Magische Vier

Darum stehen die Bayern trotz der jüngsten Nullnummer vorm Titel

München - Die tz  zeigt, warum nach der Nullnummer gegen Borussia Dortmund alles auf den vierten Titel in Folge für den FC Bayern hinausläuft.

Matthias Sammer hatte die Lage des FC Bayern auf den Punkt gebracht. „Wir haben eine gute Ausgangsposition“, sagte der Sportvorstand der Roten nach dem 0:0 in Dortmund. Der nötige Schuss Respekt gebot es, dass die Münchner ihre Situation nicht noch erfolgsversprechender ausschmückten. Denn fünf Punkte Rückstand auf die Roten sind für den BVB kaum mehr aufzuholen. „Es sind noch neun Spiele, und ich gehe davon aus, dass sie sieben bis acht gewinnen werden“, meinte Sammer mit Blick auf das Restprogramm der Dortmunder. Selbst mit acht Siegen müsste der BVB aber noch auf drei Niederlagen der Bayern hoffen – so oft hat das Team von Pep Guardiola nicht mal in den 25 Spielen zuvor verloren. Die tz  zeigt, warum nach der Nullnummer im Gipfeltreffen alles auf den von Sammer als magische Vier bezeichneten vierten Titel in Folge für den FCB hinausläuft.

Bayerns mentale Stärke: In den wichtigen Spielen sind die FCB-Stars voll da. Nach dem mühevollen 3:1-Sieg gegen Darmstadt trumpften die Münchner drei Tage später in Turin groß auf, spielten Juventus im Hinspiel des CL-Achtelfinals phasenweise an die Wand. Das 2:2 am Ende war schmeichelhaft für die Italiener. Auch die völlig überraschende 1:2-Pleite gegen Mainz drei Tage vor dem Ligakracher beim BVB brachte die Bayern nicht aus dem Konzept. In Dortmund bestimmte Peps Team die Partie und war dem Dreier deutlich näher als die Gastgeber.

Pressestimmen: Bayern wehrt BVB-Attacke ab

Für Pep zählen nur noch Titel: Von wegen Titel sind nur Nummern. Mit dieser Aussage verwunderte Guardiola im Januar während des Trainingslagers, doch Trophäen sind für den Spanier deutlich mehr als nur belanglose Zahlen. Doch längst ist deutlich: Pep will den maximalen Erfolg und nimmt keine Rücksicht mehr auf Einzelschicksale. In Turin schmiss er seinen verlängerten Arm Xabi Alonso aus der Startelf, gegen den BVB musste Liebling Thiago dran glauben. Der wieder fitte Mario Götze ist völlig außen vor, ebenso wie der hochgelobte Sebastian Rode.

FC Bayerns Defensive ist bald noch stabiler

Die Innenverteidigung kehrt bald zurück: Obwohl David Alaba und vor allem Joshua Kimmich ihren Job im Abwehrzentrum glänzend erledigen, warten die Bayern auf die Rückkehr von Javi Martinez und Jerome Boateng. Javi arbeitet bereits am Comeback, der Weltmeister soll bald folgen. Mit ihnen wird die Defensive noch stabiler, die Roten noch stärker.

Dortmunds schweres Restprogramm: Am Wochenende warten die Mainzer. Wozu die in der Lage sind, haben die Bayern erst kürzlich erfahren. Im April wartet das Revierderby auf Schalke auf die Borussia (10.4.), ehe am 32. Spieltag noch das Duell mit Vizemeister Wolfsburg ansteht. Auf die Roten wartet einzig noch ein schweres Auswärtsspiel beim Ligadritten Hertha BSC Ende April.

Dortmunds Titeltraum in Europa: Schon am Donnerstag trifft der BVB im Achtelfinale der Europa League auf die Tottenham Hotspurs. Diesen Titel konnten die Westfalen noch nie gewinnen, die Fans träumen vom ersten Europapokalsieg seit dem CL-Triumph 1997.

Fünf Punkte Vorsprung hat noch keiner verspielt: Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel hat noch nie ein Team fünf Punkte Vorsprung nach 25 Spieltagen noch verspielt. Überhaupt wurde der Tabellenführer zu diesem Zeitpunkt nur zweimal nicht Meister. 1995/96 vergab der FCB zwei Zähler Vorsprung auf den BVB, 2004/05 reichte Schalke ein Drei-Punkte-Abstand auf die Bayern später trotzdem nicht zur Schale.

Sven Westerschulze

Rubriklistenbild: © dpa

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