Sieg über Bochum

Dank Lewy! Bayern erreicht Halbfinale des DFB-Pokals

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Hatten Grund zu feiern: Die Torschützen Robert Lewandowski und Thiago.

Bochum - Der FC Bayern ist ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. In der ersten Halbzeit machte es der VfL Bochum den Münchnern aber überraschend schwer. Nun wartet Bremen im Halbfinale.

Soll erfüllt! Nach einem mühseligen, aber gen Schluss hin unaufgeregtem 3:0 (1:0) in Bochum steht der FCB dank der Tore von Lewandowski und Thiago im Pokalhalbfinale. Vor allem zu Beginn der Partie kamen die Bayern nur schwer ins Rollen, spätestens aber nach dem Platzverweis für Simunek war der VfL dem Untergang geweiht. 

In der Runde der letzten Vier treffen die Roten daheim auf Werder, Dortmund muss in Berlin gegen die Hertha ran.

Was hatten die Bayern denn erwartet? Pokalspiel beim Zweitligisten, Abendspiel, Flutlicht (zumindest drei von vier Masten) – kein Wunder also, dass Bochum, um es in feinster Müller-Rhetorik zu sagen, „mit dem Messer zwischen den Zähnen“ auf den Rasen kam. Gleich in der 8. Minute Warnschuss Nummer eins: Konter, Flanke, Terodde zielt aber Millimeter am linken Pfosten vorbei. Keine zwei Minuten später wieder Terodde, Badstubers Bein klärt aber zur Ecke.

Und die Bayern? Wirkten, um es in feinster Sammer-Rhetorik auszudrücken, leicht lätschern. Sinnbildlich dafür ein Thiago-Freistoß, der irgendwo zwischen Torauslinie und Stadiondach landete. Doch plötzlich schlug die Stunde von Jan Simunek: Der Tscheche kam in der 28. für den angeschlagegen Perthel und verließ seinen Posten in der Kette, worauf Müller zum freistehenden Lewandowski schob und der von dort aus locker ins lange Eck. 1:0 – so schnell kann’s gehen.

Simunek senst Robben um: Elfmeter und Rot

Kurz vor dem Pausentee der zweite Akt des Simunek-Intermezzos: Der 28-Jährige senste Robben im Sechzehner um, wofür er gleich wieder zum Duschen durfte. Der Holländer: „Elfmeter und Rot, was anderes kannst du da nicht machen.“ Aber: Musterelferschütze Müller vergab, Reimann lenkte an die Latte und ließ einen Urschrei in einer Tonlage los, die selbst der auf der Tribüne anwesende Herbert Grönemeyer nicht zusammenbekommen hätte.

Gleich nach Wiederanpfiff hatte Robben nach einer Costa-Flanke erneut eine Hunderprozentige zum 2:0, aber um es in Beckenbauer-Rhetorik auszudrücken: „An Rechtn hoda hoid ned.“ Und so blieb es erst mal dabei. 1:0, Bayern am Drücker, die Abwehr um Pep-Sohn Kimmich und Pep-Liebe Badstuber leicht unterfordert, aber so will es das Pokal-Drehbuch ja auch in der Regel, wenn der haushohe Favorit auf den zweitklassigen Underdog trifft. Ach ja, auch die böswilligen Tritte in die Hacken nicht zu vergessen, wie der von Fabian gegen Lewandowski. Es gab Gelb. Immerhin.

Hier gibt's den Ticker zu VfL Bochum gegen FC Bayern zum Nachlesen

Die Münchner schalteten danach in den Handballmodus, was wohl der Bochumer Umstellung auf eine Fünfer- bzw. Sechserkette geschuldet war. Von Robben ging es über rechts zu Costa über links und wieder zurück, bis es in der 61. die Belohnung gab. Robben chippte die Kugel locker über zwei Bochumer auf Müller, der legte zurück auf Thiago, von wo das Ding über Bulut ins Glück flog. 2:0 – und es hätte auch gleich 3:0 stehen können, hätte Müller freistehend in Reimann nicht erneut seinen Meister gefunden. Oder Costa aus einem Meter nicht über den Bochumer Kasten geschossen.

Bochum setzte alles auf eine Karte. Letzter Flutlichmast an, Ex-Löwe Mlapa aufs Feld, doch es half alles nichts. Im Gegenteil: Kurz vor dem Schlusspfiff machte Lewy auch noch das 3:0. Sensation? Fehlanzeige!

FCB siegt gegen Bochum: Bilder und Noten - Zwei Zweier, fünf Vierer

José Carlos Menzel López

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