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Finanzielle Katastrophe für den FC Bayern? Spekulationen über einschneidende Änderungen

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Von: Andreas Knobloch

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Julian Nagelsmann: Fehlt bald wieder die Unterstützung der Fans?
Julian Nagelsmann: Fehlt bald wieder die Unterstützung der Fans? © Eduard Martin / Imago Images

Drohen dem FC Bayern und anderen Bundesligisten finanzielle Einbußen? Erste Vereine verschieben schon ihren Ticketverkauf, wegen der angespannten Lage.

München - Sportlich läuft fast alles nach Plan. Das Gladbach-DFB-Pokal-Spiel ausgeklammert ist der FC Bayern München auf dem besten Weg zur zehnten Meisterschaft. Doch bis dahin müssen noch einige Hürden genommen werden. Dazu zählt auch ein Dienstagabendspiel beim VfB Stuttgart am 14. Dezember.

Doch wie wird das Spiel gegen die Schwaben stattfinden? Eine erste Zeitung spekuliert bereits, dass es ein Novum für den FC Bayern geben könnte. Da die Partie in Baden-Württemberg stattfindet, spekulieren zum Beispiel die Stuttgarter Nachrichten, dass es wieder ein Geisterspiel geben könnte, weil der angestrebte Ticketverkauf vorerst ausgesetzt wurde.

FC Bayern gegen VfB Stuttgart vor leeren Rängen? Am 6. November kamen noch 75.024 Zuschauer

Als die Saison am 13. August begann, spielte der FC Bayern vor fast 23.000 Zuschauern bei Borussia Mönchengladbach. Seitdem steigerte sich die Zuschauerzahl prozentual zur Auslastung oder je nach Regelauslegung. Gegen Freiburg am 6. November waren in der Allianz Arena 75.024 Fans zu Gast. Und jetzt wieder Geisterspiele?

Das könnte an den neuen Corona-Regeln liegen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann kündigte an, dass beim Zugang zu Restaurants, Museen, Ausstellungen und den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen nur noch Geimpfte und Genesene Eintritt genießen. Des Weiteren fordert Kretschmann, die rechtliche Grundlage für Ausgangsbeschränkungen zu überprüfen, um diese im Notfall wieder verhängen zu können. Auch Markus Söder sprach über einen möglichen Lockdown.

Außerdem findet am 18. November die Bund-Länderkonferenz statt, die neue Regeln bringen könnte. Ob und wie es rechtzufertigen wäre, wenn sich beispielsweise über 60.000 Zuschauer in die Mercedes-Benz Arena drängen, während die Intensivstationen volllaufen, werden die Politiker diskutieren müssen. Und ob 2G Plus, 2G, 3G Plus oder Beschränkungen für alle, ist auch noch nicht geklärt.

Aus finanzieller Sicht kämen Geisterspiele für die Bundesliga-Teams einer Katastrophe gleich. Das Gleichgewicht zwischen Wirtschaft und Gesundheit wackelte während der Pandemie immer wieder.

FC Bayern bei VfB Stuttgart: Davor stehen noch große Spiele an

Der VfB Stuttgart hat den Vorverkauf für Tickets auf unbestimmte Zeit verschoben. Mitglieder und Dauerkartenbesitzer müssen sich also gedulden - und schauen eventuell komplett in die Röhre. Und vielleicht spielen beide Teams schon früher vor leeren Rängen, je nachdem, was die Regierung festlegt. Der FC Bayern hat bis zum Stuttgart-Match noch Augsburg (Auswärts), Kiew (A), Bielefeld (Heim), Dortmund (A), Barcelona (H) und Mainz (H) vor der Brust.

Laut einer Auswertung der Luca App sind Sportveranstaltungen nicht gefährlich. Erfasst wurden Warnhinweise per App und Anrufe bei Nutzern der App durch das Gesundheitsamt. Kaum eine Rolle spielten der Einzelhandel (1,0 Prozent), Kinobetriebe (1,7 Prozent) sowie Theater, Museen und Kultureinrichtungen (zusammen 0,9 Prozent). Auch die Bereiche Sport (0,8 Prozent) und Spaß/Schwimmbäder (0,6 Prozent) erwiesen sich nicht als Hotspots, während Clubs und Bars zusammen fast zwei Drittel ausmachen. (ank)

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