Einer erklärt Rücktritt, einer deutet ihn an

FC Bayern: Diese Stars sind bei der WM dabei - und diese nicht

Die Gruppenphase der Qualifikation zur WM 2018 in Russland ist beendet. Wie verliefen die Spiele für die Kicker des FC Bayern? Welche sind mit ihren Nationen für die Endrunde qualifiziert und wer schaut in die Röhre? Ein Überblick:

Die üblichen Verdächtigen sind natürlich dabei: Spanien, Frankreich und Titelverteidiger Deutschland haben sich jeweils souverän als Gruppenerste für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland qualifiziert. Doch es gab auch einige Enttäuschungen: Die Niederlande zum Beispiel verpassten es, ein Ticket für die Endrunde zu lösen. Andere große Fußballnationen, wie etwa Italien, müssen noch in die Playoffs, um auf den letzten Drücker doch noch die Qualifikation zu schaffen.

Für die Mehrzahl der beim FC Bayern beschäftigten Nationalspieler ging der Kampf um einen Platz beim Turnier im kommenden Jahr gut aus, einige schauten hingegen in die Röhre. Wir geben den Überblick.

Diese Bayern-Spieler lösten mit ihrem Nationalteam das WM-Ticket

Deutschland: Die meisten „Internationalen“ aus dem Kader des FC Bayern spielen für die deutsche Nationalmannschaft. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw qualifizierte sich mit zehn Siegen in zehn Spielen mit „weißer Weste“ für die WM in Russland. Zum Einsatz in der Qualifikation kamen Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Thomas Müller, Mats Hummels, Jerome Boateng, Niklas Süle und Sebastian Rudy.

Frankreich: Die Équipe Tricolore sicherte sich ebenfalls als Gruppenerster die direkte Teilnahme an der Endrunde. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Weißrussland kamen Corentin Tolisso und Kingsley Coman mit „Les Bleus“ zu einem knappen 2:1-Erfolg und setzten sich damit vor den Schweden durch. Während Mittelfeldmann Tolisso die kompletten 90 Minuten im Stade de France auf dem Platz stand, war Comans Arbeitstag nach 61 Minuten beendet.

Spanien: Thiago Alcantara verpasste das abschließende Qualifikationsspiel der Spanier gegen Israel wegen einer Innenbandzerrung am Sprunggelenk, qualifiziert war der Weltmeister von 2010 aber ohnehin schon. Javi Martinez war zwar mehrfach bei den Qualispielen dabei, zuletzt im März, durfte allerdings keine Minute auf dem Feld ran. Ohne Einsatz in der WM-Quali blieb auch der verletzte Linksfuß Juan Bernat, der aber hofft, nach völliger Genesung wieder ein Kandidat für den WM-Kader der Iberer zu werden.

Polen: Bayern-Mittelstürmer Robert Lewandowski ist auch für Polen DIE Lebensversicherung schlechthin. Mit seinen insgesamt 16 Treffern in der Qualifikation legte Lewy den Grundstein für die erste WM-Teilnahme Polens seit 2006. Allerdings musste unser Nachbarstaat im letzten Spiel gegen Montenegro lange zittern: Lewandowski und seine Kollegen gaben eine 2:0-Führung aus der Hand und mussten so um das WM-Ticket bangen, der Bayern-Stürmer erlöste sich und sein ganzes Land in der 85. Minute mit dem 3:2-Treffer, am Ende hieß es 4:2 für Polen, was Platz 1 in der Gruppe E bedeutet.

Kolumbien: James Rodriguez, der Torschützenkönig der WM 2014 in Brasilien, wurde zum Matchwinner für die Kolumbianer. Am alles entscheidenden letzten Spieltag in der Südamerika-Gruppe erzielte er beim 1:1 gegen Peru das Führungstor für sein Nationalteam und löste so mit seinen Teamkollegen das direkte Ticket nach Russland.

Diese Bayern-Spieler verpassten mit ihrem Nationalteam die Qualifikation für die WM 2018

Niederlande: Er hatte nochmal alles versucht, sogar zwei Tore beigesteuert, doch am Ende reichte es nicht für die Niederlande: Arjen Robben schied mit Oranje als Gruppendritter aus, das 2:0 gegen die am Ende punktgleichen Schweden genügte nicht mehr, um bei der Tordifferenz entsprechend aufzuholen und Playoff-Spiele um eine letzte WM-Chance zu erzwingen. 

Für Bayern-Star Robben war es ein besonders packender Abend. Weil die Elftal mit sieben Toren Unterschied gewinnen hätte müssen und ein Rücktritt von Robben beim Quali-Scheitern sehr wahrscheinlich erschien, hatte der 33-Jährige schon bei der Hymne mit seinen Emotionen zu kämpfen. Anschließend besorgte er mit einem verwandelten Handelfmeter (16. Minute) und einer schönen Direktabnahme (21.) im Alleingang den 2:0-Endstand - und trat unmittelbar nach Spielende von der großen Bühne im Oranje-Trikot ab. „Ich will mich jetzt ausschließlich auf Bayern konzentrieren“, sagte der Doppel-Torschütze, der 2010 in Südafrika mit Holland Vize-Weltmeister wurde und 2014 nur haarscharf an einem weiteren WM-Finale scheiterte. Die Kulisse und die ihm zujubelnden Fans habe er „besonders genossen“, betonte der Flügelflitzer des deutschen Rekordmeisters. Robbens Entscheidung ist verständlich: Beim nächsten für ihn möglichen großen Turnier, der EM 2020, wäre er bereits 36 Jahre alt.

Chile: Arturo Vidal musste das Drama zuhause am Fernseher miterleben. Der Mittelfeldmann des FC Bayern war für die abschließende Partie seiner Chilenen gegen Brailien gelbgesperrt. Ohne seine Mithilfe verloren seine Kollegen 0:3 und schieden damit aus, in Chile ist bereits vom Ende der „Goldenen Generation“ die Rede, die 2015 und 2016 die Copa América gewonnen und in diesem Jahr das Confedcup-Finale gegen Deutschland erreicht hatte (0:1). Nationaltrainer Juan Antonio Pizzi hat nach der verpassten Qualifikation seinen Rücktritt angeboten. Und auch für Vidal scheint sich die Zeit in der Nationalmannschaft dem Ende zuzuneigen. Via Twitter deutete der 30-Jährige seinen Rücktritt an. „Vielen Dank für alles“, twitterte Vidal. Er habe in jedem Spiel sein Leben gegeben.

WM 2018: Hier finden Fans alle Infos über Tickets, Spielstätten, Vorverkauf und Co.

Video: Glomex

Rubriklistenbild: © afp

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