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Heißblütig nach Verletzungspause

Ribéry kehrt unter Strom zurück - aber warum?

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Franck Ribéry (l., im Duell mit Donezk-Spieler Fred) steht derzeit offenbar mehr unter Strom denn je.

München - Nach seiner Verletzungspause hat sich Franck Ribéry nicht nur mit fußballerischem Glanz zurückgemeldet. Der FCB-Flügelflitzer präsentierte sich zuletzt auch ungewohnt heißblütig.

Als er beim 8:0 gegen den Hamburger SV nach einer guten Stunde eingewechselt worden war, ließ Franck Ribéry wieder all seine Fußball-Künste aufblitzen, gab dem Spiel des FC Bayern neue Impulse und reihte sich in die Liste der Torschützen ein. Im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals bei Schachtjor Donezk zeigte der Franzose zwar neben Licht auch etwas Schatten, bereitete aber eine gute Chance für Thomas Müller vor und war auch in der Defensive engagiert. So weit, so normal.

Doch seit seinem Comeback am Samstag zeigt der Flügelflitzer auch andere Seiten. Bekam er gegen den HSV mal nicht den Ball, reagierte er äußerst verärgert - trotz der hohen Führung des Rekordmeisters. Gegen Donezk zeigte er sich ungewohnt heißblütig, geriet mehrmals mit Douglas Costa aneinander. Nicht nur nach dem Ellenbogenschlag des brasilianischen Mittelfeldspielers reagierte der Franzose äußerst gereizt, fast schon überempfindlich.

Klar, Ribéry ist ehrgeizig. Will es allen beweisen. Immer gewinnen. Erst recht nach seiner Verletzung. Erst recht nach dem Fehlstart der Münchner in die Rückrunde beim 1:4 in Wolfsburg. Der 31-Jährige hatte sich ausgerechnet kurz vor dieser Partie einen Muskelfaserriss zugezogen - und Trainer Pep Guardiola beklagte prompt die spielerische Armut im Spiel seiner Mannschaft. Da ist es für den Franzosen eine Selbstverständlichkeit, dass er diese wieder bereichern möchte.

Arjen Robben und Franck Ribery hatten im Champions-League-Halbfinale 2012 gegen Real Diskussionsbedarf.

Aber da könnte es auch noch einen weiteren Faktor geben, der Ribéry anspornt. Und der befindet sich in den eigenen Reihen. Wäre Fußball kein Teamsport, könnte man meinen, Arjen Robben stiehlt dem Franzosen derzeit die Show. Denn der Niederländer ist gegenwärtig in überragender Form, agiert mannschaftsdienlicher denn je - und ist dabei auch noch ein erfolgreicher Vollstrecker. Mit 14 Treffern führt er gemeinsam mit Frankfurts Alexander Meier die Bundesliga-Torjägerliste an.

Ausgerechnet Robben. Den beiden Flügelflitzern wird nachgesagt, nicht das allerbeste Verhältnis zu haben beziehungsweise gehabt zu haben. Während des Champions-League-Halbfinals 2012 gegen Real Madrid war es zu einem Kabinen-Eklat gekommen, als sich Ribéry und Robben verbal und auch handgreiflich bekabbelten. Einige Wochen später sagte Robben zwar: "Ich habe Spaß, mit ihm zusammenzuspielen. Er versteht Fußball wie kaum ein anderer. In dieser Saison haben wir alles repariert." Trotz des Friedens scheint es wohl der natürliche Antrieb zu sein, der Beste auf dem Rasen sein zu wollen. Und da Ribéry noch nicht in Bestform ist, Robben allerdings sehr wohl, könnte das beim Franzosen ein paar Schübe Testosteron freigesetzt haben. Ein Nachteil für den FC Bayern muss das nicht sein - im Gegenteil.

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