Marco Rose vermeidet Treuebekenntnis

Falls Rose zum BVB geht: Gladbach-Macher Eberl hat wohl schon Kontakt zu ehemaligem Bayern-Trainer

Max Eberl ist wohl schon mit einem möglichen Rose-Nachfolger im Gespräch.
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Max Eberl ist wohl schon mit einem möglichen Rose-Nachfolger im Gespräch.

Trainer Marco Rose will sich weiterhin nicht zu Borussia Mönchengladbach bekennen - darum hat Max Eberl jetzt wohl Kontakt zu einem ehemaligen Trainer des FC Bayern aufgenommen.

München - Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hat es in der Vergangenheit stets verstanden, der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein und junge Spieler vor ihrem großen Durchbruch zu finden. Diese werden dann bei Borussia Mönchengladbach zu weltklasse Spielern geformt, die für viel Geld weiterverkauft werden können. So geschehen mit Marco Reus, Granit Xhaka, Thorgan Hazard und Co..

Einen ähnlichen Ansatz wählt Eberl auch in der Trainer-Personalie. Auch wenn es sportlich mit Dieter Hecking nicht allzu schlecht lief, hat sich Eberl von dem erfahrenen Bundesliga-Trainer getrennt und die Chance genutzt, Marco Rose zu verpflichten - bevor noch jemand auf die gleiche Idee kommt. Wie Borussia Dortmund zum Beispiel. Der Konkurrent aus dem Ruhrgebiet sucht noch einen Nachfolger für Lucien Favre, der derzeit von Interimscoach Edin Terzic ersetzt wird. Im Sommer soll dann Rose kommen.

Wechsel zu Borussia Dortmund? Marco Rose vermeidet Treuebekenntnis

Der Vertrag des ehemaligen Salzburgers läuft zwar noch bis Sommer 2022, kann aber angeblich für eine festgeschriebene Ablösesumme im Sommer aufgelöst werden. Ob Rose die Chance tatsächlich wahrnimmt, ist noch unklar, jedoch vermied er bisher ein Treuebekenntnis zu den Fohlen. Er wolle sich nicht an Spekulationen beteiligen, gab er auf der Pressekonferenz vor dem brisanten Spiel gegen Dortmund an.

Auch wenn sich Eberl stets „in engem Austausch“ mit seinem Coach befindet, wird er mit seinem Kopf mal wieder einige Wochen voraus sein müssen. So berichtet nun die Bild, dass der Sportdirektor der Fohlen bereits Kontakt zu Ajax-Coach Erik ten Hag aufgenommen hat. Der Niederländer war unter anderem für zwei Jahre Trainer bei den Amateuren des FC Bayern München und stand wohl auch bei den Profis schon als Chefcoach auf dem Zettel. Mit Eberl hätte er ein erstes „Kennenlern-Gespräch“ geführt. Der Gladbach-Macher wolle sich so auf den Ernstfall vorbereiten.

BVB: Edin Terzic fehlen noch die Ergebnisse

Ob der auch wirklich eintritt, wird die Zukunft zeigen. Edin Terzic konnte in der kurzen Zeit jedenfalls noch keine große Werbung für sich machen. Zuletzt spielte er gegen den krassen Außenseiter Mainz nur Unentschieden und verlor die wichtige Partie gegen Bayer Leverkusen. Ein Engagement über den Sommer hinaus ist somit unwahrscheinlich. BVB-Sportdirektor Michael Zorc wollte vor dem Duell gegen Gladbach trotzdem noch nichts von einem Trainer-Wechsel wissen.

„Es gebietet mein Respekt vor Borussia Mönchengladbach und auch vor anderen Vereinen, kein weiteres Wort mehr darüber zu verlieren“, kommentierte er die Thematik. Die Spekulationen um die Borussias und ihre Trainer wird sich also noch eine ganze Weile hinziehen. Gut, dass beide Sportdirektoren bereits mindestens einen Schritt voraus sind. (ta)

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