Wo sind die Münchner Fans?

FC Bayern erklärt Facebook-Phänomen

Der Screenshot zeigt: Die aktivsten Facebook-Fans des FC Bayern stammen aus Bangkok.

München - Aufmerksame Facebook-Nutzer sind vielleicht schon einmal auf ein Phänomen beim Rekordmeister gestoßen. Unsere Onlineredaktion sprach den FC Bayern darauf an.

Woher kommen die meisten Anhänger des FC Bayern? Klar, aus München, mag man zumindest meinen. Doch von wegen! Bei Facebook sieht der Fall ein wenig anders aus. Rund 20 Millionen Fans hat der Rekordmeister auf seiner Facebook-Seite. Allerdings: Wer auf "Statistik der aktivsten Nutzer" klickt, erfährt, dass die aktivsten Nutzer (also User, die mit den Postings interagieren) nicht aus München kommen, sondern aus Bangkok, Thailand.

Und wie der FC Bayern gegenüber unserer Onlineredaktion verrät, liegt München auch bei der reinen Anzahl der Fans nicht in den Top 3! Dort liegen Bangkok und Kairo relativ gleichauf vor Mexiko-Stadt. "Erst später folgt München", so Stefan Mennerich, Director of Digital Media beim FC Bayern. "Hierfür könnte es vier Gründe geben."

Für unsere Onlineredaktion erläutert Mennerich die Theorien seines Teams, weshalb Metropolen aus der Ferne so viel mehr Fans auf die Facebook-Seite der Roten spülen als die näher gelegenen Metropolen.

  • "Zum einen haben diese Städte viel, viel mehr Einwohner als München", so Mennerich.
  • "Zweitens sind Ägypten, Thailand und Mexiko generell sehr starke Facebook-Länder, es ist dort also ein sehr hoher Prozentsatz aller Menschen auf Facebook aktiv. Es gibt in diesen Städten also schlicht und einfach viel mehr potenzielle Facebook-Follower", erläutert der FC-Bayern-Experte. Bangkok und Kairo haben je 8 bis 9 Millionen Einwohner, in München leben lediglich rund 1,5 Millionen Menschen.
  • "Drittens", so Mennerich, "hat die Bundesliga in diesen Ländern ein gutes Standing und eine gute Verbreitung."
  • "Viertens hat der FC Bayern in den letzten Monaten und Jahren auch in diesen Ländern mit segmentierten Facebook-Postings in der jeweiligen Landessprache viel getan, um die Fans anzusprechen, und somit die Follower-Zahl zu erhöhen."

Der FC Bayern sammelt seine Fans also weltweit. Und die Social-Media-Beauftragten tun viel dafür. Die nationalen Fans werden mit deutschsprachigen Postings angesprochen, während es internationale Texte für die Anhänger im Ausland gibt. "Generell kann man sagen, dass fast alle großen Fußballclubs der Top-Ligen inzwischen globale Marken geworden sind", so Bayern-Online-Chef Mennerich. "Daher kommt die Masse der Fans auch nicht mehr aus der ursprünglichen lokalen Region."

Dass die meisten Fans aus der Ferne kommen, ist übrigens kein FC-Bayern-Phänomen, erklärt Mennerich. "Bei den englischen Top-Klubs rangiert die Zahl der aus England stammenden Follower zwischen Rang drei und Rang elf, die Follower-Zahlen aus Mexiko, Ägypten und Thailand nehmen auch bei all diesen Klubs vordere Plätze ein.“

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Armin Linder

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