Zahavi: Guru oder Blender?

Neuer Berater plante spektakuläres Tauschgeschäft - spielt Zahavi ein falsches Spiel mit Alaba?

David Alabas neuer Berater hat beim FC Bayern für Aufsehen gesorgt. Pini Zahavi plante umgehend ein irres Tauschgeschäft mit Leroy Sané. Dabei wollte das der FCB-Star gar nicht.

  • Trotz der Corona-Krise* nimmt das Personalkarussell beim FC Bayern langsam Fahrt auf
  • Offenbar plante David Alabas neuer Berater einen spektakulären Tausch mit Leroy Sané*
  • Fraglich, ob Pini Zahavi wirklich immer die Interessen seiner Klienten vertritt

München - Pinhas „Pini“ Zahavi wird in der Fußball-Branche gerne als Star-Berater bezeichnet. Seine ersten Geschäfte als Spielervermittler fädelte er bereits Ende der siebziger Jahre ein. In der jüngeren Vergangenheit sorgte Zahavi mit Neymars 222-Millionen-Wechsel von Barcelona nach Paris für Aufsehen. 

Dass der 76-Jährige den spektakulärsten Deal der Fußball-Geschichte durchgeboxt hat, spielt ihm heute noch bei der Suche nach geeigneten Klienten in die Karten. So wie bei Bayern-Kicker David Alaba. Der Österreicher wird seit jeher von Vater George beraten. Doch kürzlich wurde bekannt, dass der Vater für die weitere Karriereplanung seines Sohns wohl gemeinsame Sache mit Zahavi macht.

FC Bayern: David Alaba vor Absprung? Österreicher hat Real Madrid im Fokus

Alabas Vertrag beim deutschen Rekordmeister läuft am 30. Juni 2021 aus. Sollte der Abwehrspieler einen Wechsel zu einem anderen Top-Klub forcieren, dann wäre dieser Sommer der richtige Zeitpunkt. Insgeheimer Wunschverein: Real Madrid. Zahavi muss von diesen Gedankenspielen wohl Wind bekommen haben und meldete sich daraufhin bei Papa Alaba, um ihm eine Zusammenarbeit schmackhaft zu machen. Die Erfahrung, dass Zahavi aber nicht immer in der Lage ist, Wechselwünsche von Spielern zu realisieren, haben bereits andere Bundesligaspieler gemacht. Prominentestes Beispiel: Robert Lewandowski*. 

Der Pole wollte im Sommer 2018 bekanntlich zu Real Madrid wechseln, machte diese Gedanken im Rahmen seiner Möglichkeiten als Spieler sogar öffentlich und tauschte seinen damaligen Berater Cezary Kucharski gegen Zahavi aus. Der Israeli ging umgehend in die Offensive und eröffnete den Wechselpoker. „Robert fühlt, dass er eine Veränderung und eine neue Herausforderung in seiner Karriere braucht. Die Verantwortlichen des FC Bayern wissen darüber Bescheid“, sagte er im Mai 2018 der Sport Bild. Die Bayern-Bosse schoben dem Wechsel zu den Königlichen einen Riegel vor und letztendlich verlängerte Lewy seinen Vertrag ein Jahr später bis Sommer 2023. 

FC Bayern: David Alaba im Tausch mit Leroy Sané zu ManCity? Zahavis irresr Transfer-Plan

Ähnliche Erfahrungen hat Torwart Kevin Trapp gemacht. Als dessen Leihgeschäft mit Eintracht Frankfurt nach der vergangenen Saison endete, wollte der Keeper eigentlich zurück zu Paris Saint Germain – als Nummer eins. Zu diesem Zeitpunkt hatte Trapp seinen früheren Berater Jörg Neubauer durch Zahavi ersetzt. Und der soll der Meinung gewesen sein, dass er durch den Neymar-Deal ausreichend Einfluss bei PSG habe, um Trapp einen Stammplatz in Paris zu verschaffen – oder notfalls bei einem anderen europäischen Top-Klub. Denkste! 

Die Pariser verkauften Trapp an die Eintracht und verpflichteten im September 2019 Keylor Navas von Real Madrid. Dass es Zahavi aber nicht immer um die Interessen seiner Spieler, sondern vor allem auch ums Geschäfte machen geht, zeigt folgender Tatsache. Wie die tz erfuhr, soll der Spielervermittler David Alaba kürzlich bei Manchester City im Tausch für Leroy Sané angeboten haben. Problem: Der Münchner hat keine Interesse an einem Wechsel dorthin. Kein Wunder: City ist wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play für die nächsten zwei Jahre von der Champions League ausgeschlossen. Zahavi sucht also Alternativen zu Real Madrid, weil sich Trainer Zinedine Zidane intern bereits festgelegt hat, dass er mit Ferland Mendy als Linksverteidiger plant. Durchaus wahrscheinlich also, dass Zahavi den nächsten Münchner nicht in Madrid unterbringt... 

Ein wildes Transfergerücht zum FC Bayern München kommt aus Italien. Angeblich ist der Rekordmeister an einem Innenverteidiger von Lazio Rom interessiert. Außerdem wird Manuel Neuer wohl von einem Klub aus der Premier League umworben.*

Manuel Bonke

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © AFP / CHRISTOF STACHE

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