Elfer-Tor nach Vidal-Schalbe entscheidet das Spiel

Dank Doppel-Müller lebt der Triple-Traum!

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Thomas Müller jubelt nach seinem Tor.

München - Der FC Bayern hat das Finale des DFB-Pokals erreicht. Im Halbfinale schlugen die Münchner Werder Bremen. Eine besondere Rolle spielte der Elfmeter zum vorentscheidenden Treffer. Dem ging nämlich eine Schwalbe voraus.

Die Bayern-Fans in der Arena schickten ihre Freudengesänge in den Abendhimmel, zuhause in Grünwald dürfte sich der erkrankte Matthias Sammer einen Gesundheitstee extra eingeschenkt haben. Sie fahren also wieder nach Berlin, Berlin, die Bayern. Nicht nur am kommenden Samstag, wenn bei Hertha BSC (im Falle einer Dortmunder Pleite in Stuttgart) der vierte Meistertitel in Serie eingesackt werden kann. Nein, auch das Pokalfinale am 21. Mai wird anders als 2015 wieder mit Bayern-Beteiligung stattfinden. Damals war der FCB im Halbfinale an Borussia Dortmund gescheitert, unvergessen die beiden Elfmeter-Ausrutscher von Xabi Alonso und Philipp Lahm. Dieses Mal war Werder Bremen ein lange Zeit äußerst zäher Kontrahent. Erst das Elfmeter-Tor von Thomas Müller zum späteren Endstand von 2:0 (1:0) nach einer Schwalbe des eingewechselten Arturo Vidal brach in der 71. Minute den Widerstand der Hanseaten. Auch Müllers erster Treffer in der 30. Minute war aus einer Standardsituation resultiert: Ecke Alonso, Müllerschädel, versenkt.

Hier können Sie das Spiel im Ticker nachlesen.

„Es hat schon Spaß gemacht“, sagte der Doppel-Torschütze in der ARD. „Auch wenn’s ein bissl zu erfrischend war. Wir haben zu viele Fehlpässe gespielt, mit dieser Fehlerquote haben wir uns keinen Gefallen getan.“ Die Bilanz von Trainer Pep Guardiola: „Es ist Pokal. Wir wussten, dass Werder Bremen mutig spielen wird. Jetzt haben wir ein Finale erreicht.“

Eine 1 für Müller! Und sonst? Die Noten der Bayern-Stars

Seine Warnung vor dem Schlendrian hatte Guardiola an diesem Abend mit vier Änderungen in der Startelf untermauert: Martinez, Alonso, Ribéry und Müller begannen für Benatia, Rafinha, Vidal und Costa. Doch wesentlich besser als gegen Schalke sah die Partie auch dieses Mal nicht aus. Ribéry ermöglichte den Bremern mit einem Fehlpass auf seinen ehemaligen Teamkollegen Claudio Pizarro die erste Konterchance (4.), danach waren die Hausherren zwar bemüht, allerdings ohne große Durchschlagskraft zu entwickeln. So musste ein Standard zur Führung herhalten. Alonso schlug die Ecke von rechts, Bremens Kapitän Clemens Fritz rutschte aus, so dass Müller zentral frei zum Kopfball kam und Keeper Wiedwald mit seinem wuchtigen Aufsetzer keine Chance ließ. Doch die Bremer, die im Achtel- und Viertelfinale Gladbach und Leverkusen nach Rückständen eliminiert hatten, ließen sich davon nicht einschüchtern. Die Taktik der Nadelstiche war mehr als nur Gerede. Yatabaré scheiterte nach einer missglückten Klärungsaktion von Manuel Neuer per Heber am Bayern-Keeper (40.). Noch näher dran am Ausgleich war das Team von Viktor Skripnik in der 62. Minute: Alaba hatte den Ball im Zweikampf mit Bartels ins eigene Tor bugsiert, Schiedsrichter Stieler entschied korrekterweise auf Stürmerfoul.

Die Bayern "im Stile einer Schwalbe" nach Berlin

Daneben lag der Unparteiische aus Hamburg acht Minuten später. Vidal hatte sich den Ball im Sechzehner an Sternberg vorbeigelegt und anschließend den Robben gemacht. Müller versenkte den Elfmeter flach links, das Ticket nach Berlin war gelöst. „Es war eine Schwalbe, da gibt es keine Entschuldigung“, meinte Müller. „Da muss der Schiri besser aufpassen“, sagte Pizarro. Bleiben zwei Fragen: Wollten die Bayern als klarer Favorit nicht mehr abrufen als nötig? Oder gehen die Kraftreserven im Saisonendspurt schneller zur Neige als erhofft? Die Duelle gegen Atlético Madrid in der nächsten und übernächsten Woche werden die Antworten liefern.

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