Sky-Experte glaubt an Trennung

Hamann: Pep oder Lewandowski - einer wird gehen!

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Pep Guardiola oder Robert Lewandowski (r.) - Didi Hamann glaubt nicht, dass in der kommenden Saison beide noch Angestellte des FC Bayern sein werden.

München - In Paderborn traf er im Doppelpack und nach dem Schlusspfiff betonte Bayern-Stürmer Robert Lewandowski, es gebe kein Problem zwischen Trainer Pep Guardiola und ihm. Didi Hamann hat da eine ganz andere Meinung.

Didi Hamann spielte von 1993 bis 1998 beim FC Bayern, später in der Premier League.

Zwei Tore und alles wieder gut? Könnte man meinen, wenn man sich die Aussagen von Robert Lewandowski nach seinem Doppelpack am Samstag in Paderborn so betrachtet. Nachdem der Pole am vergangenen Dienstag in der Champions League gegen Schachtjor Donezk 75 Minuten auf der Bank schmoren musste, stand er gegen den Aufsteiger wieder in der Startelf und brachte den Rekordmeister mit seinen Treffern auf die Siegesstraße. Befragt nach dem eventuell angespannten Verhältnis zu Coach Pep Guardiola sagte Lewandowski: "Die Presse braucht einfach manchmal irgendwas zu schreiben. Natürlich will ich immer spielen, aber es gibt kein Problem. Wenn ich ein Tor schieße und wir gewinnen: Besser kann es nicht sein."
Doch Sky-Experte Didi Hamann ist da völlig anderer Meinung. Er glaubt, dass der 26-jährige Angreifer nicht in Bayerns aktuelles Spielsystem passt. "Pep Guardiola hat ja eine Vergangenheit, er will mit dieser klassischen Nummer 9 nicht immer spielen, weil er keinen Platz für sie hat. Prominente Beispiele sind Zlatan Ibrahimovic oder Samuel Eto'o, die dann von Barcelona wegmussten", erklärt Hamann im Interview mit dem "kicker". Lewandowski, für Hamann "der beste Mittelstürmer der Welt", sei ein Angreifer, der in die Räume starte und gegen zwei, drei Gegenspieler den Ball halte. Unter Guardiola "wird er aber nicht so eingesetzt und genutzt, wie er es kann, das hängt mit der Spielweise der Bayern zusammen", so Hamann.

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Und diese Ausgangslage hält der Ex-Profi für brisant: "Die Bayern werden in der Sache Lewandowski einen hohen Preis zahlen, weil sie - wenn sie die Champions League gewinnen wollen - irgendwann Barcelona oder Real Madrid schlagen müssen. Und die schlägst du nur mit Lewandowski." Hamann sieht durchaus ein Problem zwischen Trainer und Stürmer: "Guardiola muss vorsichtig sein, dass er diesen Jungen nicht verliert - wenn er ihn nicht schon verloren hat." Und dieses Problem könnte laut Hamann zur baldigen Trennung führen: "Sollte Guardiola in der kommenden Saison noch bei Bayern sein, ist es sehr gut möglich, dass Lewandowski nicht mehr da ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Lewandowski das noch ein zweites Jahr mitmacht." Bei Bayern werde der Pole wie eine Marionette herumgeschoben. Daher hält es der Sky-Experte für "möglich, dass er den Verantwortlichen sagt; Leute, vielleicht ist es besser, wenn ihr einen anderen holt und ich gehe".

Einen möglichen Abnehmer für Lewandowski hat Hamann auch schon im Kopf: "Zurzeit passt er überall besser hin als nach München. Bei Manchester United würde ich die Goldreserven auf den Markt werfen, um ihn zu holen. Er garantiert dir acht bis zehn Champions-League-Tore, United spielt direkt, da wäre er wie maßgeschneidert."

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