Müde Bayern sind heiß auf Porto

"Die Frage ist, wie lange wir das durchhalten"

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Chefs unter sich: Gegen Porto werden die Bayern noch eine Schippe drauflegen müssen.

München - Gegen Eintracht Frankfurt spielt Bayern München trotz seiner Personalprobleme ausgesprochen souverän. Doch der FC Porto wird eine andere Herausforderung werden.

Oben auf der Tribüne saßen mehr Verletzte als unten Gesunde auf der Bank, Klub-Chef Karl-Heinz Rummenigge wollte gar errechnet haben, dass „drei Viertel der Mannschaft“ fehlten. Doch trotz der Personalprobleme: Aus der Bahn werfen lässt sich Bayern München momentan nicht - zumindest nicht im DFB-Pokal und in der Bundesliga. Am Samstag reichte eine müde B-Elf, um souverän mit 3:0 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt zu gewinnen. Rummenigge fand das „beeindruckend“, die Mannschaft „hat das sensationell gemacht, a la bonne heure“.

Am Samstag fehlten den Münchnern Arjen Robben, David Alaba, Franck Ribery, Bastian Schweinsteiger, Jerome Boateng und Medhi Benatia. Auf der Bank saßen neben Torwart Manuel Neuer nur noch Holger Badstuber, Sebastian Rode und Gianluca Gaudino. Auf dem Platz stand anfänglich nur ein ausgebildeter Innenverteidiger (Dante), davor liefen zwei gerade Genesene (Philipp Lahm und Thiago) auf. Für erschreckend biedere Frankfurter waren diese Bayern dennoch eine Nummer zu groß. „Man hat gesehen, dass wir keine Chance hatten“, sagte Eintracht-Trainer Thomas Schaaf.

"Porto wird kein Selbstläufer"

Frankfurt hätte viel höher verlieren und sich deswegen nicht beschweren können. Mit den Treffern von Robert Lewandowski (15. und 66.) und Thomas Müller (82.) waren die Hessen, die ja noch Chancen auf einen Platz in der Europa League hätten, noch sehr gut bedient. Beim FC Bayern machte derweil keiner den Fehler, diese Begegnung als Maßstab für die nächste Aufgabe zu nehmen, das Hinspiel im Viertelfinale der Champions League am Mittwoch beim FC Porto. „Das wird kein Selbstläufer“, sagte Rummenigge. Zumal angesichts der körperlichen Belastung.

„Wir haben“, betonte Kapitän Philipp Lahm am Samstag, „noch immer eine gute Mannschaft.“ Er warf aber auch den Satz in den Raum: „Es ist die Frage, wie lange wir das durchhalten.“ Müde sei er gewesen nach dem Pokalspiel am Mittwoch zuvor bei Bayer Leverkusen, gab Müller zu, aber die Bayern verfahren momentan nach der Devise: Das Fleisch ist schwach, der Geist ist willig. „Manchmal sind die Beine müde, manchmal sind sie gut, wichtig ist, dass der Kopf regiert“, sagte Trainer Guardiola. Und der Wille seiner Mannschaft ist beeindruckend.

Guardiola hofft auf Rückkehrer in der Königsklasse

Kommt hinzu, dass Lewandowski eine bemerkenswert gute Phase hat. Ehe am Samstag Müller traf, hatte der Pole die letzten fünf Treffer des FC Bayern erzielt, in den vergangenen acht Spielen war er neunmal erfolgreich, „wenn er so weitermacht, verteidigt er die Torjägerkanone“, glaubt Rummenigge. Nur bei seinem Trainer muss Lewandowski wohl weiter Überzeugungsarbeit leisten, „er hat uns ein bisschen geholfen“, sagte Guardiola, und er wies darauf hin, dass der Torjäger noch ein paar mehr seiner Chancen hätte nutzen können.

Im Grunde aber hat Guardiola derzeit andere Sorgen als die Chancenverwertung von Lewandowski. „Ich denke mir bei jedem Spiel: Bitte, bitte, hoffentlich verletzt sich keiner mehr“, sagte er. Am Montag, wenn der FC Bayern nach Porto fliegt, sollen immerhin Ribery, Schweinsteiger und Boateng wieder mit an Bord gehen.

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SID

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