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„Dann sind wir kaum aufzuhalten“: Neuer nennt vor Dortmund-Knaller Rezept zum Sieg

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Von: Hanna Raif, Manuel Bonke

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Bayern-Kapitän Manuel Neuer ist vor dem BVB-Kracher siegessicher.
Bayern-Kapitän Manuel Neuer ist vor dem BVB-Kracher siegessicher. © Robin Rudel/Imago

Der Sieg über Leverkusen und die Pilsen-Party machen dem FC Bayern Mut. Oliver Kahn mahnt vor dem BVB-Kracher jedoch zur Vorsicht: Man solle das Schützenfest nicht überbewerten!

München - Wer sich Julian Nagelsmann (35) am Mittwoch bei einem gemütlichen Fußballabend auf der Couch vorgestellt hat, liegt ziemlich daneben. Generell ist der Trainer des FC Bayern jemand, der mitgeht, wenn der Ball rollt, zudem aber nähert er sich der Sache halt auch gerne analytisch. Das Gastspiel von Borussia Dortmund in Sevilla in der Champions League hat er sich also auf dem Laptop angeschaut, ausgestattet mit einem Block, um die wichtigsten Szenen zu notieren.

Am Donnerstagmorgen gegen 7 Uhr ist er dann in seinem Büro an der Säbener Straße in die Detailanalyse des BVB-Spiels gegangen. Die entscheidende Frage: Kann all das, was beim FC Bayern gegen Leverkusen und Pilsen so wunderbar funktioniert hat, auch am Samstag im Topspiel klappen? „Wir sind auf der Siegesstraße“, sagte Torschütze Sadio Mané: „Und ich hoffe, dass wir dort bis zum Saisonende bleiben.“ Die jüngsten Auftritte – vor allem das 5:0 gegen den tschechischen Meister – sprechen freilich dafür.

FC Bayern vor dem Kracher in Dortmund „richtig heiß“ - doch wehe, es setzt eine Pleite

Dadurch stellten die Münchner übrigens einen neuen Königsklassen-Rekord auf und sind nun seit 31 Gruppenspielen ungeschlagen. „Wir fühlen uns gewappnet, wir sind richtig heiß und werden Vollgas geben“, versprach etwa Leon Goretzka. Nicht nur das Selbstvertrauen ist nach neun Toren in zwei Spielen zurück, der Spaß am Spiel sowieso. Und trotzdem haben die vergangenen Wochen Spuren hinterlassen. Man weiß auch, dass eine Pleite bei den punktgleichen Dortmundern die jüngsten Erfolge relativieren würde (der Live-Ticker auf tz.de).

Vorstandschef Oliver Kahn meldete sich auf Twitter zu Wort – und stellte klar: Dass die „Formkurve weiter nach oben“ geht, solle nicht davon ablenken, dass „wir gegen Dortmund ebenfalls eine Top-Leistung abliefern müssen“. Ähnlich sah es Goretzka, der zwei der fünf Treffer vorbereitet hatte. „Um ehrlich zu sein“, erzählte der Nationalspieler, „waren das jetzt auch zwei Gegner, die uns haben machen lassen, was wir wollten.“ Es werden „auch wieder andere kommen“, ergänzte er. So wie Dortmund, „wo es auf mehr Details ankommt“.

Nach zehn FCB-Meisterschaften in Folge stellt sich derweil die Frage, wie künftig der Titelkampf in der Bundesliga aussehen könnte:

Mit welcher Aufstellung lässt Julian Nagelsmann den FCB beim Bundesliga-Kracher beginnen? Das sind die Optionen.

FC Bayern zu Gast beim BVB: Rechtzeitig vor Bundesliga-Kracher in Torlaune

An diesen Details tüftelt Nagelsmann, um sie dann in zwei Trainingseinheiten zu vermitteln. Dass die Offensive sich warm geschossen – oder wie Hasan Salihamidzic sagt: „ein bisschen mehr Zielwasser getrunken“ – hat, kommt da ganz gelegen. Sowohl gegen Bayer als auch gegen Pilsen haben frühe Tore die Brust breiter werden lassen, Manuel Neuer sagte mit Blick auf die Dosenöffner: „Dann sind wir kaum aufzuhalten.“ Für den Kapitän aber steht im „Prestigeduell“ die Defensive im Fokus. „Gegen Dortmund“, sagte er, „müssen wir unseren Mann stehen.“ Und zwar alle elf, die randürfen.

Wer das sein wird, muss Nagelsmann heute und morgen herausfinden. Eine knifflige Aufgabe, denn „jeder will spielen, jeder will sich beweisen“, weiß der Trainer. Die finale Entscheidung wird am Laptop fallen. Mit Zettel, Stift – und viel Vor- und Zurückspulen. „Ich hoffe, es wird die richtige sein.“

Derweil schwärmen die Bayern-Stars von Shootingstar Jamal Musiala – Neuer spricht indirekte Beförderung aus.

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