Wie gut ist der Brasilianer wirklich?

Erste Kritik an Costa: "Kein Vergleich zu Ribéry"

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Spielte bei der Copa America mit Brasilien keine herausragende Rolle: Douglas Costa.

München - Laut übereinstimmenden Medienberichten ist Douglas Costa der erste Neuzugang mit Topstar-Status, den der FC Bayern für die neue Saison verpflichtet hat. Doch packt der 24-Jährige überhaupt den Sprung zum Rekordmeister?

Beim Trainingsauftakt des FC Bayern wird Douglas Costa noch nicht auf dem Rasen an der Säbener Straße stehen. Der Brasilianer war nach Saisonende noch mit der Nationalmannschaft bei der Copa America vertreten und genießt erstmal ein paar Tage Urlaub.

Doch nach übereinstimmenden Medienberichten hat der 24-Jährige Flügelspieler bereits den Medizincheck beim FC Bayern erfolgreich absolviert. Costa soll beim Rekordmeister einen Fünf-Jahres-Vertrag erhalten und kostet geschätzte 30 bis 35 Millionen Euro, die die Bayern-Bosse an seinen letzten Arbeitgeber Schachtjor Donezk überweisen müssen.

"Ribéry ist ein viel kompletterer Spieler"

Der brasilianische Nationalspieler gilt als Wunschspieler von Bayern-Trainer Pep Guardiola. Er ist nur 1,72 Meter groß, wendig, stark im Eins-gegen-Eins, technisch versiert und schnell - damit bringt er alle Voraussetzungen für den Guardiola-Stil mit. Doch reicht das, um auf Sicht die Superstars Arjen Robben oder Franck Ribéry auf Bayerns Außenbahnen zu ersetzen?

Einer, der erhebliche Zweifel an der Durchsetzungsfähigkeit Costas hat, ist Duda Kroeff. Kroeff ist der Präsident des brasilianischen Fußballklubs Gremio Porto Alegre und verkaufte Costa 2010 für acht Millionen Euro an Schachtjor. Die "Sportbild" zitiert Kroeff: "Technisch steht er Ribéry in nichts nach. Aber Ribéry ist ein viel kompletterer Spieler. Das ist überhaupt kein Vergleich."

Kroeff glaubt nicht, dass der Neuzugang das Potenzial für einen Stammplatz beim FC Bayern hat, und bemüht dafür seine Erinnerungen an die gemeinsame Zeit bei Gremio: "Es hat ihm immer irgendetwas gefehlt: ein stärkerer Wille, mehr Biss, ein größeres Herz. Er hat es nie geschafft, sich in der ersten Mannschaft festzusetzen." Allerdings war Costa zu der Zeit noch nicht einmal 20 Jahre. Doch Kroeff sieht sich durch die Auftritte seines ehemaligen Schützlings bei der Copa America bestätigt, bei der Costa auch in der Selecao nur Einwechselspieler war und den entscheidenden Elfmeter beim Viertelfinal-Aus gegen Paraguay verschoss: "Wenn ich ihn heute spielen sehe, habe ich diesen Eindruck ebenfalls."

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Wie die "Sportbild" munkelt, waren auch nicht alle Bayern-Verantwortlichen vom Transfer des Brasilianers überzeugt. Doch Guardiola konnte sich offenbar durchsetzen. Da weiterhin unklar ist, wie lange Ribéry noch verletzt ausfällt - zuletzt stand sein Einsatz zum Saisonstart Mitte August in Frage - könnte Costa zunächst davon profitieren. Allerdings braucht der Brasilianer sicher noch einige Wochen oder sogar Monate, um sich an die neuen Kollegen, die Liga und überhaupt das Leben in Deutschland zu gewöhnen.

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