Menge kritische Worte von Seiten des Gegners in Richtung Schiedsrichter, und es gab einen Generalverdacht: Zu Hause wird der FCB bevorteilt. FCA-Kapitän Paul Verhaegh erklärte: „Das war kein Elfmeter, nie im Leben. Man weiß, wenn man hier in München spielt, dass der Schiedsrichter sicher nicht auf unserer Seite ist.“

Nun steht das nächste Heimspiel an, und die Thematik ist wieder da – aufgenommen von Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking. Im Interview mit dem kicker sagte er: „Wenn ich die Wahrheit sagen darf: Mich hat es auch immer wieder mal gestört, dass du mit deiner Mannschaft in München selten einen Elfmeter zugesprochen bekommst. Das hängt natürlich auch mit den Spielverläufen zusammen. Du kommst als Gast vielleicht nur ein einziges Mal zu einer Szene im Strafraum, die wird dann klar bewertet. Bei den 20 oder mehr Szenen der Bayern aber fällt eben irgendwann mal so ein Elfer ab…“ Ein versteckter Vorwurf an die deutschen Schiedsrichter? Eher nicht. Sondern eine ganz normale Wahrscheinlichkeitsrechnung, wie Ex-Schiedsrichter Bernd Heynemann auf tz-Nachfrage erklärt.

Heynemann will Hecking aber auch nicht zu 100 Prozent recht geben

Heynemann: „Natürlich: Wenn eine Mannschaft 20-mal im Strafraum des Gegners ist und 20-mal Zweikämpfe geführt werden, die ich so oder so bewerten kann, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ich auf Elfmeter entscheide. Irgendwann wird der Schiedsrichter einfach sagen: Das war jetzt ein Elfmeter! Häufigkeit schürt auch Wahrscheinlichkeit.“ Heynemann will Hecking aber auch nicht zu 100 Prozent recht geben, sagt: „Auch bei der einen Szenen auf der anderen Seite kann es Elfmeter geben!“ Als Schiedsrichter dürfe man sich einfach nicht leiten lassen von Spielanteilen. Knifflige Szenen müssten einfach klar beurteilt werden. Und dann kann es auch schon mal sein, dass dieser kleine mathematische Grundsatz nicht gilt – auch bei einem Spiel in der Allianz Arena.

MIC

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