1899-Stürmer vor Heimkehr

„Es ist zum Kotzen“: Darum kehrt Wagner wohl zum FCB zurück

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Sandro Wagner wird mutmaßlich nicht mehr lange das Trikot der TSG Hoffenheim tragen.

Mit Nationalstürmer Sandro Wagner füllt der FC Bayern die Lücke eines Back-ups für Robert Lewandowski. Doch warum begnügt sich der Hoffenheimer mit dem drohenden Reservisten-Dasein? Hier die Gründe.

München - Am Mittwoch saß der Hoffenheimer Stürmer schon mal in München auf der Bank – da allerdings als Gast bei den Basketballern des FC Bayern. Zukünftig droht ihm auch im Fußball die Zuschauerrolle. Damit dürfte der 29-Jährige aber bestens leben können: Der Angreifer der TSG Hoffenheim steht vor einem Winter-Wechsel zum Rekordmeister.

1899-Coach Julian Nagelsmann bestätigte gestern: „Wir wissen bereits länger, dass die Bayern Interesse an Sandro haben.“ Nach tz-Informationen aus dem Umfeld Wagners ist der Transfer zu 90 Prozent durch. Jetzt geht es um die Ablöse! Die Hoffenheim soll rund zehn Millionen Euro verlangen - für den FCB eine Summe, die locker zu stemmen ist.

In München wird Wagner Stürmer Nummer zwei hinter Robert Lewandowski. Der Polen-Knipser erhält damit jenen Back-up, den er zuletzt vehement forderte. Für den Hoffenheimer heißt es dann wohl bei den meisten Partien des FC Bayern: Bank statt Stammplatz.

Wagners Problem: Zweieinhalb Jahre Pendelei über 300 km

Warum tut Wagner sich das an? Im tz-Interview in der vergangenen Woche erklärte der deutsche Nationalspieler vielsagend: „Ich habe einen ganz großen Traum. Fußballerisch.“ Zum FC Bayern wollte Wagner nichts sagen, jetzt wird klar warum. Er träumt von der Rückkehr.

Für den 29-Jährigen ist München gleich in mehrfacher Hinsicht reizvoll. Zum einen wohnen seine Frau Denise und die zwei Kinder Luca-Marie und Hugo – das dritte ist unterwegs – in Unterhaching. Zum anderen spielte er bereits von 1995 bis 2008 für die Roten. Neben den Jugendteams und der zweiten Mannschaft lief er auch für die Profis des FC Bayern auf – allerdings nur acht Mal.

Jetzt also die zweite Chance! Wagner erspart sich damit die nervige Pendelei von München nach Sinsheim. Sandro sagte der tz zu diesem Thema: „Es ist zum Kotzen. Ich mache das jetzt seit zweieinhalb Jahren und es schlaucht. Ich werde auf jeden Fall nach München zurückkehren. Die Frage ist nur, wann.“ Die Antwort: Wohl im Winter.

Wagner ab dem Jahreswechsel in Champions League spielberechtigt

Der Transfer macht auch aus Bayern-Sicht absolut Sinn. Mit Wagner bekommt Jupp Heynckes einen echten Brecher. In der laufenden Saison knipste der 1,94-m-Schrank in neun Liga-Spielen vier Mal. Wagner ist damit die perfekte Antwort auf Jupps Frage „Wen willst du denn im Winter holen?“

Es wird noch besser: Der gebürtige Münchner ist in der CL ab dem Achtelfinale spielberechtigt. In Hoffenheim scheint man ihm keine Steine in den Weg legen zu wollen. Nagelsmann sagte, bei der TSG werde niemand Groll gegen Wagner hegen. Mit dem Ex-Kölner Anthony Ujah soll der Nachfolger auch schon feststehen. Für Wagner gibt es also keinen Grund zu grübeln.

Jonas Austermann

Kommt Sandro Wagner zum Rekordmeister?

Video: Glomex

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