Bundestrainer hat die Qual der Wahl

Flick spricht von „Überangebot“: FCB-Dribbler beim DFB bald auf ganz anderer Position?

Leroy Sané, Serge Gnabry, Jamal Musiala - die Offensivjuwele in Nationalmannschaft und beim FC Bayern.
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Leroy Sané, Serge Gnabry, Jamal Musiala - die Offensivjuwele in Nationalmannschaft und beim FC Bayern.

Hansi Flick kann beim DFB auf die FCB-Achse setzen. Einem Offensivkünstler attestiert der Nationaltrainer eine Variabilität, sogar defensiv.

München - Jamal Musiala, Serge Gnabry, Thomas Müller oder Leroy Sané - Bundestrainer Hansi Flick hat offensiv die Qual der Wahl, welchen FC-Bayern-Star er zum Einsatz bringt. Und wer da noch Kai Havertz, Marco Reus oder Timo Werner zur Auswahl hat, der kann schon ins Grübeln kommen. Deswegen hat der Bundestrainer vielleicht eine neue Idee, möglichst viele einzubinden. Auch, wenn das zum Beispiel für ehemalige DFB-Säulen wie Mario Götze eine schlechte Nachricht ist.

Flick hat Mario Götze gelobt, dem Fußball-Weltmeister von 2014 aber keine große Hoffnung auf ein schnelles Comeback in der Nationalmannschaft gemacht. „Auf seiner Position ist die Qualität bei uns einfach sehr hoch, ich habe hier fast ein Überangebot“, sagte Flick dem Kicker. Der 63-malige Nationalspieler Götze war in den Niederlanden beim PSV Eindhoven zuletzt wieder in Form gekommen.

FC Bayern: Jamal Musiala in der Nationalelf auf der Sechs?

Insgesamt sieht Flick sein Team personell gut aufgestellt. „Von meinen Spielern und ihren Möglichkeiten bin ich absolut überzeugt. Wir sind auf allen Positionen mehrfach gut besetzt“, sagte der 56-Jährige. Mehrere Spieler könne man variabel aufstellen. Kai Havertz könne mehrere Positionen spielen, Thomas Müller und Marco Reus könnten das ebenfalls. Jamal Musiala sei auch als Sechser einsetzbar. Lange war Toni Kroos bei der Nationalelf als Sechser gesetzt, doch Kroos beendete seine DFB-Karriere. Für Musiala wäre das eine wesentlich defensivere Position als beim FC Bayern. Seine offensive Qualität bewies er diese Saison schon das eine oder andere Mal.

Ganz besonders freut sich Flick über die Entwicklung von Leroy Sané: „Ich glaube, dass es bei ihm jetzt klick gemacht hat.“ Sané startete schwer in die Saison, wurde von Pfiffen der eigenen Fans verabschiedet, fand aber seine Form auf Linksaußen wieder. Er spielt wie ausgewechselt.

FC Bayern: Flick will ähnliche Entwicklung beim DFB wie nach seiner München-Übernahme

Als Bayern-Cheftrainer hatte Flick in eineinhalb Jahren sieben Titel gewonnen. Von seiner Mannschaft fordert der Bundestrainer nun Vollgas-Fußball, das 6:0 gegen Armenien vor vier Wochen ist sein Maßstab. „Für uns gilt: Besteht die Möglichkeit, nach vorne zu spielen, dann wollen wir das tun.“ Die Zielsetzung ist klar. „Wir wollen wieder dahin kommen, wo wir einmal waren, in die Weltspitze, an die Weltspitze.“

Kapitän Manuel Neuer hatte unlängst erneut erklärt, er wolle 2022 Weltmeister werden. Flick sagte dazu: „Im November 2019 hätte auch niemand gedacht, dass Bayern München 2020 die Champions League gewinnen würde.“

Das Nationalteam kann in der WM-Qualifikation als Tabellenführer in den Partien gegen Rumänien am 8. Oktober in Hamburg und drei Tage später auswärts gegen Nordmazedonien in Skopje im Idealfall vorzeitig das Ticket für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar lösen. (ank mit dpa)

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