Bayern-Urgestein

Stratege auf der Bank: Schweini soll es in die USA ziehen

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Bastian Schweinsteiger (l.) versteht sich gut mit Pep Guardiola. Doch wie lange bleibt er noch beim FC Bayern?

München - Für Bastian Schweinsteiger hat Pep Guardiola derzeit keinen Platz im Bayern-Mittelfeld. Laut eines Medienberichts denkt der Nationalmannschaftskapitän über eine Zukunft in den USA nach. 

Die Erleichterung war groß, als Bastian Schweinsteiger grünes Licht für einen Einsatz im Rückspiel des FC Bayern gegen den FC Porto gab. "Bastian ist ein wichtiger Spieler für uns, er hilft, auch wenn nur auf der Bank sitzt", erklärte Philipp Lahm den Stellenwert seines langjährigen Kollegen.

Sammer über Schweinsteiger: "Große Persönlichkeit"

Ein Infekt hatte den Nationalmannschaftskapitän drei Wochen außer Gefecht gesetzt, zudem musste er sein angeschlagenes Sprunggelenk nach dem Spiel in Dortmund schonen. Beim 6:1 gegen Porto und dem damit verbundenen triumphalen Einzug ins Halbfinale der Champions League saß der 30-Jährige dann allerdings tatsächlich 90 Minuten lang nur draußen. Zwar durfte er sich mit den anderen Ersatzspielern warmmachen, eingewechselt wurde kurz vor Schluss aber Mitchell Weiser und nicht der erfahrene Leitwolf Schweinsteiger. Sportvorstand Matthias Sammer erklärte das damit, dass Trainer Pep Guardiola diejenigen "belohnen wollte, die zuletzt auch gespielt haben" und fand es "großartig, wie sich Schweinsteiger nach der kurzen Zeit wieder zur Verfügung gestellt hat. Er hat eine große Persönlichkeit und ist für uns wichtig."

Bis 2016 läuft der aktuelle Vertrag des Mittelfeldstrategen noch an der Säbener Straße. Die Zukunft im Bayern-Mittelfeld scheint dennoch ungewiss. Der "kicker" bringt daher eine Zukunft Schweinsteigers auf der anderen Seite des großen Teichs ins Spiel. Seit längerem, schreibt das Sportmagazin, würden Stimmen laut, "die besagen, dass die berufliche Zukunft des Ur-Bayern Schweinsteiger in den USA liegt". Zudem würden die Gespräche über eine Vertragsverlängerung, die bereits kurz vor der WM 2014 in Brasilien gestartet seien, derzeit auf Eis liegen. Und Schweinsteiger hat immer betont, dass er sich nach Ablauf seines bis 2016 gültigen Arbeitspapieres auch eine Veränderung vorstellen könnte.

Fest steht: An Rückkehrer Thiago, der nach über einjähriger Verletzungspause wieder fantastisch über den Platz wirbelt und das Bayern-Spiel direkt an sich gerissen hat, gibt es kein Vorbeikommen. Genauso wenig an Lahm, der Kapitän ist bei Guardiola immer gesetzt, wenn er fit ist. Bleibt nur noch die Position von Xabi Alonso. Der Spanier darf derzeit in den wichtigen Spielen immer ran, seinen Patzer im Hinspiel in Porto bügelte er im Rückspiel mit einem herrlichen Freistoßtor wieder aus. Standen Schweinsteiger und Alonso in der Rückrunde gemeinsam auf dem Platz, spielte der Spanier in der Zentrale vor der Abwehr, Schweinsteiger etwas weiter nach vorne gerückt. "Schweinsteiger hat offenbar das Duell mit Alonso in der Zentrale verloren. Ich gehe davon aus, dass er in der kommenden Saison nicht mehr für den FC Bayern spielen wird", schreibt Ex-Profi Didi Hamann im "kicker".

Wo findet das Urgestein seinen Platz?

Schließlich ist da ja noch ein David Alaba. Der Österreicher ist zwar derzeit verletzt, doch ihm gehört ganz sicher die Zukunft, entweder als Linksverteidiger oder, noch wahrscheinlicher, ebenfalls in der Mittelfeldzentrale.

Wo findet Bayern-Urgestein Schweinsteiger also seinen Platz? Kann er sich mit einer Rolle anfreunden, die ihm nur dann Einsätze gewährt, wenn die Konkurrenten verletzt oder gesperrt sind? Als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft sicherlich eine unbefriedigende Arbeitsplatzbeschreibung ...

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