Ausgepeppt

Ancelotti zu Bayern? Die wichtigsten Fragen und Antworten

München - Angeblich ist sich Carlo Ancelotti mit dem FC Bayern schon einig. Was dran ist und was sich unter ihm ändert – die tz beantwortet die wichtigsten Fragen:

Es hat sich ausgepeppt an der Säbener Straße. Wie die spanische Zeitung Marca am Mittwoch berichtete, soll Pep Guardiola nun doch schon vor dem letzten Hinrundenspiel am Samstag in Hannover das Gespräch mit Karl-Heinz Rummenigge gesucht und ihn darüber informiert haben, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Weihnachtsüberraschung? Von wegen…

Doch ein Mann kann das Fest der Roten noch retten: Carlo Ancelotti. Der Italiener, der vor zwei Jahren „la decima“ mit Real holte, soll nach tz-Informationen das Pep-Erbe antreten. Was dran ist und was sich unter ihm ändert – die tz beantwortet die wichtigsten Fragen:

Ist der Deal schon fix?

Fakt ist: Offizielles gibt es Stand heute nichts. Der FCB schweigt, Guardiola und Ancelotti sowieso. Fest steht aber auch: Die Anzeichen für einen Pep-Abschied im Sommer verdichten sich nun schon seit geraumer Zeit. Immer wieder war zu lesen, der Spanier sei sich mit Manchester City einig und werde die Allianz Arena in Richtung Etihad verlassen. Stellt sich nur die Frage, wann die Bayern die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis setzen. Nach tz-Informationen jedenfalls steht Ancelotti kurz vor der Verpflichtung. Eine Unterschrift gibt es bis dato nicht, beide Parteien sind sich jedoch einig. Laut Marca soll der 56-Jährige für drei Jahre unterschreiben und der Deal kommende Woche publik gemacht werden.

Gab es andere Kandidaten?

Option Nummer eins war stets Ancelotti, davon zeugt allein schon der erste Kontakt beider Parteien im Mai. Damals ließ Guardiola zum ersten Mal fallen, er könne München den Rücken kehren. Zu dieser Zeit stand der Italiener jedoch noch in Madrid unter Vertrag. Seit vergangener Woche, nachdem Pep die Bosse über seine Entscheidung in Kenntnis setzte, ist man sich mit Carletto einig. Laut Münchner Merkur sollen zudem Jogi Löw (Vertrag bis 2018 beim DFB) sowie das Duo Mark van Bommel und Mehmet Scholl mögliche Kandidaten gewesen sein. Scholl, Ziehsohn von Uli Hoeneß, trainierte 2009/10 und 2012/13 die Regionalliga-Mannschaft – allerdings mit mäßigem Erfolg. Auch angesichts der Expertise eines Ancelotti, der laut kicker ein „Mega-Angebot“ von Zenith St. Petersburg ausgeschlagen hat, dürfte diese Variante verworfen worden sein. Und Mourinho, der Donnerstag bei Chelsea entlassen wurde? Kaum vorstellbar, dass der sein Ego dem Bayern-Mia-San-Mia unterordnen würde.

Wer entscheidet?

Mia san mia lautet das Gebot! Entschieden wird zusammen, vor allem bei einem Kaliber wie Ancelotti. Christian Nerlinger, selbst von 2009 bis 2012 als Sportdirektor beim FCB tätig, kennt die Vorgehensweise aus dem Effeff. Der tz sagte er: „Grundsätzlich müssen die großen Transfers beim FC Bayern einstimmig beschlossen werden. Da muss jeder hinter den Entscheidungen stehen. Vorstand und Sportdirektor müssen bei der Trainerentscheidung einer Meinung sein, bei den Transferentscheidungen muss auch der Trainer dahinterstehen.“ Hinzu kommt noch der Technische Direktor Michael ­Reschke, der laut Nerlinger „mittlerweile, glaube ich, ein gewichtiges Wort mitzureden hat“ – und natürlich Uli Hoeneß, offiziell nur für den Nachwuchs tätig.

tz

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

TV-Kritik: Was machen wir die nächsten drei Monate am Samstag?
TV-Kritik: Was machen wir die nächsten drei Monate am Samstag?
Erste Spieler-Fotos von neuem Bayern-Heimtrikot aufgetaucht?
Erste Spieler-Fotos von neuem Bayern-Heimtrikot aufgetaucht?
Meisterfeier des FC Bayern: Uli Hoeneß kündigt „Granaten“-Transfers an
Meisterfeier des FC Bayern: Uli Hoeneß kündigt „Granaten“-Transfers an
„Satt und müde“: So lautet die Saisonbilanz der Bayern-Fans 
„Satt und müde“: So lautet die Saisonbilanz der Bayern-Fans 

Kommentare