Mehr Alternativen für Pep Guardiola

Badstuber zurück auf der Bank - Ribéry lacht wieder

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Rückkehrer: Holger Badstuber (l.) saß gegen Arsenal mal wieder auf Bayern Ersatzbank.

München - Holger Badstuber gibt nach sechs Monaten verletzungsbedingter Pause zumindest sein Bank-Comeback – Franck Ribéry lacht wieder, braucht aber noch

Im Fußball gibt es solche und solche Krankengeschichten. Manche dauern kurz, manche lang – aber darum geht es gar nicht. Entscheidend ist, wer sich verletzt hat.

Holger Badstuber ist einer der wenigen Spieler, die schon beide Arten von Verletzungsgeschichten geliefert haben. Als der Innenverteidiger sich im Dezember 2012 das Kreuzband riss, war es eine Tragödie. Der Mann, der die Bayern-Abwehr über Jahre zusammenhalten sollte, schien mindestens sechs Monate abgemeldet. Der Aufschrei war groß – aber seitdem ist ja noch mehr passiert. Badstuber war 850 Tage verletzt. Und so ist es inzwischen eben so, dass ein weiteres Comeback des 26-Jährigen – auch wenn es wie gegen Arsenal eines nach wiederum sechs Monaten Verletzungszeit ist – so gut wie untergeht.

Badstuber ist genervt von den Fragen nach seiner Gesundheit, das ist verständlich. Und am Mittwoch wollte er gleich drei Mal nicht reden, weil er ja bis auf eine erfolgreiche Reha nach seinem im April erlittenen Muskelriss und 90 Minuten Statistendasein auf der Bayern-Bank nichts geleistet hatte. Immerhin aber dürfte er in den kommenden Wochen wieder mehr in den Fokus rücken. Gegen Arsenal brachte Pep Guardiola den zwei Monate absenten Medhi Benatia in den Schlussminuten. Badstuber wird nun auch nach und nach zurückgeführt werden. Vielleicht schon gegen seinen Ex-Klub, den VfB Stuttgart. Und damit ist er demjenigen Bayern voraus, der in den letzten Monaten die Krankengeschichte geliefert hat, die immer noch alle Gemüter erhitzt.

„Wir haben immer gesagt, es besteht ein leichter Grund für Optimismus. Das hat weiterhin Bestand“, sagte Sportvorstand Matthias Sammer, als er mal wieder auf Franck Ribéry (und nicht Badstuber) angesprochen wurde. Weiterhin wolle man „keine Prognosen nennen, keine Zeitvorgaben machen“. Er versicherte aber: „Wir warten auf ihn, denn wir brauchen ihn.“

Dass Ribéry, der seit wenigen Tagen mit Ball trainiert, schon wieder „zu Späßen und Scherzen aufgelegt“ sei, deutete Sammer als gutes Zeichen. Das ist dann doch in allen Krankengeschichten gleich: Wenn Patienten wieder lächeln, ist meist ein Ende in Sicht.

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