"Das ist sehr beeindruckend"

Pep Guardiola lässt Schalke-Profi staunen

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Dennis Aogo ist beeindruckt von der taktischen Flexibilität des FC Bayern.

München - Dennis Aogo von Bayern-Gegner Schalke 04 hat fast 200 Bundesliga-Spiele auf dem Buckel. Doch die aktuelle Leistung des Rekordmeisters lässt sogar den Knappen-Routinier staunen.

Dennis Aogo ist im Profifußball trotz seiner 27 Jahre bereits ein alter Hase. 2004 spielte er erstmals in der Bundesliga - und bringt es nach Stationen beim SC Freiburg, beim Hamburger SV und aktuell bei Schalke 04 auf knapp 200 Einsätze im deutschen Fußball-Oberhaus. Doch von einer Sache ist Aogo auch im gestandenen Fußballeralter noch schwer zu beeindrucken: der aktuellen Form des FC Bayern.

Aogo fragt sich: "Was genau hat Guardiola jetzt eigentlich vor?"

"Das besonders Interessante ist, dass die Bayern die einzige Mannschaft sind, bei der auch ich als langjähriger Profi nicht weiß, was der Trainer dort eigentlich treibt", erklärt Aogo im Interview mit bundesliga.de. Bei allen anderen Teams erkenne er innerhalb von ein paar Minuten das Spielsystem und den Plan des jeweiligen Trainers, doch "bei den Bayern ertappe ich mich dabei, dass ich vor dem Fernseher sitze und mich frage 'Was genau hat Guardiola jetzt eigentlich vor?'".

Für den gemeinen Fußballfan schön zu wissen, dass er im Rätselraten über Guardiolas Taktik also nicht alleine steht. Auch Aogo verzweifelt regelmäßig an den Rochaden des Bayern-Trainers: "Da tauchen Spieler plötzlich auf völlig anderen Positionen als den üblichen auf, oder Laufwege sind völlig untypisch zu denen, die man gemeinhin kennt. Und dann wedelt er an der Seitenlinie auch noch alle zwei Minuten mit den Armen und ruft einen Spieler heran. Da fragt man sich 'Was erzählt er dem jetzt wohl?'. Ganz ehrlich, das beziehungsweise das Resultat ist auch für einen langjährigen Profi sehr beeindruckend."

"Bayern in einer Verfassung, in der sie kaum zu schlagen sind"

Am kommenden Samstag hat Aogo mit den Schalker Knappen die Gelegenheit, die Qualität des deutschen Rekordmeisters aus nächster Nähe zu erleben. Um 18.30 Uhr steigt das Topspiel in der Schalker Arena. Allzuviel rechnet sich der Linksfuß aber nicht aus, trotz des Heimvorteils.

"Ich halte mich an das gute alte Bonmot 'Wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen'. Der FC Bayern ist fast immer sehr gut, aber aktuell sind die Münchner in einer Verfassung, in der sie kaum zu schlagen sind. Da macht es überhaupt keinen Unterschied, ob sie nun zuhause oder auswärts spielen", so der Schalker. Dennoch werde man versuchen, "die Chance, die uns außerhalb von Schalke ohnehin keiner zutraut, zu ergreifen".

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