Borussia Dortmunds Geschäftsführer

Vidal zu Bayern? Das sagt BVB-Boss Watzke

München - Der Transfer von Arturo Vidal von Juventus Turin zum FC Bayern München ist so gut wie in sicher. Auch Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat eine Meinung zum Chilenen.

Update vom 28. Juli 2015: Kommt Arturo Vidal heute noch an die Säbener Straße? Der Chilene ist zumindest schon in München gelandet. Wir halten Sie in unserem Ticker über alle Entwicklungen zu Arturo Vidal beim FC Bayern auf dem Laufenden.

Nach einer ernüchternden Saison wächst bei Borussia Dortmund die Zuversicht, dass die Mannschaft zu alter Stärke zurückfindet. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist guter Dinge, dass sich die akribische Arbeit des neuen Trainers Thomas Tuchel bezahlt macht. Dennoch glaubt der BVB-Boss nicht, dass sein Klub dem deutschen Rekordmeister in diesem und im kommenden Jahr Paroli in Sachen Meisterschaft bieten kann.

"Die Frage, wer in der kommenden Saison Meister wird, kann eingestellt werden. Mit den Bayern wird es zum ersten Mal einen Verein geben, der zum vierten Mal in Serie deutscher Meister wird. Und im übernächsten Jahr wahrscheinlich erstmalig zum fünften Mal", wirft Watzke schon vorsorglich die Flinte ins Korn. Understatement als neue Dortmunder Kommunikationsstrategie?

Watzke über Vidal: "Das ist ein großartiger Transfer für die Bayern"

Vielleicht hat Watzkes Aussage aber auch mit dem neuesten Einkauf des deutschen Rekordmeisters zu tun. Auf einer Pressekonferenz während der China-Reise des FC Bayern hat der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge bestätigt, dass die Verpflichtung von Arturo Vidal in trockenen Tüchern ist. Lediglich der obligatorische Medizincheck und die Unterschrift unter das Arbeitspapier des Chilenen, der für kolportierte 35 Millionen Euro von Juventus Turin an die Säbener Straße wechselt, fehlen noch.

Watzke gratuliert zu dieser Personalie und sieht die Bayern mit dem zweikampfstarken Mittelfeldmann noch besser aufgestellt: "Arturo Vidal ist für mich einer der besten Spieler, die man für das Mittelfeld gewinnen kann. Er hat eine Kriegermentalität, die gepaart ist mit großer Fußball-Qualität. Das ist ein großartiger Transfer für die Bayern und tut ihnen definitiv gut."

Obwohl der VfL Wolfsburg auch für die kommende Saison als erster Bayern-Jäger gilt, sieht Watzke den BVB weiter als zweiten Leuchtturm des deutschen Fußballs: „Dass wir angesichts von rund zehn Millionen BVB-Fans in Deutschland noch immer die zweitgrößte Strahlkraft in Deutschland haben, ist doch völlig unbestritten. Dass Wolfsburg über mehr finanzielle Mittel verfügt, dass Klaus Allofs und Dieter Hecking ihre Arbeit sehr gut machen und uns dadurch ein Riesenkonkurrent erwachsen ist, darüber müssen wir nicht reden. Aber das hat nichts mit Strahlkraft zu tun.“

dh/dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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