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FC Bayern pflügt durch die Champions League: Nagelsmann-Ansage an die Konkurrenz

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Mit 5:2 fegte der FC Bayern München Benfica Lissabon vom Platz und zog somit souverän ins Achtelfinale der Champions League ein. Nun spricht der Rekordmeister zum ersten Mal vom Titel.

München - Diese Leistung war auch ein Statement an die internationale Konkurrenz! Am Dienstagabend fegten die Bayern Benfica Lissabon mit 5:2 vom Platz. Der vierte Sieg im vierten Gruppenspiel der Champions League. Dazu 17 Tore erzielt und nur zwei kassiert. Der deutsche Rekordmeister marschierte souverän ins Achtelfinale der Königsklasse, gilt in der öffentlichen Wahrnehmung bereits als großer Anwärter auf den Henkelpott – und hat selbst so richtig Henkel-Bock!

„Die anderen Vereine werden uns schon auf dem Schirm haben“, betonte Trainer Julian Nagelsmann (34) nach Schlusspfiff bei Amazon Prime Video. „Es gibt schon ein paar andere Teams, die auch gut sind. Aber wir gehören auch dazu.“

FC Bayern überzeugt in der Champions League: „Können weit kommen“

Die Favoritenrolle wollte der Landsberger nach dem Spiel nicht von sich und seiner Mannschaft weisen. „Ich weiß nicht, ob man das tun muss“, meinte Nagelsmann. „Am Ende geht es darum, die Leistung immer zu bestätigen. Wir haben die Champions-League-Saison bis jetzt sehr gut gespielt. Wenn man das immer wieder bestätigt, werden wir sicherlich weit kommen können.“

Die Partie vor 50 000 Fans in der Allianz Arena gegen Benfica sei seiner Meinung nach mit die beste seines Teams gewesen. „Ich finde, dass wir unglaublich aktiv waren, sehr spielfreudig“, lobte Nagelsmann, der auch das Tempo und die guten Laufwege der Bayern-Stars hervorhob.

FC Bayern fertigt Benfica Lissabon ab: Lewandowski überragend

Das Offensivspiel der Münchner wurde vor allem von Joshua Kimmich (26) angetrieben. Die Impf-Debatte rund um den Sechser, der sich das Vakzin bisher wie vier weitere FCB-Spieler noch nicht verabreichen hat lassen, beeinflusste ihn nicht. Gegen Benfica lief fast jeder gefährliche Angriff über ihn.

FC Bayern München beim Sieg gegen Benfica Lissabon
Der FC Bayern überzeugte mit einem 5:2-Sieg gegen Benfica Lissabon. © Sven Hoppe / dpa

Offensiv wirbelten Kingsley Coman (25), Leroy Sané (25) und Serge Gnabry (26) die Abwehr der Portugiesen durcheinander, waren unglaublich schwer ausrechenbar. Und ganz vorne? Da haben die Bayern mit Robert Lewandowski (33), der gegen Benfica drei Tore erzielte, den aktuell alles überragenden Stürmer.

FC Bayern „dominant“ in der CL: „Beste Mannschaft der Welt“

„Unser Auftreten war der Schlüssel. Wir waren sehr dominant“, sagte Torwart und Kapitän Manuel Neuer (35). „Wir haben uns makellos qualifiziert und wollen das noch so fortsetzen. Wir wollen zeigen, dass wir alle Gruppenspiele gewinnen können.“

Am 23. November treffen die Bayern in Kiew auf Dynamo. Am 8. Dezember steht das letzte Gruppenspiel gegen den FC Barcelona in der Allianz Arena auf dem Programm. Fünf Tage später findet die Achtelfinal-Auslosung im schweizerischen Nyon statt. Im Februar 2022 wird es so richtig ernst im Kampf um den Henkelpott. Dann beginnt die K.o.-Phase. „Für mich ist Bayern sicher die beste Mannschaft der Welt“, so Benfica-Mittelfeldspieler Joao Mário (28).

Nagelsmann nach CL-Gala gegen Benfica: „Das ist ein bisschen ärgerlich“

Also, alles eitel Wonne beim FC Bayern? Natürlich nicht. Fußballfachmann Nagelsmann konnte auch beim 5:2-Spektakel „hin und wieder kleine Makel“ erkennen. „Die Standards können und müssen wir anders verteidigen“, sagte der Trainer mit Blick auf das erste Gegentor. „Das ist ein bisschen ärgerlich. Noch dazu war es kein Freistoß.“

Der zweite Treffer von Benfica sei hingegen nach einem Fehlpass, nach dem man innerhalb kürzester Augenblicke Entscheidungen treffen müsse, vertretbar gewesen. „Es ist schwer zu verteidigen, wenn du 16 Meter im Rückwärtssprinten bist“, fand Nagelsmann. „Das kann man verschmerzen.“

Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Bayern am Mittwoch aufgrund der Ausfälle von Lucas Hernandez (25) und Niklas Süle (26) mit einer Viererkette aufgelaufen sind, die so noch nicht zusammengespielt hat. Und Gegentore machen Lewandowski & Co. vorne derzeit ohnehin wieder wett. In allen bisherigen Saison-Spielen erzielten sie im Schnitt vier Tore. Eine Ansage an die nationale und internationale Titel-Konkurrenten. (pk/bok)

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