35-Millionen-Euro-Angebot erneuert

Barca lässt nicht locker: Boateng soll kommen

+
Jerome Boateng ist aus Bayerns Abwehr nicht wegzudenken - da können wohl noch so viele Angebote des FC Barcelona eintrudeln.

München - Bereits im vergangenen Sommer gab der FC Barcelona ein Angebot für Jerome Boateng ab. Der Defensivmann des FC Bayern lehnte damals ab. Nun haben die Katalanen wohl einen erneuten Anlauf genommen.

Vorsicht, Bayern: Der FC Barcelona ist offenbar nach wie vor heiß wie Frittenfett auf Jerome Boateng. Dass der spanische Spitzenklub bereits im vergangenen Sommer ein Angebot für den Innenverteidiger des FC Bayern abgegeben hat, bestätigte Boateng kürzlich selbst. "Ich weiß wirklich nicht, wie viel der FC Barcelona im Detail für mich geboten hat. Richtig ist aber, dass ich diese Anfrage hatte", erklärte der Weltmeister der "Sportbild". Angeblich soll Barca den Bayern 35 Millionen Euro Ablösesumme geboten habe, der deutsche Rekordmeister soll aber mindestens 39 Millionen Euro auf das Boateng-Preisschild geschrieben haben.

Guardiola: "Boateng ist einer der drei besten Verteidiger der Welt"

Neben den unterschiedlichen Finanzvorstellungen hat aber auch eine weitere Tatsache den Transfer verhindert. Boateng selbst verschwendete nämlich kaum einen Gedanken an eine mögliche Luftveränderung: "Wenn ein Klub wie Barça an einem Interesse zeigt, ist das natürlich eine Riesenehre. Ich habe mich dennoch nicht groß damit auseinandergesetzt. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon in der Vorbereitung für die neue Saison mit dem FC Bayern."

Neues Jahr, neues Glück? Wie die spanische Zeitung "Marca" berichtet, haben die Katalanen nun ihr Angebot erneuert. Barca-Coach Luis Enrique hätte den Defensivmann gerne in seinem Kader. Bayern-Trainer Pep Guardiola will auf den 26-Jährigen allerdings ungern verzichten, wie er erst am Dienstag in der Pressekonferenz vor Bayerns Pokalspiel bei Bayer Leverkusen bekannte: "Jerome ist sehr, sehr wichtig für uns. Ich denke, er ist einer der drei besten Verteidiger der Welt im Moment."

Barca bietet Boateng angeblich einen Fünfjahresvertrag

Letzteres ist auch den Barca-Verantwortlichen nicht entgangen. Deshalb sollen sie nochmal bei Boateng angeklopft haben. Carles Rexach, Mitglied der Sportlichen Leitung, hat das Boateng-Management angeblich über das nach wie vor bestehende Interesse informiert. Das erste Angebot im vergangenen Sommer hatte noch Andoni Zubizarreta abgegeben, der im Januar 2015 als Sportdirektor bei Barca entlassen wurde.

Das spanische Medium nennt auch Vertragsinhalte in Sachen Gehalt: Demnach soll Boateng einen Fünfjahresvertrag im Camp Nou unterzeichnen, ein Anfangssalär von 3,5 Millionen Euro brutto pro Saison erhalten, welches sich Jahr für Jahr um eine halbe Million Euro steigert, sodass Boateng im fünften Jahr dann 5,5 Millionen verdienen könnte.

FIFA-Sperre erschwert Barcelonas Transfertätigkeiten

Ein kleines Problem gibt es bei der ganzen Sache allerdings noch: Der FC Barcelona ist von der FIFA noch bis Ende des Jahres mit einer Transfersperre belegt worden. Und an dieser Stelle wird es nun sehr phantasievoll: Laut Marca plant Barca, Boateng im Sommer zwar zu verpflichten, ihn aber bis Sommer 2016 noch an den FC Bayern auszuleihen. Die Ablöse würde dann, der FIFA-Auflage entsprechend, erst im kommenden Jahr fließen.

Klingt komisch? Ist es auch. Zumal Boateng Anfang März auch gesagt hatte: "Heute musst du vom FC Bayern nicht mehr zum FC Barcelona gehen, wenn du die Champions League gewinnen willst.“ Boateng hat noch einen bis 2018 gültigen Vertrag an der Säbener Straße - und im Moment deutet nichts darauf hin, dass er diesen nicht erfüllen wird.

Wer im FC-Bayern-Bus jetzt wo sitzt

Wer im FC-Bayern-Bus jetzt wo sitzt

Auch interessant

Meistgelesen

Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Trotz Kantersieg des FC Bayern: Heynckes äußert sich kritisch
Trotz Kantersieg des FC Bayern: Heynckes äußert sich kritisch
Vorsicht, Bayern! Am Mittwoch geht es schon um alles
Vorsicht, Bayern! Am Mittwoch geht es schon um alles

Kommentare