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Es juppt auch in Europa! FCB fegt Celtic aus der Arena

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Von: José Carlos Menzel López, Manuel Bonke

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Der FC Bayern hat sich in der Champions-League-Gruppe B mit einem verdienten Heimsieg gegen Celtic Glasgow zurückgemeldet
Der FC Bayern hat sich in der Champions-League-Gruppe B mit einem verdienten Heimsieg gegen Celtic Glasgow zurückgemeldet. © AFP

In seinem ersten Champions-League-Spiel seit Mai 2013 feiert Trainer Jupp Heynckes mit dem FC Bayern einen überzeugenden Heimsieg gegen Celtic Glasgow. Drei Wochen nach Paris ist plötzlich die Spielfreude zurück.

München - Ist doch alles gar nicht so schwer. Zumindest unter Jupp Heynckes. Vier Tage nach dem 5:0 gegen Freiburg zaubern Don Jupps Rote auch in der Königsklasse weiter. Drei Stück gab’s am Mittwochabend für die Schotten von Celtic Glasgow (hier noch mal den Ticker nachlesen), bei denen wenigstens die Anhänger am Marienplatz einen einigermaßen „fröhlichen“ Mittag verbrachten. Heißt für den Rekordmeister: weiterhin drei Punkte hinter PSG, das sich bei einem 4:0 in Anderlecht vergnügte, dafür aber drei Punkte vor den Drittplatzierten aus Glasgow. Platz eins der Gruppe B ist also weiterhin möglich. Fazit Heynckes: „Es war wichtig, auch in der Champions League wieder in die Spur zu kommen.“

Mit Jupp kehrt insgesamt der Sommer nach München zurück. Temperaturtechnisch, wie man die vergangenen Tage an den rund zwanzig Grad in der Landeshauptstadt erkennen konnte, fußballerisch sowieso. Es ist alles wie damals an jenem lauen Sommerabend in Wembley. Die roten Trikots mit den weißen Krägen, auf der Bank der Mann mit dem weißen Haar und auf dem Feld die Spieler, die irgendwie schneller und besser sind als die auf der anderen Seite. Es ist wie verhext, aber so ist das allem Anschein nach mit Jupp.

Schiedsrichter sah Ball im Aus - fälschlicherweise

Keine sechs Minuten benötigten seine Burschen, um den Schotten das erste Geschenk in den Kasten zu legen. Thiago hatte die Kugel unter die Latte gezimmert, Lewandowskis Hereingabe war nach dem Geschmack des Unparteiischen aber im Aus gewesen. Die Zeitlupe bewies Gegenteiliges, wie auch 66 Sekunden später bei einem Elfmeter von Lustig am Polen, den der Russe Karasev ebenfalls nicht pfiff. Aber die neuen Bayern sind ja geduldig. Hat Jupp befohlen.

Und der Triple-Opa hat – wie immer – recht. Drei Minuten nach einem Alaba-Homerun (14.) auf das Autobahnkreuz München-Nord war’s soweit. Den ersten Lewandowski-Kopfball konnte Gordon noch aus dem Eck kratzen, Müllers anschließenden Gewaltschuss nicht mehr. Zehn Minuten später bediente der erneut starke Coman Kimmich mit einem Gedicht an Flanke, die der Jungspund gegen die Laufrichtung des Celtic-Keepers im Netz platzierte. Und Jupp? Nickte nur zufrieden, während Sportdirektor Brazzo Purzelbäume schlug.

Aber es war ja auch zum Purzelbäume schlagen! Robben eroberte in der eigenen Hälfte Bälle per Grätsche wieder, Kingsley Coman war auf der linken Außenbahn mit der Durschnitssgeschwindigkeit eines Learjets unterwegs und der 1,76 Meter große Leuchtturm Kimmich erzielte auf einmal Kopfballtore. Konnte der wahre Leuchtturm der Münchner natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Mats Hummels, seines Zeichens 15 Zentimeter größer als Kimmich, lief vor, stieg hoch und nickte ein (51.). 3:0, bei Celtic hatten nur noch die Fans Spaß. Dank der vorangegangenen Mittagsaktivitäten, versteht sich.

Jupps Kicker verlebten derweil einen ganz anderen Rausch, einen spielerischer Natur, irgendwie hatte aber der Schiri weiterhin etwas gegen Tore. Einen Lewy-Volley gab er ebenfalls nicht, in diesem Fall aber berechtigterweise – der Pole stand im Abseits. Sinclair auf der anderen Seite ebenfalls, daher zählte auch sein Treffer nicht. Den Rest hielt Ulreich, der unter Jupp ebenfalls in anderen Sphären hält. Und so gingen alle Roten am Mittwochabend mit einem breiten Grinsen wieder nach Hause. Und alles nur wegen diesem Jupp Heynckes.

José Carlos Menzel López, Manuel Bonke, Jonas Austermann

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