BVB-Boss sauer

Watzke sagt Bayern schriftlich ab

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Hans-Joachim Watzke.

München - Der Zoff um Marco Reus geht weiter. Wegen der Aussagen der Bayern-Verantwortlichen hat sich Hans-Joachim Watzke schriftlich an den FC Bayern gewendet.

Der Zoff geht weiter – jetzt schlägt der Rekordmeister zurück. Nach der heftigen Kritik aus Dortmund an FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge schießt Münchens Sportvorstand Matthias Sammer jetzt gegen den schwarz-gelben Rivalen. „Wir lassen uns von niemanden dem Mund verbieten“, stellte der 46-Jährige bei Sport1 klar. Zwei Tage vor dem Supercup verhärten sich die Fronten zwischen den beiden besten deutschen Klubs.

Wie der Kicker berichtet, hat BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sich schriftlich an den FC Bayern gewendet. Er sagte seine Teilnahme an einem Essen am Mittwoch mit Offiziellen von DFL, Bayern und BVB ab. Das bestätigte Watzke dem Fachmagazin. Grund sei die "tiefgründige Disharmonie" zwischen den Klubs, ein Treffen mache "keinen Sinn".

Auslöser waren Aussagen von Rummenigge, der sich öffentlich über Vertragsinhalte von BVB-Profi Marco Reus geäußert hatte – sehr zur Verärgerung der Dortmunder. „Es wäre schön, wenn Karl-Heinz Rummenigge einfach mal den Mund halten würde“, hatte BVB-Manager Michael Zorc erklärt.

Für den FC Bayern wird es am Mittwoch (18 Uhr, ZDF) kein angenehmer Empfang im Signal Iduna Park werden, wenn der BVB zum Supercup-Tanz bittet. Gerne gesehen sind die Münchner beim westfälischen Dauerrivalen sowieso nicht, nach den jüngsten Entwicklungen werden wohl selbst die bei der Weltmeisterschaft geschlossenen Freundschaften der Spieler nicht für eine friedliche Atmosphäre im mit 80 645 Zuschauern ausverkaufen Fußballtempel sorgen können. Doch der frühere Meister-Trainer des FCB und des BVB, Ottmar Hitzfeld, befürwortet sogar den Zwist der beiden Konkurrenten. „So ein Wortgefecht schadet der Bundesliga nicht. Es ist sogar gut“, sagte der 65-Jährige in der BamS. Neben dem Streit der Bosse bleibt auch noch abzuwarten, ob die Fans des BVB ähnlich souverän mit Bastian Schweinsteigers Schmähgesang umgehen, wie es die Verantwortlichen des Vize-Meisters taten.

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Auch am Sonntag gab es für die Borussen-Anhänger nichts zu lachen. Im Testspiel beim englischen Vize-Meister FC Liverpool kam der BVB böse unter die Räder. Mit 4:0 (2:0) fertigten die Reds das Team von Jürgen Klopp ab. Dabei hatte Klopp am Samstag noch bei der Teampräsentation des BVB gesagt: „Wir wollen vom ersten Tag an ein verschissen zu spielender Gegner sein.“ Bleibt abzuwarten, ob die Profis am Mittwoch die Forderung ihres Trainers umsetzen können…

sw

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