Jörg Heinrich über das FC Bayern Spiel

TV-Kritik: Burrrschen, das war brrrrima!

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Superpep und Superfritz.

München - Am Freitagabend haben die Bayern nur ein mühsames 0:0 bei Eintracht Frankfurt geholt. tz-Kolumnist Jörg Heinrich hat das Spiel auf Sky unter die Lupe genommen.

Meine Damen und Herren, das müssen Sie gesehen haben! Denn am Freitag Abend gab’s Fußball-Kult auf Sky! Der große Fritz von Thurn und Taxis kommentierte das Bayern-Spiel. Und er kommentierte „Brrrrrima“, um es mit seinem eigenen Lieblingswort auszudrücken. Überall im Land kamen die Fußballfrrrrreunde vor den Empfangsgeräten zusammen, und raunten sich zu: „K.u.k. mal, wer da spricht!“

Überhaupt war Sky gestern gut in Form – gar kein Vergleich mit dem Elend vor Champions-League-Spielen. Kein YouTube-Kasper, keine Heidi-Klum-Gäste, sondern einfach nur Fußball. So macht’s Freude. Der exzellente Jan Henkel moderierte, und Marcel Reif himself sprach einen Kommentar zur Lage der Nation bzw. zur Lage des Pep. Das Ganze erinnerte an die Neujahrsansprache der Kanzlerin, bloß ohne Kanzlerin, und ohne Fahnderl auf dem Schreibtisch. Aber interessant, was er erzählte: „Ancelottis Ausflüchte sind die ersten Schritte Richtung Vertragsverhandlungen.“ Und Reifs Prognose, die Angst und Schrecken verbreitete: Wenn Pep nur noch ein Jahr bleibt – dann könnte es danach auf Mourinho rauslaufen. Jessas, das kann niemand wollen!

Anschließend, ein bisserl Schnickschnack muss immer sein, flatterte Pep im Superman-Kostüm an Jan Henkel vorbei. Doch nach Superpep übernahm endlich Superfritz. Der TuT, 65 Jahre, neuer Vertrag bis 2017, stammt ja aus der guten alten Zeit, als Fußballschuhe noch schwarz waren, und der FC Bayern noch besiegbar. Er kennt Wörter wie „Burschen“ und „Jungspund“ und „Rencontre“, die junge Schnöselreporter noch nie gehört haben. Und das ist brrrrrima. Wer stört sich da an ein paar Flüchtigkeitsfehlern und Stolperern?

Gleich zu Beginn wurde der Blaublütige poetisch: „Wenn die Flutlichtmasten so rrrrrrichtig Licht in den Frankfurter Stadtwald rrrrrauspusten, ist die Stimmung zum Schneiden gut.“ Der Fritz rollt das „r“ sogar in „Douglas Costa“. Bei der Einwechslung von Thomas Müller freute er sich: „Das ging rrrruckzuck.“ Und in der 54. war seine Verzweiflung groß: „Was macht denn der Neuer? Da ist ja gespenstisch!“ Großes Vergnügen. Der Pracht-Österreicher liebt den Fußball wie eh und je, und macht sogar den Kick gegen elf Frankfurter Abwehrspieler zur besten Unterhaltung. Fazit: Rencontre macht Freude!

Das Spiel Eintracht Frankfurt - FC Bayern im Ticker zum Nachlesen.

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