Unterschiedlich lange Verträge

Bayern bestätigt Transfers von Süle und Rudy

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Niklas Süle und Sebastian Rudy spielen beide ab der nächsten Saison beim FC Bayern.

München - Nun ist es offiziell: Der FC Bayern hat den Transfer von Niklas Süle und Sebastian Rudy bestätigt. Sie bekommen unterschiedlich lange Verträge.

Als ihre Transfers zum ruhmreichen FC Bayern offiziell waren, schwärmten Sebastian Rudy und Niklas Süle in Superlativen. "Es ist ein absoluter Traum für mich, nach München zu wechseln", sagte Defensiv-Allrounder Rudy, "ich will dort Titel gewinnen." Und für Innenverteidiger Süle, mittlerweile wie Rudy Nationalspieler, ist der neue Arbeitgeber schlichtweg "eines der besten Teams der Welt".

Ab dem 1. Juli dieses Jahres trägt das Duo also Rot statt Blau, die Abgänge vom Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim sind längst keine Überraschung mehr. Während die Bayern Rudy vom aufmüpfigen Rivalen ohne Ablöse loseisten, wird für Süle wohl eine Summe von rund 20 Millionen Euro fällig.

Bayern: Süle und Rudy als „Invest in die Zukunft“

Kein Problem, denn die Wechsel von zwei deutschen Nationalspielern seien "auch ein Invest in die Zukunft des FC Bayern", sagte der Münchner Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge, der zudem von Verhandlungen "auf einer fairen und seriösen Basis" sprach: "Wir sind sehr zufrieden und glücklich."

Auch dank Süle und Rudy spielt der Münchner Konkurrent aus dem Kraichgau bislang eine herausragende Saison, er ist in Deutschland mit 16 Punktspielen ohne Niederlage das einzige ungeschlagene Team. Ob die Neuen bereits in der kommenden Saison eine tragende Rolle einnehmen werden, sei dahingestellt - sie erhalten langfristige Verträge.

Rudy unterzeichnete ein gültiges Arbeitspapier bis zum 30. Juni 2020. Der Münchner Merkur hatte dies schon im Dezember exklusiv vermeldet. Süle, der im vergangenen Sommer bei den Olympischen Spielen in Rio mit der DFB-Auswahl die Silbermedaille gewonnen hatte und eigentlich noch bis 2019 an die Kraichgauer gebunden war, gehört den Bayern vertraglich sogar noch zwei Jahre länger.

In Hoffenheim nimmt man den Wechsel gelassen hin

Dass die Münchner auf beide aufmerksam geworden waren und mit den Transfers sich verstärken (wollen) und einen möglichen Rivalen um den Titel gleichzeitig schwächen, überrascht dabei nicht. "Wir sind im Profifußball und da muss man mit diesen regelmäßig wiederkehrenden Umständen zurechtkommen", sagte Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann, der "natürlich sehr gerne" mit dem Duo weitergearbeitet hätte.

Auch für Sportdirektor Alexander Rosen kam der Weggang nicht mehr überraschend. "Ich habe stets betont, dass es immer wieder Spieler geben wird, die über die TSG hinauswachsen", sagte er. Dass nun gleich zwei dem Lockruf der Münchner folgten, sei "auch eine grandiose Auszeichnung für unsere Arbeit hier in Hoffenheim".

Süle hatte sich in Rio erstmals international in den Fokus gespielt, als er im Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu den Leistungsträgern gehörte. Im September gab er gegen Finnland (2:0) sein Debüt in der Nationalmannschaft.

Der Innenverteidiger, der auch Angebote vom FC Chelsea und dem AC Mailand gehabt haben soll, kann auch auf der rechten Seite eingesetzt werden und wäre damit eine Alternative zu Kapitän Philipp Lahm (33, Vertrag bis 2018), dessen Karriere sich dem Ende zuneigt. Der zwölfmalige Nationalspieler Rudy hat ebenfalls bereits rechts hinten gespielt, auch in der DFB-Elf - er ist aber eher im defensiven Mittelfeld zu Hause.

"Beim Gedanken an den Abschied schwingt natürlich auch Wehmut mit", sagte Süle, der ebenso wie Rudy aber noch versicherte: "Wir werden bis zur letzten Minute alles für den Klub und unsere Fans geben."

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