"Wir müssen sehen, was der Spieler will"

Sammer öffnet Tür für Götze-Abgang - Gespräche erst im Sommer

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Mario Götze musste gegen Bremen wegen einer Ellbogenverletzung ausgewechselt werden.

München - Endlich durfte er wieder ran! Nach zuletzt fünf Partien in Folge auf der Ersatzbank stand Mario Götze am Samstag gegen Bremen wieder in der Startelf und gab ein ordentliches Comeback. Sein Verbleib in München ist aber mehr als ungewiss.

Endlich durfte Mario Götze wieder das tun, was er am liebsten mag: Fußball spielen. Gegen Werder Bremen stellte Pep Guardiola den 23-Jährigen wieder in die Startelf - nachdem er ihn zuvor fünf Spiele lang nur auf der Ersatzbank schmoren ließ.

Götze sieht sich derzeit bei 80 Prozent Leistungsfähigkeit

Obwohl er nach 54 Minuten wegen einer Ellbogenverletzung für Sebastian Rode ausgewechselt wurde, sah man dem WM-Helden die Freude über sein Comeback deutlich an. "Nach einer so langen Zeit bin ich einfach glücklich, dass ich wieder spielen konnte. Wichtig ist, dass ich körperlich in einem guten Zustand bin", gab Götze nach dem 5:0 über Werder zu Protokoll. Doch wie ist es um Götzes Zukunft an der Säbener Straße bestellt? Die Bosse halten sich bedeckt, wollen das Thema in der aktuell wichtigen Saisonphase klein halten.

Die körperliche Fitness ist das eine - doch Götze fehlt gezwungenermaßen noch die Spielpraxis. Was seinen Spielrhythmus angeht, sieht sich der WM-Held bei "80 Prozent" und glaubt: "Der kommt dann mit den Spielen automatisch wieder." Offen bleibt allerdings, wie sich Götze diese Spielpraxis holen will. Gegen Juve am Mittwoch im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League wird Guardiola aller Wahrscheinlichkeit nach wieder anderen vertrauen, Robert Lewandowski wird wieder ins Sturmzentrum rücken und Thomas Müller anstelle von Götze hinter der ersten Angriffsreihe wirbeln. Auch FCB-Kapitän Lahm räumt ein: "Es ist schwierig, Einsatzminuten zu bekommen, wenn man noch nicht im Rhythmus ist."

Sammer: "Müssen auch sehen, was der Spieler will"

In Bayerns Führungsetage wird Götzes Wirken sehr genau beobachtet. "Das ist ein Spieler, der mit einem großen Namen verpflichtet wurde", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge nach dem Sieg gegen Werder über Götze - und richtete gleich eine Aufforderung zur Leistungssteigerung hinterher: "Es wäre schön, wenn Mario in den zwei Monaten, die jetzt sehr wichtig sind, Bedeutendes dazu beiträgt, dass wir am Ende hoffentlich die eine oder andere Silberware auf dem Tisch stehen haben."

Über Götzes Zukunft nach diesen zwei Monaten schwieg sich Rummenigge hingegen aus. Der Vertrag des 23-Jährigen in München gilt noch bis zum Sommer 2017. Die zwei Optionen, die sich bieten, wenn der Klub zumindest eine Ablöse für den WM-Helden erzielen will, heißen: verlängern oder nach dieser Saison verkaufen. Sportvorstand Matthias Sammer scheint jedenfalls einen Abgang Götzes nicht mehr auszuschließen. "Wir werden die Lage im Sommer analysieren. Wir müssen auch sehen, was der Spieler will", sagte Sammer dem kicker.

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

"Wann ich über meine Zukunft entscheide, hängt von vielen Faktoren ab", sagte Götze am Samstag im ZDF-Sportstudio. Gut möglich, dass die fehlende Wertschätzung auch ein Grund für Götze ist, den FC Bayern zu verlassen. Während andere Leistungsträger wie Müller, Jerome Boateng, Manuel Neuer und wie aktuell wohl auch David Alaba, sich bereits über Vertragsverlängerungen freuen durften, obwohl ihre Arbeitspapiere ursprünglich ohnehin schon länger liefen als Götzes Kontrakt bis 2017, muss sich der Edeltechniker also weiter gedulden.

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