Transparent in der Allianz Arena

Bei Champions-League-Sieg: Bayern-Star wird von eigenen Fans als „Kreisliga“-Spieler verspottet

Bouna Sarr (r.) will trotz mehrerer Angebote nicht wechseln.
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Ein Bayern-Star ist bei Teilen der Fans in Ungnade gefallen.

Trotz des Erfolgs der Bayern in der Champions League gegen Dynamo Kiew machten sich Fans der Münchner über einen ihrer Spieler lustig. Die Botschaft ist eindeutig.

München - Eigentlich könnte man meinem, rund um den FC Bayern* herrscht nach dem deutlichen Champions-League*-Sieg gegen Dynamo Kiew beste Laune. Mit 5:0 fertigte der Deutsche Meister die Ukrainer ab. Selbst das Sorgenkind der vergangenen Wochen, Leroy Sané, traf und wurde von den Fans mit „Leroy, Leroy“-Rufen gefeiert. Und auch die Proteste gegen Neu-Trainer Julian Nagelsmann geraten langsam in Vergessenheit. Also alles gut an der Säbener Straße*?

Wohl nicht ganz: Der Anhang der Münchner ist erfolgsverwöhnt. Kleinste Fehler können dazu führen, dass ein ehemals beliebter Spieler bei Teilen der Fans plötzlich in Ungnade fällt. Geschehen nun bei Verteidiger Benjamin Pavard*. Die Botschaft, die zwei Fans am Mittwochabend als Plakat in der Allianz Arena* anbrachten, war an Einfachheit kaum zu überbieten: „Pavard = Kreisliga“, stand dort geschrieben.

Warum die Fans Pavards fußballerische Fähigkeiten mit der eines Kreisliga-Kickers verglichen, kann nur gemutmaßt werden. Beim jüngsten 3:1-Erfolg über Greuther Fürth* holte sich der Franzose eine Rote Karte ab und ist nun für die anstehenden Partien gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag (3. Oktober) und vierzehn Tage später gegen Bayern Leverkusen gesperrt. Trainer Nagelsmann rüffelte Pavard nach Spielende, dessen grobes Foul wertete er als „nicht notwendig“.

Bei Spiel gegen Dynamo Kiew: Benjamin Pavard von eigenen Fans als „Kreisliga“-Spieler verspottet

Ärgerlich für den Franzosen, denn dessen Saison startete nach einer Sprunggelenksverletzung gerade erst so richtig. Obwohl Pavard 2018 auf der Rechtsverteidiger-Position mit Frankreich Weltmeister wurde und damals ein überzeugendes Turnier spielte, gab es immer wieder Kritik an dessen Leistungen beim FC Bayern*. Er sei in der Offensive zu harmlos, sagen die einen. Andere wünschen sich ein Pendant zu Alphonso Davies*, der auf der Linksverteidiger-Position offensiv wie defensiv zu gefallen weiß.

Ob das reicht, einen Spieler öffentlich mit so einem Plakat anzugreifen? Nicht alle Fans sind dieser Meinung. Unter einem Twitter-Post, der ein Foto der „Kreisliga“-Botschaft verbreitete, schrieb jemand: „Idioten, die sowas aufhängen, fotografieren oder hier verbreiten...“ Auch diese Aussage ist, ähnlich wie das Plakat, recht eindeutig. (fmü) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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