Französische Schauspielerin Danielle Darrieux gestorben

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„Unser Spiel durchdrücken!“

Ex-Löwe Halfar rechnet nicht mit sieben Gegentoren

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Scheut keinen Zweikampf: ­Daniel Halfar, hier im Hinspiel gegen Rafinha.

München - Wenn Ex-Löwe Daniel Halfar heute in Richtung Fröttmaning fährt, dann sieht er Rot! Was sich der Kölner vom Spiel beim FC Bayern verspricht, erklärt er im tz-Interview.

Herr Halfar, Ihr erstes Spiel überhaupt in der Bundesliga haben Sie gegen den FC Bayern bestritten, das war 2005. Wie sind Ihre Erinnerungen daran?

Halfar: Das erste Bundesligaspiel ist immer etwas Besonderes, und dann noch gegen Bayern – daher sind es schöne Erinnerungen. Jetzt freue ich mich, wieder gegen sie spielen zu dürfen.

Wie ist denn Ihre persönliche Bilanz? Wie viele Tore haben Sie schon geschafft gegen den FCB?

Halfar: Da habe ich genau null (lacht). Das kann man sich leicht merken.

Ist es heute mehr denn je besonders, gegen diese Truppe zu spielen mit all diesen Stars?

Halfar: Es stimmt schon, dass der FC Bayern in den letzten Jahren noch einmal mächtig nachgelegt hat, was die Spieler angeht. Auch das ganze Drumherum ist beeindruckend. Medial ist Bayern in Deutschland die absolute Nummer eins, das bekomme ich auch in Köln noch ganz gut mit.

Sie sind mit dem FC seit vier Spielen sieglos. Wie ungelegen kommt dann so ein Spiel beim Rekordmeister?

Halfar: Man muss es relativieren. Wir sind Aufsteiger mit dem großen Ziel in der Bundesliga zu bleiben. Von daher schauen wir auf uns, es ist ganz egal, ob Bayern zu Saisonbeginn, in der Mitte oder am Ende auf uns zukommt.

Was rechnen Sie sich denn hier aus?

Halfar: Schwer zu sagen. Wir wollen das umsetzen, was uns die gesamte Saison über stark macht. Wir wollen unser Spiel durchdrücken, dafür muss jeder alles in die Waagschale werfen. Dann können wir auch erhobenen Hauptes vom Platz gehen, unabhängig vom Ergebnis.

Zuletzt hat der FCB 14 Tore in zwei Spielen erzielt. Ist das im Kopf?

Halfar: Nein, ich glaube nicht. Wir fahren nicht dahin und rechnen mit sechs, sieben oder acht Toren. Wir wollen an unsere Leistungsgrenze gehen und dann sehen wir, ob es reicht.

Welche Erinnerungen haben Sie an das Hinspiel?

Halfar: Grundsätzlich haben wir uns gut geschlagen, wenig zugelassen. Dann haben wir leider durch ein blödes erstes Gegentor und mein Eigentor verloren.

Mit welchen Gefühlen kommen Sie nun hierhin? Sie haben drei Jahre in München gelebt.

Halfar: Es bleibt jetzt nicht besonders viel Zeit, um alte Freunde zu treffen oder was in der Stadt zu unternehmen. Aber ich habe gute Erinnerungen an München.

Sind Sie nach wie vor öfter vor Ort?

Halfar: Weniger, das lässt sich nicht besonders gut vereinbaren mit unserem Trainingsplan. Köln und München, das ist nicht mal eben um die Ecke. Meine Frau ist aber öfter mit dem Kleinen in München.

Ihr Sohn ist mit einem Herzfehler zur Welt gekommen. Wird er noch in München behandelt?

Halfar: Ja, wir müssen deswegen alle sechs Monate zur Untersuchung kommen. Das verbinden wir dann immer mit einem Besuch bei Freunden, bei ehemaligen Mannschaftskollegen.

Wie sorgenvoll sehen Sie denn das Geschehen bei Ihrem Ex-Verein?

Halfar: Das ist von Köln aus schwer zu beurteilen, ich hoffe einfach nur, dass sie die Kurve noch kriegen, dass sie in den nächsten Spielen punkten und da unten herauskommen. Für den Verein und die ganze Stadt München wäre es eine Katastrophe, wenn das schiefgehen würde in dieser Saison. Ich hoffe wirklich, dass sie in der Liga bleiben. Von der Qualität her gehören sie dorthin!

Interview: Michael Knippenkötter

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