Warnung vor Olympiakos Piräus

Geht das noch lange gut? Aufwachen, Bayern!

+
Robert Lewandowski (r.) kennt die hitzige Atmosphäre in Piräus gut.

München - Vor allem die ersten 45 Minuten gegen Augsburg trieben Bayern-Coach Guardiola die Sorgenfalten auf die Stirn. Vor dem Auswärtsspiel bei Olympiakos Piräus heißt das Motto: Aufwachen!

Dem Trainer ging es einfach nicht schnell genug. Erst während der 90 Minuten, dann danach. Pep Guardiola wollte nach dem überaus knappen 2:1 gegen den FC Augsburg unbedingt ein paar deutliche Worte an seine Stars loswerden, die Müllers & Co. waren aber gerade noch dabei, ihren Pflichten vor dem Mikrofon nachzukommen. Also ging der Spanier dazwischen – alle sollten umgehend in die Kabine!

Lewandowski warnt vor Olympiakos

Danach wirkten die Spieler des FC Bayern doch sehr selbstkritisch. „In der ersten Halbzeit war das ganz schlecht von der ganzen Mannschaft“, sagte Jerome Boateng deutlich. „Auch das Gegentor war schlecht verteidigt. Das können wir nicht nochmal auf den Platz bringen…“ Kapitän Philipp Lahm erklärte: „In der ersten Halbzeit haben wir viel zu langsam gespielt. Es geht nicht immer ums Laufen, sondern vor allem ums Passspiel. Das war viel zu langsam…“ Und Thomas Müller stellte klar: „Wir waren einfach im Kopf ein wenig schläfrig…“ Der müde Kick des FC Bayern – gegen die Nachbarn aus Augsburg reichte es gerade so zum Sieg, auch dank einer Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns. Das Problem ist: Schon am Mittwoch startet die Champions League mit einem kniffligen Spiel bei Olympiakos Piräus. Aufwachen, Bayern!

„Ich habe da schon einmal gespielt. Die Stimmung ist immer top. Und Olympiakos ist keine neue Mannschaft in der Champions League, die spielen jedes Jahr da. Wir müssen ab der ersten Minuten gut spielen, nicht erst ab der 45.“, warnte Robert Lewandowski, der schon mit dem BVB bei den Griechen auflief. Der Pole traf dort vor vier Jahren nach Vorlage von Mario Götze zum zwischenzeitlichen 1:1. Die Partie ging 1:3 verloren. Lewandowski weiß, dass in der Königsklasse die Leistung aus der Liga nicht reichen wird. Möglicherweise wird sie aber nicht mal in der Heimat reichen!

Mit Dortmund gibt es wieder starke Konkurrenz

Borussia Dortmund kristallisiert sich nach nun vier Spieltagen immer mehr als großer Konkurrent im Kampf um den Titel heraus. Die Punkt- und Tor­ausbeute ist optimal, nach dem 4:2 in Hannover kommt auch noch das nötige Selbstvertrauen hinzu. BVB-Kapitän Mats Hummels sagte bereits mit breiter Brust, dass der Rückstand auf den FCB „viel, viel kleiner geworden ist. Es wäre toll, wenn es bis zum Saisonende ein enger Kampf mit Bayern bleibt“. Trainer Thomas Tuchel sagte kämpferisch: „Wir möchten genauso hungrig bleiben und diese Lust ausstrahlen!“ Selbst Bundestrainer Jogi Löw sieht einen „interessanten Kampf“ zwischen den Roten und Schwarzgelb.

Auf Seiten des Rekordmeisters ist der Respekt bereits da. Thomas Müller sagte nach diesem vierten Spieltag: „Es ist jetzt nichts Verrücktes, Dortmund war für mich vor der Saison als Meisterkandidat infrage gekommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ihnen Spaß gemacht hat, die letzten drei Jahre hinter uns zu sein, deutlich!“ Lahm sagte: „Dortmund macht einen konstanten Eindruck. Wir müssen dranbleiben, müssen unsere Punkte einfahren.“ Bisher kann man sich den nackten Zahlen nach nicht besonders viel vorwerfen, die Punktausbeute liegt bei 100 Prozent. Wenn man aber die schwache erste Hälfte gegen FCA sieht und den glücklichen Ausgang, fragt man sich schon: Wie lange noch?

Happy Birthday, Thomas! Müller hat die Hose schön - Pep gratuliert

mic, sw

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Todesgruppe droht: Auf wen Bayern in der CL treffen könnte
Todesgruppe droht: Auf wen Bayern in der CL treffen könnte
Abschied von Bayern? Boateng spricht Klartext
Abschied von Bayern? Boateng spricht Klartext
Delegation von Juve wohl in München - wegen dieses FCB-Spielers
Delegation von Juve wohl in München - wegen dieses FCB-Spielers
Bayern-Bosse: "Jetzt geht's los auf dem Transfermarkt"
Bayern-Bosse: "Jetzt geht's los auf dem Transfermarkt"

Kommentare