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TV-Kritik zum Bayern-Spiel gegen Barca: Aufregung mit Ludwig Beck vom Strafraumeck

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Von: Jörg Heinrich

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Der FC Bayern hat den FC Barcelona mit Robert Lewandowski besiegt. Jörg Heinrichs TV-Kritik zum Topspiel in der Champions League auf Amazon Prime.

München – Mein lieber Schieber, war das aufregend! Amazon, der Fußballsender mit angeschlossenem Kaufhaus, der Ludwig Beck vom Strafraumeck, hatte beim Sieg des FCB gegen den FCB jede Menge Themen. Es ging um Bayern gegen Lewandowski, außerdem um die Rückkehr des Torschützenkönigs nach München – und natürlich um „Roooooobert“, wie TV-Schickse Carmen Geiss sagen würde.

Mit wie vielen Menschen ist Amazon aufgelaufen? Dafür haben die rund zehn Finger an zwei Händen nicht gereicht. Vergleichbar hoch war der Personalaufwand zuletzt beim Einfall der Langobarden 568 in Italien, zum Ende der Völkerwanderung – und etwas später bei den Les Humphries Singers. Seb Hellmann war da, Matthias Sammer, Mario Gomez, Josy Henning, Benedikt Höwedes, Patrick Owomoyela sowie Niederbayern-Schiri und Hubsi-Aiwanger-Sprachdouble Wolfgang „Stork“ (haha). Und das mit einem Livestream, der funktioniert – was auch nicht jeder Sender hinkriegt.

Die Champions-League-Übertragung auf Amazon Prime.
Die Champions-League-Übertragung auf Amazon Prime. © Christian Kolbert/Imago

TV-Kritik zu FC Bayern gegen Barcelona: Amazon Prime spart mit „Robertlowski“-Sendezeit

Was ist gesagt worden? Karl Valentin hat die Amazon-Völkerwanderung schon früh durchschaut. Motto: „Es ist alles gesagt, nur noch nicht von allen.“ Sebastian Hellmann ulkte gleich am Anfang: „Robert Lewandowski steigt aus dem falschen Bus aus.“ Weil der Name „Robert Lewandowski“ so viel Sendezeit kostet, erfand Hellmann den zeitsparenden „Robertlowski“. Clever! Schlaues Gomez-Fazit zu Lewy in der ersten Halbzeit: „Die Maschine menschelt.“ Nicht ganz so schlau war die völlig neuartige Sammer-Analyse zur Elfer-Szene mit Phonzie Davies: „Kein Elfmeter, ich bin Deutscher.“ Insgesamt ist die Amazon-Runde mit den vielen Menschen aber recht launig und informativ. Und wenn’s bald kalt wird in Deutschland, können sich die Amazon-Langobarden gegenseitig wärmen.

Was haben die Kommentatoren erzählt? Jonas Friedrich brachte das Bayern-Schwimmen in der ersten Hälfte auf den Punkt. Sein Fazit: „Es ist sehr, sehr dünnes Eis, Lewandowski war gnädig.“ Weltmeister Höwedes redet schneller, als Phonzie Davies rennt – und erzählt gern, was man eh schon geahnt hat. Also zum Beispiel, dass Robertlowski „einfach ein herausragender Stürmer“ ist. Genauso könnte man sagen, dass Max Verstappen ein talentierter Autofahrer ist. Insofern war die Amazon-Taste „Stadionton“ gestern wunderbar – sie würde man sich wünschen, wenn RTL überträgt.

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