Familien-Clan sorgte für Trubel

Hoeneß: Das ist der wahre Grund, warum Carlo Ancelotti gehen musste

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An Carlo Ancelotti selbst ist die Zusammenarbeit mit dem FCB offenbar gar nicht gescheitert.

Über die wahren Gründe für das Ende der Amtszeit Carlo Ancelottis herrschte lange Rätselraten. Mittlerweile steht fest: Der italienische Trainer selbst trägt nur eine geringe Schuld.

München - „Unter Trainer Jupp Heynckes schwebt der FC Bayern wieder“: So lautete die Feststellung von Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern am vergangenen Freitag. Kein Wunder - vor der 1:2-Pleite in Mönchengladbach konnten die Münchner alle neun Partien unter dem neuen Übungsleiter erfolgreich gestalten. Doch warum hatte es zwischen dem deutschen Rekordmeister und Vorgänger Carlo Ancelotti eigentlich nicht hingehauen? Darüber herrscht nun endgültige Gewissheit. FCB-Präsident Uli Hoeneß hat mittlerweile klargestellt, dass der italienische Erfolgstrainer nicht selbst schuld am abrupten Ende seiner Amtszeit nach etwas über einem Jahr hatte!

Vielmehr sei das Verhalten des italienischen Betreuerstabes für die Entscheidung der Klubbosse ausschlaggebend gewesen: "Mit den Assistenten von Ancelotti hat es hinten und vorne nicht gepasst. Mit Carlo selber ja gar nicht, da war alles okay", verrät Hoeneß. Der Präsident des Klubs von der Säbener Straße belässt es nicht bei diesem Statement und geht mehr ins Detail: "Da war ja jeden Tag irgendeine Streiterei zwischen den Physios, den Medizinern und den Trainern von Ancelotti."

Uli Hoeneß: „In so einem Umfeld kannst du nicht vernünftig arbeiten“

Bei dem Betreuerstab, welcher Carlo Ancelotti zur Seite stand, handelte es sich um einen echten Familien-Clan: Fitness-Coach Giovanni Mauri, dessen Sohn Francesco, dazu Ancelottis Zögling Davide sowie Ernährungsberater Mino Fulco, seines Zeichens Schwiegersohn von Ancelotti. "In so einem Umfeld kannst du nicht vernünftig arbeiten. Wenn zum Beispiel nur darüber gestritten wurde, wer wo auf der Bank sitzt. Das waren wichtigere Dinge als das Spiel selbst. Das sind alles Sachen, die für eine Fußballmannschaft auf Dauer nicht gut sind", blickt Hoeneß auf die italienische Ära beim FC Bayern zurück.

Uli Hoeneß attackiert den Trainerstab während der Ära Carlo Ancelotti.

Die Clan-Spekulationen hatten bereits kurz nach der Entlassung von Ancelotti begonnen, Davide Ancelotti äußerte sich daraufhin zu diesen Vorwürfen: „Ich habe es gelesen und kann nur sagen, dass das nicht der Realität entspricht. Ein Trainer vertraut seinem Staff, egal, ob sie Verwandte sind oder nicht. Das Gleiche gilt für den sehr guten Fitnesstrainer Giovanni Mauri, der genauso wie sein Sohn Francesco Mauri mit uns arbeitet. Es ist schlimm und unverständlich, dass man bei uns von einem Clan spricht.“

Zumindest bis zum Saisonende wird der FC Bayern nun von Triple-Sieger Jupp Heynckes trainiert. Auch wenn sich die Münchner sogar ein längeres Engagement des 72-Jährigen vorstellen können, Heynckes selbst kann das (noch) nicht. Will der FC Bayern Zeit gewinnen, um dann 2019 seinen Wunschtrainer zu bekommen? Laut Bild soll es nämlich längst eine absolute Nummer eins der Bayern-Bosse für die Trainer-Nachfolge geben ...

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